Schock für Stadtrat

Rosenheimer FDP-Stadtrat Lars Blumenhofer überraschend verstorben +++ OB März tief betroffen

Der Rosenheimer FDP-Stadtrat Lars Blumenhofer. Er ist jetzt im Alter von 49 Jahren verstorben.
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Der Rosenheimer FDP-Stadtrat Lars Blumenhofer. Er ist jetzt im Alter von 49 Jahren verstorben.
  • Anna Heise
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Lars Blumenhofer, Stadtrat und Oberbürgermeister-Kandidat für die Rosenheimer FDP, ist in der Nacht auf Freitag im Alter von 49 Jahren gestorben.

Tief betroffen hat Oberbürgermeister Andreas März heute vom plötzlichen und völlig unerwarteten Tod seines Stadtrats-Kollegen, Lars Blumenhofer, Kenntnis nehmen müssen.

„Lars Blumenhofer gehört erst seit dieser Amtsperiode dem Stadtrat an, hat sich aber durch seine abwägende Sicht auf kommunalpolitische Fragestellungen innerhalb weniger Monate Anerkennung und Respekt erworben. Mit seinem Tod verliert unsere Stadt einen engagierten Mitbürger und einen profilierten Liberalen. Rosenheim ist Lars Blumenhofer für seinen Einsatz um das Gemeinwohl zu bleibendem Dank verpflichtet. Unsere Gedanken und unsere Mittrauer gelten seinen Angehörigen“, so Oberbürgermeister März.

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Da es die Corona-Beschränkungen leider nicht erlauben, dem Verstorbenen in einer öffentlichen Trauersitzung zu gedenken, wird sich der Stadtrat zu Beginn seiner nächsten Sitzung am 21. Oktober bei einem Gedenkakt von Lars Blumenhofer verabschieden.

Blumenhofer war seit Anfang der 1990er-Jahre Mitglied der FDP und hat sich einige Zeit als Beisitzer im Vorstand der FDP Rosenheim-Land engagiert hat. 

Der gebürtige Recklinghausener war Autor von mehreren Fachbüchern und arbeitete als Manager bei einem IT-Unternehmen in München. Er liebte Motorradfahren und Reisen, lebte in Berlin und arbeitete im Ausland. Seit 2009 wohnte er in der Kastenau, gemeinsam mit seiner Frau und Hund Bobby.

Bei der Kommunalwahl 2020 trat Blumenhofer als OB-Kandiddat für die FDP an. Bei der Bekanntgabe der Kandidatur sagte er, er habe die Stadtpolitik in den vergangenen Jahren sehr interessiert verfolgt. Sein Fazit: „Es hat einen Stillstand gegeben.“ Und genau da wollte er ansetzen. Er wollte unter anderem den Autoverkehr in der Innenstadt reduzieren und mehr Flächen für Fußgänger und Radfahrer schaffen.

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