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Mit Spenden finanziert

Rosenheimer Christengemeinde organisiert Reise nach Italien für Menschen mit wenig Geld

Ab in den Süden: Zahlreiche Teilnehmer, darunter Melanie Henneberger (Mitte), haben am Sonntag (22. August) die Reise ins italienische Caorle angetreten.
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Ab in den Süden: Zahlreiche Teilnehmer, darunter Melanie Henneberger (Mitte), haben am Sonntag (22. August) die Reise ins italienische Caorle angetreten.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Türkei, Mallorca oder Griechenland: Ein Urlaub geht ins Geld. Weil sich das nicht jeder leisten kann, hat die Rosenheimer Christengemeinde „Neues Leben Inntal“ jetzt eine besondere Ferien-Aktion für Familien gestartet.

Rosenheim – Melanie Henneberger (46) hat eine Woche im Jahr, auf die sie sich ganz besonders freut. Der Urlaub im italienischen Caorle. Sieben Tage lange kann sie hier abschalten, entspannen und sich mit ihren drei Kindern und dem Enkelkind eine schöne Zeit machen. Ganz ohne Fernsehen, Radio und mit nur mäßigem Handyempfang. Dafür mit Schwimmbad, Kinderspielplatz und einem eigenen Strand. „Für mich ist diese Woche die einzige im Jahr, in der ich komplett abschalten kann“, sagt Henneberger.

Arbeit in der Demenzbetreuung

Die 46-Jährige arbeitet in der Demenzbetreuung, ist rund um die Uhr im Einsatz. Und so sehr sie ihren Beruf auch liebt, mit ihrem Verdienst kann sie für sich und ihre drei Kinder keinen Urlaub im Ausland finanzieren. Und doch tritt sie seit neun Jahren die fünfstündige Reise zum Badeort Duna Verde an, der circa acht Kilometer außerdem des Zentrums Caorle liegt.

Familienerholung für Alleinerziehende

Möglich macht das in diesem Jahr die Christengemeinde „Neues Leben Inntal“. „Wir haben die Reise zum ersten Mal organisiert“, sagt Peter Kaiser, der die Gemeinde 2011 gegründet hat und zugleich der Vorsitzende der Rosenheimer Leibspeise ist.

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In den vergangenen Jahren hat er immer wieder mit Leuten zu tun gehabt, die eine Reise ins Ausland finanziell nicht stemmen können. Mit dem Projekt „Familienerholung für Familien und Alleinerziehende“ soll sich das ändern. Jedenfalls für einen kleinen Teil. In diesem Jahr stehen 35 Personen auf der Teilnehmerliste, darunter einige, die zum ersten Mal dabei sind, und andere – wie Melanie Henneberger – ,die seit Jahren Teil der Reisecrew sind.

Finanzierung über Spenden

Ein Großteil des Trips finanziert sich über Spenden, Erwachsene müssen außerdem 150 Euro bezahlen. Für Kinder ist das Angebot kostenlos. „Wir schlafen in Bungalows, die mit allem ausgestattet sind, was man braucht“, sagt Henneberger.

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Mittlerweile kenne sie fast alle Teilnehmer, freue sich auf die Momente, wenn die Kinder im Wasser planschen und sie sich mit den anderen Erwachsenen unterhalten kann. Und auch sonst gibt es ein buntes Programm, wie Peter Kaiser verrät.

Für die Unterhaltung ist gesorgt

„Uns war wichtig, dass für Unterhaltung gesorgt ist“, sagt er. Kaiser spricht von Grillabenden, Bastelangeboten und einem gemeinsamen Pizza-Essen. Außerdem gebe es Spiel- und Sportmöglichkeiten. Die Rosenheimer Leibspeise stellt zudem einen Teil der Verpflegung bereit. „Wir haben auch Nudeln eingepackt. Die gibt es in Italien ja bekanntlich nicht“, sagt Peter Kaiser am Telefon und lacht.

Pastoralassistentin und Sozialpädagogin

Während er sich in der kommenden Woche um die Rosenheimer Leibspeise kümmert, fahren seine Frau, Pastoralassistenin Kornelia Kaiser, Projektleiterin und Sozialpädagogin Michaela Wittke, sowie ein kleines Betreuungsteam mit an die Adria.

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Bis zum 29. August werden die Teilnehmer die Sonne Italiens genießen. Darunter auch Melanie Henneberger, die sich schon jetzt auf ihren Urlaub im kommenden Jahr freut.

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