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Traumnoten

Rosenheimer Abiturienten machen sich „auf zu neuen Welten“

Abschied mit Abstand: die Abiturienten des Ignaz-Günther-Gymnasiums bei der Abschlussfeier im Schulhof.
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Abschied mit Abstand: die Abiturienten des Ignaz-Günther-Gymnasiums bei der Abschlussfeier im Schulhof.

Wenn es um den Abiturjahrgang 2021 geht, ist derzeit oft von der Vergangenheit die Rede: vom Lernen unter Pandemiebedingungen, vom Mathematikabitur, das mancher als zu schwer empfand, oder von den Sonderregelungen, die manchem zu großzügig vorkamen.

Rosenheim – Die Abiturienten selbst denken in diesen Tagen eher an die Zukunft: Wie wird es jetzt, nach zwölf Jahren Schule, weitergehen? Wie wird sich das mit dem Studium, mit der Ausbildung, mit dem Beruf gestalten? Wie wird es privat laufen? Wie wird sich die Gesellschaft, die Welt weiterentwickeln?

Zukunft im Fokus

Bei der Abiturverleihung am Rosenheimer Ignaz-Günther-Gymnasium stand in diesem Jahr die Zukunft im Fokus. Schließlich hatte man bereits dem ganzen Schuljahr das Motto „Neue Welten“ gegeben. Und das spielte auch bei der Abiturverleihung eine Rolle.

„Das Tempo des Wandels war noch nie so schnell. Und dennoch wird es nie mehr so langsam sein.“ Thomas Tramp, der Vorsitzende des Elternbeirates, zitierte damit den kanadischen Premierminister. Die Abiturienten, so Tramp, würden in ihrem künftigen Leben ständig mit Veränderungen konfrontiert sein und immer wieder eine neue Perspektive einnehmen müssen.

Blick der Gesellschaft auf Schule hat sich geändert

Aber genau das hätten sie in den letzten beiden Jahren erfolgreich eingeübt. Die Corona-Pandemie habe sie immer wieder dazu gezwungen. Auch der Blick der Gesellschaft auf die Schule habe sich verändert: Inzwischen habe jeder verstanden, dass es in der Schule nicht nur um fachliches Lernen gehe.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

„Man lernt nie aus!“, hatten Sinah Laker und Vincent Langer ihre Rede betitelt, die sie im Namen aller Absolventen vortrugen. Immer wieder hätten sie in ihrer Schulzeit Neues gelernt, aber nicht nur im Unterricht, sondern auch bei Schulfahrten, bei Konzerten, bei Sportveranstaltungen oder bei der Organisation des Schulfestes. Die Corona-Pandemie habe ihnen vor allem beigebracht, selbstständig zu arbeiten und, wie man unter erschwerten Bedingungen kommuniziert und eine Gemeinschaft aufrechterhält. Die beiden zeigten sich überzeugt, dass ihnen das in ihrem künftigen Leben zugute kommen wird.

Alt und neu

Schulleiter Dieter Friedel verglich in seiner Rede die Begriffe „alt“ und „neu“: „Alt“ sei nicht gerade der Brüller, komme altbacken und altmodisch daher. „Neu“ hingegeben klinge nach Abenteuer, nach Frische, nach Sehnsuchtsort. Doch dann sei Corona gekommen und habe gezeigt, dass „alt“ und „neu“ noch nichts über „gut“ und „schlecht“ aussage: Mancher habe sich sein „altes“ Leben zurückgewünscht. Andererseits habe die Krise auch viel Gutes „neu“ in uns befördert.

Der Schulleiter lobte vor allem das Verantwortungsbewusstsein, das die Absolventen während der Pandemie gezeigt hätten. Ausnahmslos jeder habe sich vor den Abiturprüfungen testen lassen, auch auf die Gefahr hin, positiv zu sein und dann an der Prüfung nicht teilnehmen zu können.

Nur kleine musikalische Auftritte

Aufgrund der Hygienevorgaben waren nur kleine musikalische Darbietungen erlaubt, was für ein Gymnasium mit einem musischen Zweig besonders schmerzlich ist. Immerhin konnten Valentin Kunst (Klarinette), Severin Weidmann (Klavier), Norman Spaeth (Violine), Jakob Endemann (Gitarre) und Lucia Kochinke (Horn) mit Stücken von Baermann, Paganini und Mozart ihr Können zeigen und der Feier, die bei schönstem Wetter im Schulhof stattfand, einen würdevollen Rahmen verleihen.

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109 Abiturienten erhielten ihr Abiturzeugnis aus der Hand des Schulleiters. Zahlreiche Absolventen erhielten zudem zum Abiturzeugnis Urkunden und Preise von Verbänden oder Firmen für besondere Leistungen oder für ihr herausragendes Engagement.

Stellvertretender Schulleiter geht in Ruhestand

Nachdem der Schulleiter gemeinsam mit Friederike von Koskull, die den Jahrgang als Oberstufenkoordinatorin betreut hatte, alle Zeugnisse verliehen hatte, wies er am Schluss darauf hin, dass da noch ein weiterer „Abiturient“ im Publikum sitze: Henner Voß, der stellvertretende Schulleiter, der für die Abiturienten alle Stundenpläne seit der fünften Jahrgangsstufe erstellt hat, wird nach diesem Schuljahr in den Ruhestand gehen, also ebenfalls „zu neuen Welten“ aufbrechen.

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