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„Einen Funken Heimat zurückgeben“

Warum die Ukraninerin Natalia Feinzettel eine Lesestunde für Kinder veranstaltet

Die Kinder freuen sich Natalia Feinzettel beim Lesen zuzuhören.
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Die Kinder freuen sich Natalia Feinzettel beim Lesen zuzuhören.

Rosenheim – Mit einem lauten Trampeln kommen die Kinder die Treppe in das Kinderhaus der Stadtbibliothek Rosenheim hinauf. Sie freuen sich auf die heutige Geschichte. Natalia Feinzettel wird ihnen mit der Unterstützung ihrer Tochter Anastasia vorlesen.

Sophia Mayer

Gemeinsam mit Birgit Graf, einer Mitarbeiterin der Stadtbibliothek, organisiert sie nun schon zum zweiten Mal eine Vorlesestunde für aus der Ukraine geflüchtete Kinder, die momentan in der Luitpoldhalle untergebracht sind. Feinzettel selbst ist Ukrainerin und kommt aus dem Westen des Landes. Allerdings lebt sie schon seit einigen Jahren in Rosenheim. ,,Nach dem, was die Kinder erleben mussten, wollen wir ihnen einen Funken Heimat zurückgeben", sagt Birgit Graf.

Bereits letzte Woche hatte Feinzettel in der Stadtbibliothek ukrainischen Kindern vorgelesen. Damals nahmen circa 20 Kinder an der Veranstaltung teil. ,,Das war ein zu großes Durcheinander. Wir hoffen heute auf zehn Kinder“, erzählt Graf. Heute sind es neun Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren, die Natalia Feinzettel zuhören wollen. Die Bücher hat sie selbst von Zuhause mitgebracht. ,,Lausbubgeschichten“, die bereits ihre Kinder gelesen haben.

Die Kinder wollen selbst lesen

Die Jungen und Mädchen können heute zwischen dem Buch von letzter Woche, und einem Neuen wählen. Sie entscheiden sich für das neue Buch und Natalia Feinzettel beginnt daraus vorzulesen. Es dauert nicht lange bis die Kinder fragen, ob sie nicht selbst lesen können. Ab jetzt wird das Buch stetig herum gereicht und ein Kind nach dem anderen beginnt zu lesen. Der Rest hört aufmerksam zu.

Vorerst ist es nicht in Planung, den Kindern in ihrer Vorlesestunde Deutsch beizubringen. Die Priorität sei es, den Kindern eine schöne Zeit zu schenken. Jedoch zeigten sich beim ersten Treffen einige Kinder interessiert für die deutsche Sprache. Mit russisch-deutschen Bild-Wörter-Büchern der Stadtbibliothek haben sie versucht sich ihr anzunähern. Die Lesestunde soll zunächst jede Woche stattfinden, sofern das Angebot weiterhin von den Ukrainern wahr genommen wird.

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