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Tierheim äußert sich zu Vorwürfen

Komplizierte Vermittlung: Warum das Rosenheimer Tierheim in der Kritik steht

Bei der Vergabe von Hunden, insbesondere bei Welpen, kann nicht jeder berücksichtigt werden. Die Art und Weise der Absage überraschte aber den ein oder anderen Interessenten.
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Bei der Vergabe von Hunden, insbesondere bei Welpen, kann nicht jeder vom Rosenheimer Tierheim berücksichtigt werden. Die Art und Weise der Absage überraschte aber den ein oder anderen Interessenten.
  • VonJohannes Thomae
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Der Wunsch nach einem Haustier sorgte bei einigen Menschen zuletzt für Frust. Denn die Anfragen zu Tieradoptionen sollen vom Tierheim Rosenheim knapp oder gar nicht beantwortet worden sein. Nun hat sich das Tierheim zu diesen Vorwürfen geäußert. Und erklärt die Schwierigkeiten der Vermittlung.

Rosenheim – Immer wieder gibt es Kritik am Rosenheimer Tierheim von Menschen, die einem der Vierbeiner ein neues Zuhause geben wollen. Denn auf Anfragen zu Adoptionen habe das Tierheim weder auf Anrufe oder E-Mails geantwortet, so die Kritik in den sozialen Medien. Erst nach mehrmaligen Nachfragen gebe es die Antwort, dass die Tiere bereits vergeben seien. Doch auf der Internetseite seien die Hunde und Katzen auch noch Wochen später gelistet.

Nachfrage nach Welpen ist groß

Nun hat sich das Rosenheimer Tierheim zu den Vorwürfen geäußert. Und liefert ein Beispiel, dass die Vermittlung, vor allem von Hunden, nicht immer so einfach ist, wie es scheint.

Derzeit hat das Tierheim Rosenheim eine Rasselbande von fünf kleinen Beagle-Welpen. Da könnte man meinen, dass das Vermitteln an neue Besitzer Spaß mache.

Doch genau da liegt das Problem: Das Tierheim möchte sie nicht einfach nur weggeben. Die Tierpfleger möchten, dass der Hund und seine spätere Menschenfamilie möglichst gut zusammenpassen. Und im Verhältnis zu den Hunden ist es nicht anders als zwischen den Menschen: Wer sich Hals über Kopf in ein „Du“ verliebt hat, das dazu auch noch ein kleiner, vierbeiniger Tollpatsch ist, dem fehlt manchmal der nüchterne Blick für die Rahmenbedingungen.

Vergabe wird genau überprüft

Bei einem jungen Hund ist das nicht zuletzt die Tatsache, dass der in den ersten Lebensmonaten nicht länger allein gelassen werden sollte. Oder, dass darüber hinaus fast jeder junge Hund auch eine Hundeschule braucht, denn das Verhältnis soll am Ende nicht darauf hinauslaufen, dass man „dem Hund sein Hund“ ist. Und nicht jedem jungen Hund, vor allem wenn es sich um einen Mischling handelt, ist von vornherein anzusehen, wie groß er einmal werden wird oder welche Ansprüche er an seinen Auslauf und an seine Beschäftigung stellen wird.

Und auch bei den fünf kleinen Beagle-Welpen im Rosenheimer Tierheim sei es so, dass jeder schon eine eigene kleine Persönlichkeit ist. Der eine ist ein Draufgänger, der andere ist wiederum eher zurückhaltend. Im Idealfall soll ihr Charakter mit dem ihrer zukünftigen Besitzer harmonieren.

Gefragt ist bei der Vermittlung also die Erfahrung des Tierheims, seine Beratung und Hilfestellung sowie die Überprüfung jener Rahmenbedingungen. Und das kann manchmal eben auch zu Enttäuschungen bei den Interessenten führen. Denn wenn sich, wie bei den Beagle-Welpen, viele Menschen bewerben, aber eben nur fünf abzugeben sind, gehen manche leer aus.

Verbesserung ist in Sicht

Eines aber steht in dem Zusammenhang für Andrea Thomas, der Vorsitzenden des Tierschutzvereins, außer Frage: „Wir sind wirklich für jeden Adoptionswunsch dankbar. Und diese Dankbarkeit muss auch deutlich werden“. Thomas spielt dabei auf die wenigen Fälle aus der Vergangenheit an, bei denen die Interessenten nur eine äußerst knappe und unpersönliche Absage-E-Mail erhalten hatten.

„Das geht so selbst bei Personalengpässen nicht“, sagt Thomas. Gleichzeitig verspricht Thomas Besserung. „Das wird so auch nicht mehr vorkommen. Ich hätte mich wohl auch selbst darüber geärgert, wenn ich eine solche Mail erhalten hätte.“

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