Durchgehender Streifen

Rosenheim: SPD fordert kurzfristige Verbesserung für Radfahrer in der Kufsteiner Straße

Die Situation in der Kufsteiner Straße ist vor allem für Radfahrer schlimm. Eine kurzfristige Lösung soll jetzt gefunden werden.
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Die Situation in der Kufsteiner Straße ist vor allem für Radfahrer schlimm. Eine kurzfristige Lösung soll jetzt gefunden werden.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
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Die Situation für die Radfahrer in der Kufsteiner Straße soll sich mit dem geplanten Ausbau verbessern. Doch bis dahin kann noch viel Zeit vergehen. Die Rosenheimer SPD hat deshalb eine kurzfristige Verbesserung für dem Radverkehr gefordert.

Rosenheim – Stadtrat Robert Metzger (SPD) liegen die Radfahrer am Herzen. In einem Antrag an Oberbürgermeister Andreas März (CSU) hat er deshalb, gemeinsam mit seinen Fraktionskollegen, gefordert, dass die Verwaltung bis zum Jahresende einen durchgehenden Radfahrstreifen in der Kufsteiner Straße anlegt.

Kurzfristige Verbesserungen sollen erreicht werden

Ziel soll sein, bereits vor dem Ausbau der Kufsteiner Straße kurzfristige Verbesserungen zu erreichen. Es ist ein Vorschlag, der bei der Verwaltung zum Teil für Zustimmung sorgte. „Das Anliegen, möglichst kurzfristige Verbesserungen für den Radverkehr zu erreichen, wird von uns voll und ganz geteilt“, heißt es in einer Stellungnahme.

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Allerdings sei der vorgeschlagene Radfahrstreifen „kurzfristig nicht umsetzbar“, da an „mehreren Stellen erhebliche bauliche Maßnahmen erforderlich wären“. Die Stadt schlug stattdessen vor, den Ausbau der Kufsteiner Straße zu forcieren und die Planung für den Südteil bereits 2021 in Auftrag zu geben. Es ist ein Vorschlag, mit dem sich die Stadträte so nicht zufrieden geben wollten.

„Lebensgefährliche Situation“

„Es muss kurzfristig etwas passieren. Für Fahrradfahrer ist die Situation in der Kufsteiner Straße lebensgefährlich“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Franz Opperer. Er sei der Auffassung, dass man mit „wenigen Mitteln, viel erreichen kann“.

Straße muss grundsaniert werden

Doch der Stadt scheinen die Hände gebunden. So sei die Straße in einem derart schlechten Zustand, dass sie kaum erneuerbar ist. „Mit kurzfristigen Maßnahmen ist nichts zu machen. Die Straße muss grundsaniert werden“. Zwar könne man die Löcher in der Deckschicht flicken, das würde aber nur kurzfristig halten, bevor der Vorgang wiederholt werden müsste. Und auch eine Markierung halte aufgrund der schlechten Fahrbahnbeschaffenheit nur für einen kurzen Zeitraum.

Stadträte stimmen für Ortstermin

Die Zeichen für die kurzfristige Verbesserung also stehen schlecht. Doch Stadtrat Franz Baumann (Freie Wähler/UP) will nicht so einfach aufgeben und schlug eine erneute Ortsbesichtigung vor. „Natürlich können wir uns die gefährlichen Stellen noch einmal anschauen. Dass es so nicht geht, ist klar“, sagte Oberbürgermeister März.

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„Ich denke schon, dass die ein oder andere Verbesserung möglich ist“, ergänzte der CSU-Fraktionsvorsitzende Herbert Borrmann. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Ausschusses für Verkehrsfragen und ÖPNV für einen Ortstermin aus.

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