Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Entscheidung im Hauptausschuss gefallen

Club-Öffnung in Rosenheim für Geimpfte und Genesene? Antrag von SPD und „Partei“ abgelehnt

Endlich wieder ausgelassen feiern: Was in Hamburg und Hannover bereits möglich ist, soll jetzt auch in Rosenheim umgesetzt werden. SPD und „Die Partei“ fordern Cluböffnungen für Geimpfte und Genesene.
+
Endlich wieder ausgelassen feiern: Was in Hamburg und Hannover bereits möglich ist, soll jetzt auch in Rosenheim umgesetzt werden. SPD und „Die Partei“ fordern Cluböffnungen für Geimpfte und Genesene.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
    schließen
  • Jens Kirschner
    Jens Kirschner
    schließen

Ausgelassen feiern: Was in Hamburg möglich ist, soll jetzt auch in Rosenheim umgesetzt werden. In einem Eilantrag haben SPD und „Die Partei“ gefordert, das Verbot für öffentliche Festivitäten, Clubs, Diskotheken und andere Freizeiteinrichtungen für Geimpfte und Genesene aufzuheben – ohne Erfolg.

Update 19.14 Uhr: Clubs und Discos in Rosenheim bleiben vorerst dicht

Der Hauptausschuss der Stadt Rosenheim hat kontrovers diskutiert. Am Ende gab es keine Mehrheit für den Eilantrag von SPD und „Die Partei“: Die Clubs und Discos in der Stadt bleiben vorerst geschlossen, denn ein Großteil der Stadträte im Haupt- und Finanzausschuss wollte diesem Plan nicht folgen.

Nur die Freien Wähler wie auch die Sozialdemokraten als Antragssteller stimmten für den Vorschlag. Robert Multrus (Freie Wähler/UP) sah darin insbesondere eine Möglichkeit, die bislang vernachlässigten Nachgastronomen zu unterstützen. Hingegen schlug der CSU-Stadtrat Dr. Wolfgang Bergmüller vor, den Zutritt zu Diskotheken und Clubs von einem negativen PCR-Test abhängig zu machen, unabhängig ob die Gäste genesen oder geimpft sind.

Skepsis auf Seiten der Verwaltung

Auch die Verwaltung zeigte sich skeptisch, ob der hohen Inzidenzzahl in der Stadt Rosenheim. Oberbürgermeister Andreas März (CSU) erinnerte daran, dass die Stadt kurz davor gestanden habe, Auflagen seitens der Staatsregierung erfüllen zu müssen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. März gab seiner Befürchtung Ausdruck, die Einführung einer 2G-Regel für Nachtlokale könnte zu einer negativen Außenwirkung führen, welche das Gesundheitsministerium erneut auf den Plan rufen könnte und Rosenheim tatsächlich neue Beschränkungen fürchten müsse.

+++

Die Erstmeldung vom 21. September, 16 Uhr

Rosenheim/Hamburg – Dass das 2G-Konzept funktionieren kann, zeigt ein Blick nach Hamburg. Seit drei Wochen haben die Clubs dort wieder geöffnet – allerdings nur für Geimpfte oder Genesene. Im „Noho“ auf der Reeperbahn kann seitdem jeden Freitag und Samstag wieder getanzt werden. Mit Maske und einer begrenzten Besucherzahl von 150 Leuten. „Es ist auf jeden Fall besser, als geschlossen zu haben, aber eine kostendeckende Altgernative ist es trotzdem nicht“, sagt Manager Darko Nikic.

Von 800 auf 150 Besucher

Während vor der Pandemie zwischen 600 und 800 Besucher in dem Club feiern konnten, müssen die Gäste jetzt vorab einen Tisch reservieren. „Wir sind oft bereits am Dienstag ausgebucht“, sagt er. Eine Abendkasse gebe es nicht, immer wieder komme es deshalb vor, dass er und seine Mitarbeiter die Gäste wieder nach Hause schicken müssten.

Lesen Sie auch: Pilotprojekt für Nachtgastro: Clubs in Berlin öffnen - So ist die Corona-Lage im Kreis Traunstein

„Die 2G-Regel stört niemanden. Es sind vielmehr die weiterhin bestehenden Auflagen über die Unmut herrscht“, sagt er. Die Hoffnung aber bleibt, dass es in naher Zukunft weitere Lockerungen geben wird. Und es sieht gut aus. So könnte mehreren Medienberichten zufolge in Hamburg bereits am kommenden Samstag die Maskenpflicht bei der 2G-Regel entfallen.

Verbindliche Rechtsgrundlage fehlt

Vom Aufsperren können die Clubbesitzer in Rosenheim vorerst nur Träumen. Zwar hatte Ministerpräsident Markus Söder im August angekündigt, dass Clubs und Diskotheken Anfang Oktober für Geimpfte, Genesene und Getestete wieder öffnen sollen, verbindliche Rechtsgrundlagen aber gibt es im Moment noch nicht.

Lesen Sie auch: Nach VGH-Urteil: Rosenheimer Bars dürfen Innenräume öffnen

Aus diesem Grund wollen sich jetzt SPD und „Die Partei“ für eine zeitnahe Öffnung einsetzen. Zwar steht in der geltenden bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung nach wie vor, dass Clubs, Diskotheken und andere Freizeiteinrichtungen geschlossen sind.

Ausnahmegenehmigungen sind möglich

Laut dem SPD-Fraktionsvorsitzenden, Abuzar Erdogan können jedoch Ausnahmegenehmigungen für allgemeine Fallkonstellationen durch die Kreisverwaltungsbehörden erteilt werden, wenn dies aus „infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist“ und die Regierung von Oberbayern zustimmt. „Einen höheren Schutz als die doppelte Impfung kann es aus infektionsschutzrechtlicher Sicht nicht geben“, heißt es in dem Antrag.

Lesen Sie auch: Back to party: Erste Disconacht ab 1. Oktober?

Es gebe deshalb keinen vernünftigen Grund, die Nachtgastro, Volksfeste und öffentliche Festivitäten für einen geimpften oder genesenen Personenkreis zu verbieten. „Die Stadt Rosenheim sollte daher die ihr rechtlich zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, um der langen Durststrecke ein Ende zu setzen“, forder Erdogan.

Am 26. September ist Bundestagswahl: In unserem Dossier finden Sie alle Infos zur Wahl in der Region.

Ernste Absichten oder Symbolpolitik?

Die Rosenheimer Nachtgastronomen loben den Vorstoß, auch wenn sich einige von ihnen die Frage stellen, warum er erst jetzt kommt. „Ich freue mich über den Antrag, halte es aber für Symbolpolitik, da Söder bereits angekündigt hat, dass wir öffnen dürfen“, sagt beispielsweise Franz Fischer vom „Nerdz“ in der Samerstraße.

Lesen Sie auch: Bars und Clubs aus Rosenheim hoffen auf Öffnung im Herbst

Für ihn spiele es bei einer Wiedereröffnung weniger eine Rolle, ob es eine 2G- oder 3G-Regel gibt, sondern vielmehr wie die restlichen Auflagen aussehen. „Wenn es eine Maskenpflicht auf der Tanzfläche gibt, dann lassen wir zu, da mit Maske kein Partyfeeling aufkommt“, sagt er.

Sie haben eine Meinung zu diesem Thema? Klicken Sie hier und schreiben Sie uns einen Leserbrief.

Erste Entscheidung fällt am Dienstagabend

Wie die Auflagen bei einer Wiedereröffnung aussehen und ob es überhaupt eine Ausnahmegenehmigung für Rosenheim geben wird, ist im Moment noch offen. Eine erste Entscheidung soll in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag, 21. September, um 17 Uhr fallen.

Kommentare