Rosenheim: Nachruf auf Hans Menzel

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Hans Menzel ist im Alter von 56 Jahren gestorben.

Ein Wasserretter ist von Bord gegangen: Die Rosenheimer Wasserwacht trauert um ihr langjähriges Mitglied Hans Menzel. Er ist jetzt, nach langer Krankheit, im Alter von 56 Jahren gestorben.

Rosenheim – Mit 17 Jahren trat Menzel der Wasserwacht bei. Er habe sich bewusst für diese Aufgabe entschieden, sagte der Vorsitzende der Wasserwacht Franz Maier. Durch seine Ausbildung als Kfz-Mechaniker galt seine Leidenschaft vor allem dem technischen Bereich. So war er, laut Maier, maßgeblich beim Aufbau des Spezialbootes zur Ortung von Objekten bis zu 200 Meter Wassertiefe mittels Wassertiefe beteiligt. Außerdem widmete er sich der Restaurierung eines alten LKWs und der Konstruktion eines motorgetriebenen Zugapparates für den Einsatz auf schneebedeckten Eisflächen.

Erfolgreiche Prüfungen zum Rettungsschwimmer

Trotz seiner schweren Krankheit, die ihn auch mit einer Minderung seiner Sehfähigkeit zurückgelassen hat, legte er die Prüfungen zum Rettungsschwimmer erfolgreich ab, sagt Maier. „Er hat sich mit voller Kraft in der Ortsgruppe engagiert“, heißt es vonseiten seiner Kameraden. Auch sein aktiver Einsatz kam nicht zu kurz. So war er unter anderem bei der Auffindung der Leiche eines amerikanischen Hubschrauberpiloten in 62 Meter Tiefe des Starnberger Sees dabei. Für diesen Einsatz wurde Menzel, gemeinsam mit seinen fünf Kameraden, zum Ehrenmitglied der achten US „Infantry Division“ ernannt – einer der ältesten und traditionsreichsten Großverbände der US-Streitkräfte.

Verdienstmedaille in Silber

Und auch sonst fand Menzels Arbeit viel Anerkennung. So erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, Ehrennadeln und Urkunden der Ortsgruppe und der Kreiswasserwacht. Außerdem wurde ihm die Verdienstmedaille in Silber durch den Freistaat Bayern verliehen. Auch beruflich war Hans Menzel erfolgreich, erst als Kfz-Mechaniker, später als selbstständiger Masseur. Und das alles, ohne seine Aufgaben als Gerätewart und als stellvertretender Stützpunktleiter Baierbach zu vernachlässigen.

Zuverlässig, humorvoll und feinsinnig

Der Vorsitzende Franz Maier beschreibt Menzel als einen „unermüdlichen Wasserwachtler“, als „zuverlässigen, humorvollen, aber auch feinsinnigen Kamerad, Freund und Menschen“. Die Beerdigung hat im engsten Familienkreis im städtischen Friedhof in Rosenheim stattgefunden. Menzel hinterlässt seine Frau Marion, zwei Töchter und vier Enkelkinder.

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