Rosenheim: Nachruf auf Schwester Ulrike Weiss

Schwester Ulrike Weiss
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Schwester Ulrike Weiss

Eine Woche vor ihrem 88. Geburtstag verstarb in Bad Feilnbach Schwester Ulrike Weiss, welche vielen Rosenheimern durch ihre Tätigkeit beim Hauskrankenpflegeverein bekannt war.

Rosenheim/Bad Feilnbach − Schwester Ulrike war eine überaus gütige Frau. Ihr heiteres Wesen und ihr ausgeprägtes Einfühlungsvermögen in die Nöte anderer Menschen war für viele Alte und Kranke und alle, welche ihr begegneten, Hilfe und Trost. Auch im Konvent ihrer Ordensgemeinschaft war sie stets die gute Seele, welche bei Bedarf immer für Ausgleich sorgte.

Gelernte Kindergärtnerin

Schwester Ulrike war gelernte Kindergärtnerin. Sie arbeitete in verschiedenen Orten und war nach Beendigung ihrer beruflichen Tätigkeit vom Jahr 2000 bis 2011 im Konvent der Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen im Rosenheimer Hauskrankenpflegeverein für Arbeiten in Küche und Haus eingesetzt. Ihr Wirkungskreis reichte aber weit darüber hinaus, weil sie in ihrer kontaktfreudigen Art die Nähe zu Menschen suchte.

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Allein zu Hause bleiben, während die Mitschwestern im ambulanten Pflegedienst unterwegs sind, das war Schwester Ulrike zu wenig. Hauptsächlich besuchte sie dann Langzeitkranke oder wer sonst gerade Hilfe benötigte zu Hause.

Weiss arbeitete im Altenheim des Klosters in Bad Feilnbach

Die Niederlassung der Vierzehnheiligen-Schwestern in Rosenheim wurde 2011 aufgelöst. Schwester Ulrike ging mit ihrer Mitschwester Agnella Häfner ins Altenheim des Klosters in Bad Feilnbach. Von dort konnte sie die Verbindung mit lieb gewonnenen Menschen weiter pflegen. Aber Schwester Ulrike wäre nicht Schwester Ulrike gewesen, wenn sie nicht neue Kontakte gepflegt hätte. Nahezu jede Minute widmete sie sich einer Aufgabe, einem Menschen oder dem Gebet.

Heilige Messe in St. Nikolaus

Während eine Mitschwester an ihrem Todestag bei ihr am Krankenbett das Morgenlob betete, starb sie, und es war wohl so, wie Joseph von Eichendorff dichtete: „Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.“

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Am Sonntag, 13. September, wird um 8 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus eine Heilige Messe für die Verstorbene aufgeopfert.

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