46 Jahre lang Mesnerin

Rosenheim: Nachruf auf Resi Hehensteiger - die gute Seele von St. Stephanus in Aising

Resi Hehensteiger.
+
Resi Hehensteiger.
  • vonMartin Aerzbäck
    schließen

Resi Hehensteiger war 46 Jahre lang als Mesnerin die „gute Seele“ der Filialgemeinde St. Stephanus in Aising. Jetzt ist sie im Alter von 86 Jahren gestorben. Ein Nachruf.

Rosenheim/Aising – Voller Überzeugung und mit großer Schaffenskraft hegte und pflegte sie das Gotteshaus im Rosenheimer Süden bis ins hohe Alter. Versehen mit den heiligen Sterbesakramenten ist sie nun friedlich eingeschlafen.

1958 Heirat mit Sepp Hehensteiger

Geboren 1934 in Linden heiratete sie 1958 Sepp Hehensteiger und in das Schustermarx-Anwesen ein, wo sie in unmittelbarer Nachbarschaft zum spätgotischen Gotteshaus ihre Heimat fand. Bis zu dessen Ableben im Jahr 2013 versahen die beiden den Mesnerdienst zusammen.

Lesen Sie auch:Nachruf auf Anton Neudecker aus Oberbergkirchen

Blumenschmuck an Feiertagen

Hehensteiger sorgte dafür, dass die Kirche stets blitzblank geputzt, liebevoll gepflegt und an den Feiertagen mit einem Blumenschmuck versehen war, der sich sehen lassen konnte. Das Patrozinium am Stephanitag lag ihr jedes Jahr besonders am Herzen.

Segnung nur Orgel war einer ihrer Höhepunkte

„Legendär war immer das gemeinsame Christbaumaufstellen, dem sogleich das Schmücken folgte“, erinnern sich einige Aisinger. Weitere Höhepunkte in „ihrer“ Kirche waren die Segnung der neuen Orgel, der unzählige Arbeitsstunden vorausgegangen waren, sowie die Primiz von Siegfried Schöpf.

Ehrenurkunde erhalten

Für ihr außergewöhnliches Engagement hat sie schließlich die „Ehrenurkunde für treue Dienste im Hause des Herrn“ samt Ehrennadel von Erzbischof Rainhard Kardinal Marx erhalten.

Lesen Sie auch:Nachruf auf Ludwig Bründl

Mit selbstlosem Einsatz engagierte sie sich zudem viele Jahre lang bei den Pfarrsenioren und organisierte nicht nur Ausflüge und Tagesfahrten, sondern auch zahlreiche andere Zusammenkünfte und Veranstaltungen.

Gern gesehen im Aisinger Dorfladen

Ihr tatkräftiger Einsatz in vielen Bereichen, über Jahrzehnte hinweg zusammen mit ihren Ehemann Sepp, und ihre Fürsorge sorgten dafür, dass sie im Aisinger Dorfleben stets gerne gesehen und angesehen war. In der Zusammenarbeit mit Generationen von Ministranten und Priestern kam stets ihr inneres Anliegen zum Tragen, St. Stephanus zu einem Mittelpunkt des Glaubens und der Hoffnung zu machen.

Treue Verbundenheit

„Von Herzen möchte ich Frau Hehensteiger für ihren Einsatz und ihre treue Verbundenheit mit unserer Filialkirche St. Stephanus danken“, so Domkapitular Dekan Daniel Reichel, Pfarrer der Stadtteilkirche-Am Wasen.

Kommentare