Rosenheim: Nachruf auf Herbert Greiner

Herbert Greiner
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Herbert Greiner

Rosenheim hat eine seiner „Sehenswürdigkeiten“ und damit ein Original verloren, denn der „Lederhosenwascher“ Herbert Greiner aus dem Rosenheimer Stadtteil Kastenau ist im Alter von 74 Jahren plötzlich verstorben.

Rosenheim – In dem Buch „111 Orte in Rosenheim und im Inntal, die man gesehen haben muss“ wird über ihn berichtet. Zum Lederhosenwaschen kam der gebürtige Münchener und pensionierte Vermögensberater, weil er nicht hinnehmen wollte, dass die Hirschlederne seines Urgroßvaters hart und unansehnlich geworden war und nur noch zu Dekorationszwecken im Haus verwendet wurde. Durch langes und stetiges Ausprobieren hatte er sich ein Wissen erworben, wie man beim Waschen von Lederhosen mit Regenwasser und Schmierseife, vor allem aber durch die entsprechende mechanische Behandlung, beste Ergebnisse erzielen konnte. Nachdem Zeitschriften und Magazine davon berichteten, kamen in den vergangenen Jahren Menschen aus der ganzen Welt in die Kastenau, um sich ihre Lederhosen waschen zu lassen. Ansonsten war es ruhiger um ihn geworden. Früher war er sowohl bei den Schützen, beim Siedlerbund, beim Theater und im Fasching gern dabei. Im Kreis der Familie wurde er auf dem Rosenheimer Friedhof beerdigt. hm

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