Rosenheim entscheidet, dass der Friedhof mehr gepflegt wird und wer das bezahlen soll

Der städtische Friedhof in Rosenheim soll verschönert werden. Ziel der Stadträte ist es jedoch, dass sich die Grabnutzungsgebühren dabei nicht erhöhen.
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Der städtische Friedhof in Rosenheim soll verschönert werden. Ziel der Stadträte ist es jedoch, dass sich die Grabnutzungsgebühren dabei nicht erhöhen.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
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Die CSU-Stadtratsfraktion fordert in einem Antrag die Verwaltung auf, die Pflege des städtischen Friedhofes zu intensivieren. Die Grabnutzungsgebühren sollen dabei jedoch nicht ansteigen.

Rosenheim – Der städtische Friedhof soll verschönert werden. Neu ist diese Idee nicht. Bereits in der Vergangenheit wurde der Zustand des Friedhofes mehrfach in den Ausschüssen diskutiert. Unter anderem kürzlich, als über alternative Bestattungsformen beraten wurde. Jetzt schaffte es das Thema erneut auf die Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses. Anlass war ein Antrag der CSU, in dem die Fraktion die Verwaltung aufforderte, die Grünpflege des Friedhofs zu intensivieren, ohne dabei die Grabnutzungsgebühren zu erhöhen.

Friedhof soll gepflegter Parkanlage ähneln

Ziel sei es, so heißt es in dem Antrag, das Erscheinungsbild des Friedhofes „in Richtung einer gepflegten Parkanlage“ zu verbessern. Eine Intensivierung der Pflege sei notwendig, da es aufgrund der veränderten Bestattungsgewohnheiten immer mehr freie Flächen gebe. So nähmen unter anderem die Zahl und der Anteil der Urnenbestattungen kontinuierlich zu. Zudem würden Rosenheimer Bürger – teils aus Kostengründen, teils aufgrund neuartiger Friedhofskonzepte – immer öfter auf Friedhöfen im Rosenheimer Umland bestattet, heißt es in dem CSU-Antrag.

25 Prozent der anfallenden Kosten soll die Stadt tragen

Die zunehmenden Freiflächen müssten jetzt gepflegt werden. 25 Prozent der dadurch anfallenden Kosten sollten, so heißt es in dem Antrag, von der Stadt getragen werden.

Die Stadtverwaltung vermutet einen Anstieg der Kosten von 243.000 Euro auf 325.000 Euro. Demnach müssten rund 81 000 Euro aus den Haushaltsmitteln finanziert werden. Angesichts der angespannten Finanzsituation keine leichte Entscheidung. Die Stadträte jedoch stimmten dem Antrag einstimmig zu. Stadtrat Daniel Artmann (CSU) sprach von einem „vernünftigen Kompromiss“.

OB will Friedhof ansehnlicher machen

Oberbürgermeister Andreas März (CSU) sagte, Ziel sei es, den Friedhof ansehnlicher zu machen und ihn in einen „parkähnlichen Zustand“ zu bringen. „Wir müssen eine Aufenthaltsqualität für die Besucher schaffen“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler/UP, Robert Multrus. Franz Opperer, der Fraktionsvorsitzende der Grünen, sagte, man müsse außerdem die Biodiversität steigern. Generell befürworte er aber den CSU-Antrag, auch weil er „in die richtige Richtung geht“.

Kein „steriler englischer Rasen“

Sein Fraktionskollege Franz Lukas (Grüne) sagte, dass der städtische Friedhof „keineswegs unansehnlich“ ist. Er regte an, statt „sterilen englischen Rasen auch auf Blumenwiesen“ zu setzen.

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