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Ein Schildbürgerstreich? Rosenheimer kritisiert Fahrradständer auf Autoparkplatz

Sucht nach einer Erklärung: Ernest Krapfl kann nicht verstehen, warum dieser Fahrradständer auf einem Parkplatz steht.
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Sucht nach einer Erklärung: Ernest Krapfl kann nicht verstehen, warum dieser Fahrradständer auf einem Parkplatz steht.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Die neu aufgestellten Fahrradständer im Stadtgebiet kommen bei vielen Bürgern gut an. Nur ein Stellplatz auf dem Ludwigsplatz sorgt für Kopfschütteln. Jedenfalls bei einem Rosenheimer.

Rosenheim – Ernest Krapfl (73) bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Aber über die Situation am Ludwigsplatz in Rosenheim ärgert er sich auch Tage später noch. „Der Fahrradständer dort gibt mir ein Rätsel auf“, sagt er am Telefon. Besagte Abstellmöglichkeit befindet sich nämlich auf einem Parkplatz.

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Für Ernest Krapfl ein Unding. „Damit gehen der Stadt einige Hundert Euro oder mehr an Parkgebühren im Jahr verloren“, kritisiert der 73-Jährige. Er fürchtet, dass sich viele nicht trauen werden, ihr Fahrrad dort abzustellen, eben weil es sich um einen Autoparkplatz handelt.

Ein Schildbürgerstreich?

Krapfl bezeichnet die Situation als Schildbürgerstreich. Er will wissen, wer dafür verantwortlich ist, fordert denjenigen auf, „für die verlorenen Parkgebühren privat aufzukommen“. „Damit sich in Zukunft so ein Schwachsinn nicht mehr wiederholt“, sagt er.

1000 zusätzliche Fahrradständer

Die Stadt nimmt die Kritik zwar zur Kenntnis, weist im gleichen Atemzug aber daraufhin, dass der Stadtrat mit dem Radentscheid beschlossen hat, 1000 zusätzliche Fahrradständer aufzustellen.

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„Dies erfolgt zum Teil durch die Umwandlung von Kfz-Stellplätzen“, heißt es aus dem Rathaus.

29 Autoparkplätze fallen weg

In der Innenstadt werden 350 zusätzliche Fahrradständer aufgestellt, dafür fallen 29 Autoparkplätze weg. „Da in den Parkhäusern ausreichend Stellplätze vorhanden sind, wird der Wegfall dieser Parkplätze als verträglich angesehen“, teilt die Stadt auf Nachfrage mit.

Radfahrer fördern, heißt auf Stellplätze verzichten

Zumal man das Radfahren eben nur dann fördern könne, wenn man bereit sei, auf Stellplätze zu verzichten. Vorhandene öffentliche Abstellflächen könnten nicht „sowohl als auch“ genutzt werden, sondern nur „so oder so“. Und für den Ludwigsplatz bedeutet das eben Fahrradständer statt Autoparkplatz.

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