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Rosenheimer KINOPOLIS-Leiterin im OVB-Interview

Konkurrenz durch Open-Air-Kinos und Streamingdienste: Stirbt das „klassische“ Kino aus?

Die Betriebsleiterin Janet Breucker des KINOPOLIS in Rosenheim.
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Die Betriebsleiterin Janet Breucker des KINOPOLIS in Rosenheim.
  • VonJulian Baumeister
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Erst Corona, dann die Sommermonate mit vielen Freizeitmöglichkeiten sowie die Konkurrenz durch Netflix, Disney+ und Co.: Die Kinos scheinen derzeit keinen einfachen Stand zu haben. Im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen spricht die Betriebsleiterin des KINOPOLIS Rosenheim Janet Breucker über die Besucherzahlen im Sommer, die Möglichkeiten im Konkurrenzkampf und die Filmhöhepunkte, die 2022 noch in die Kinos kommen.

Frau Breucker, was macht das klassische Kino für Sie besonders?

Janet Breucker: Bei uns können sich die Gäste aus dem Alltag in fremde Welten entführen lassen. Oder auch einfach nur eine schöne Zeit mit Freunden oder der Familie verbringen. Nur glückliche Gesichter verlassen unser Kino.

Und was war Ihr letzter Film im Kino?

Janet Breucker: Das war „Chase“ mit Gerald Butler im August auf der Filmmesse in Köln.

Schauen Sie auch zuhause viele Filme?

Janet Breucker: Eher weniger, da ich ein Fan von großen Leinwänden und gutem Ton bin. Und das gibt es so richtig nur im Kino.

Wir haben Sommer, ist da im Kino überhaupt etwas los?

Janet Breucker: Im Sommer hängt es sehr von dem Filmangebot und von dem Wetter ab, ob und wie viele Menschen ins Kino gehen. Was auffällig ist, dass die Verfilmungen der Rita Falk Romane von Constantin Film, die regenmäßig im Sommer erscheinen, ein Besuchermagnet sind. Darauf ist seit Jahren Verlass.

Sind da Open-Air-Kinos in den Sommermonaten eine große Konkurrenz für die „klassischen“ Kinos?

Janet Breucker: Nein, das glaube ich nicht. Das verteilt sich ganz gut.

Ist ein großer Unterschied bei den Besucherzahlen zwischen den Jahreszeiten festzustellen?

Janet Breucker: Natürlich sind die Besucherzahlen in den Herbst- und Wintermonaten etwas stärker, da es nicht so viele Outdoor-Freizeitangebote in dieser Zeit gibt.

Konkurrenz durch Streamingdienste

Gehen die Besucherzahlen in den letzten Jahren durch Netflix und Co. generell zurück?

Janet Breucker: Das kann man so sagen ja. Es gibt hier sicherlich eine Segmentverschiebung in Richtung der Streamingdienste.

Kann man als Kinobetreiber dagegen etwas unternehmen oder ist man machtlos?

Janet Breucker Unser Ziel ist es, dem Kunden ein tolles Gemeinschaftserlebnis zu bieten. Dazu investieren wir regelmäßig in unser Kino wie zum Beispiel mit einer neuen Premiumbestuhlung oder auch neuen Tonsystemen. Wir gehen hier immer mit der neuesten Technologie mit. Denn unser Ziel ist es, dem Gast zu vermitteln, dass sowohl traurige als auch lustige Filmmomente zusammen mehr Spaß machen. Wirkliche Emotionen kann nur ein Kino!

Apropos lustig, heuer ist der neue der Film „Guglhupfgeschwader“ erschienen. War er ein Erfolg?

Janet Breucker: Dieser Film war und ist ist in der Region ein Publikumsmagnet für Jung und Alt. Er gehört auf jeden Fall zu den Top Drei-Filme der vergangenen Zeit.

Welche Filme gehören da noch dazu?

Janet Breucker: Die bisher meistgesehensten Filme waren „Top Gun“, „Minions“ und „Guglhupfgeschwader“.

Großer Ansturm nach Corona

Wie groß war der Ansturm bei Ihnen, als Sie nach der Corona-Pause wieder öffnen konnten?

Janet Breucker: Groß, sogar viel größer als erwartet. Auch hier spielt natürlich mit rein, dass zur Eröffnung der neue „James Bond“ angelaufen ist. Der hat die Leute ins Kino gelockt.

Auf welche Filme können sich den Kinoliebhaber in diesem Jahr noch freuen?

Janet Breucker: Erstmal dürfen sich die Rosenheimer auf das deutschlandweite „Kinofest“ am 10. und 11. September freuen. An diesem Wochenende kostet jeder Film fünf Euro. Ansonsten wird es im Herbst ein ausgewogenes Filmangebot geben. So kommt heuer noch der neue Film „Lieber Kurt“ von Til Schweiger oder eine eine romantische Komödie „Ticket ins Paradies“ mit Julia Roberts und George Clooney. Und am Jahresende kommt mit „Avatar: The Way of Water“ noch die Fortsetzung des erfolgreichen ersten Teils in die Kinos. Aber auch Mavrel hat im November mit der Fortsetzung „Black Panther: Wakanda Forever“ etwas zu bieten. Darüber hinaus kommen auch Horrorfreunde mit „Smile“ und „Tausend Zeilen“ mit Elias M`Barek auf ihre Kosten. Und natürlich vervollständigen unser Programm die Live-Übertragungen der Royal Opera aus London mit Oper und Ballet.

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