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„Kino-Kultur-Woche“ beginnt am 24. Juni

Kinogenuss unter freiem Himmel – Das wird Cineasten jetzt am Rosenheimer Salzstadel geboten

Ein Bild aus den Vorjahren: Hunderte von Menschen nutzen das kostenlose Angebot der Kino-Kultur-Woche am Salzstadel.
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Ein Bild aus den Vorjahren: Hunderte von Menschen nutzen das kostenlose Angebot der Kino-Kultur-Woche am Salzstadel.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Rosenheim – Ab Freitag (24. Juni) heißt es am Salzstadel in Rosenheim wieder „Film ab“. Dann startet die Kino-Kultur-Woche, zu der ein elfköpfiges, ehrenamtliches Team wieder spannende Streifen herausgesucht hat, unter freiem Himmel mit dem Film „Mit dem Rückwärtsgang nach vorne“. Was die Besucher erwarten können, was Kino so besonders macht und ob Streamingangebote den Tod der Kinos bedeuten könnte, dazu hat Bastian Schröger, einer der Organisatoren, im Interview Stellung genommen.

Was macht Outdoor-Kino so besonders?

Bastian Schröger: Das Outdoor-Kino geht in gewisser Weise wieder zurück in die Zeit, als Rosenheim noch Kinostadt war. Es gab zwar noch keine Open-Air-Kinos, aber das ganze war auch ein Gruppenerlebnis. Zwangsläufig wenn man so will. Denn wenn man ins Kino wollte, musste man schon Stunden vorher da sein, um eingelassen zu werden. Und genau das bieten wir auch wieder. Die Leute kommen einfach schon vorher und kommen ins Gespräch, tauschen sich aus und haben einen schönen Abend. Außerdem werden Filme für die große Leinwand gemacht. Dabei gehört auch ein optimal abgemischter Ton und Bass dazu. Das macht Open-Air-Kino für uns aus.

Wie laufen die Vorbereitungen?

Schröger: Ganz schön stressig und kurzfristig, da wir ja fast 1,5 Monate eher dran sind und somit weniger Zeit für die Planungen hatten. Jeder im Verein hat ja auch noch einen Hauptberuf, da das Kino ja nur ein Ehrenamt ist. Dazu kommen Lieferverzögerungen und Materialengpässe, wie wir beispielsweise bei unserem neuen Leinwandgestell gesehen haben. Aber bisher läuft alles nach Plan und wir freuen uns auf die Eröffnung am Freitag.

Wie entscheidet Ihr, welche Filme gezeigt werden?

Schröger: Filmvorschläge der Mitglieder und auch von Außen werden zusammengetragen und dann schaut man erst mal, welche Filme vom Verleih für freien Eintritt zu bekommen sind. Dann überlegen wir, was zusammen passt. Das Programm soll ja nicht einseitig sein. Wir sind weder eine Mainstream- noch ein Dokumentarfilm-Fest. Dann wollen wir natürlich auch noch Filmgespräche und ein Vorprogramm bieten. So in etwa reimt sich das Programm dann zusammen. Und bis man dann die Zusagen der Verleiher und Bestätigungen hat, vergehen meistens mehrere Wochen.

Wie aufwendig ist es, an diese Filme ranzukommen beziehungsweise was muss alles beachtet werden?

Schröger: Zuerst einmal müssen wir den Open-Air-Kino-Status beim Verband der Deutschen Filmverleiher beantragen. Dann geht’s weiter mit der Frage, wer der Rechteinhaber ist. Die Beschaffung des Mediums über den Verleih gehört auch dazu. Und dann kommt halt das ganze Finanzielle noch hinzu.

Ist Kino aufgrund von Netflix und Co. vom Aussterben bedroht?

Schröger: Nein das glaube ich nicht, auch wenn leider einig Kinos die pandemiebedingten Schließungen nicht überstanden haben und auch unsere regionalen Kinos dadurch große Probleme hatten. Die aktuellen Kinozahlen mit Sondervorstellungen und Co. zeigen genau das. Kino ist „Urlaub für Stunden“ und Abschalten ist garantiert.

Ein eingespieltes Team: (von links) Christian Anner, Fabian Dandlberger und Bastian Schröger.

Was macht das Open-Air-Kino am Salzstadel so besonders?

Schröger: Es ist ganz einfach unser Wohnzimmer. Für neun Abende sind wir der größte Kinosaal der Stadt und das schon seit über zehn Jahren. Mittlerweile ist es dort auch schön grün zwischen Palmen und Sträuchern. Fast schon wie in einer Stadtoase.

Auf welche Höhepunkte können sich die Besucher freuen?

Schröger: Beispielsweise auf Besuche von Filmschaffenden mit interessanten Filmgesprächen. An einem Abend werden wir – passend zum Film – einen DJ da haben.

Wird es auch wieder Essens- und Getränkeangebote geben?

Schröger: Selbstverständlich wird es wieder kalte Getränke, Bier, Wein, Gemixtes und Kaffeespezialitäten von lokalen Brauereien und Röstereien geben. Dazu unser hausgemachtes Spezial-Popcorn, Nachos und Co. Unter anderem über den Verkauf an unserer Filmbar und am Caféwagen finanzieren wir die Veranstaltung.

Warum sollten die Besucher in der kommenden Woche zum Salzstadel kommen?

Schröger: Um einen leichten und unbeschwerten Kinoabend mit einem abwechslungsreichen Programm zu erleben. Im größten Kinosaal der Stadt bei Freunden.

Und was ist, wenn das Wetter nicht mitspielt?

Schröger: Sollte es tagsüber regnen, abends aber trocken sein, dann spielen wir natürlich. Sollte das Wetter unbeständig sein, aber bei Filmbeginn trocken, dann ziehen wir es soweit möglich durch. Dann sollten die Besucher am besten einen Regenschirm oder eine Regenjacke mitbringen. Genauere Infos bei unbeständigen Wetter gibt es auf unserer Homepage oder auf Instagram und Facebook.

Das Programm im Überblick

Die Kino-Kultur-Woche am Salzstadel in Rosenheim findet von Freitag, 24. Juni, bis Samstag, 2. Juli, statt. Filmbeginn ist bei Einbruch der Dunkelheit, die Bewirtung beginnt ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es gibt folgendes Programm:

  • Freitag, 24. Juni: Mit dem Rückwärtsgang nach vorn
  • Samstag, 25. Juni: High Fidelity
  • Sonntag, 26. Juni: Verstehen Sie die Béliers?
  • Montag, 27. Juni: Musica Cubana
  • Dienstag, 28. Juni: Ich bin dann mal weg
  • Mittwoch, 29. Juni: Kurzfilm-Abend
  • Donnerstag, 30. Juni: Verplant
  • Freitag, 1. Juli: Willkommen bei den Hartmanns
  • Samstag, 2. Juli: Die Känguru-Chroniken

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