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rosenheim24.de war in der Innenstadt unterwegs

„Sensationell“ oder „Blödsinn“? Das sagen Rosenheimer zur Aufhebung der Maskenpflicht

Seit dem 19. Februar ist die Maskenpflicht in der Rosenheimer Innenstadt vorerst Geschichte. Und diese Momentaufnahme zeigt, die Menschen nutzen das schöne Wetter.
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Seit dem 19. Februar ist die Maskenpflicht in der Rosenheimer Innenstadt vorerst Geschichte. Und diese Momentaufnahme zeigt, die Menschen nutzen das schöne Wetter.
  • Sebastian Aicher
    VonSebastian Aicher
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Am vergangenen Freitag wurde in der Rosenheimer Innenstadt die Maskenpflicht teilweise aufgehoben. rosenheim24.de hat mit Passanten über ihre Meinung zur Maskenpflicht und anderen Corona-Regeln gesprochen.

Rosenheim - Die Stadt scheint wieder zum Leben zu erwachen. Die Straßen werden voller, die Parks sind gut besucht. Die Stimmung ist gelassen. Am Freitag ist mit dem guten Wetter auch teilweise die Maskenpflicht in Rosenheim aufgehoben worden. Was auffällt: die Masken sind relativ schnell aus dem Stadtbild verschwunden, die Schilder jedoch nur abgeklebt. Unsere Redaktion war unterwegs und hat Passanten nach ihren Gedanken zum Wegfall der Maskenpflicht gefragt.

Eine Passantin vor dem Marc O´Polo-Geschäft zeigt sich erleichtert: „Es ist einfach angenehmer ohne die Masken. Das Problem ist, wir sind in dem Sinne auch keine Experten, was dieses Thema betrifft.“ Sie ist aber weiterhin für die Sicherheitsmaßnahmen in Sachen Corona. „Ich habe mich in der Zeit auch mit meinen zwei Freundinnen getroffen, aber wir haben immer Abstand zueinander gehalten“, so die Dame aus Bad Feilnbach.

Maskenpflicht teilweise verwirrend

Franz hingegen sitzt auf einer Bank auf dem Max-Josef-Platz mit seinem frisch reparierten Fahrrad und erzählt: „Die Maskenpflicht hat durchaus ihren Sinn, aber es ist übertrieben und teilweise widersprüchlich. Die Menschen haben entweder ihre Masken nicht richtig auf oder der Abstand wird in Geschäften nicht eingehalten.“ Er selbst findet es gut, dass die Maskenpflicht in der Stadt aufgehoben worden ist.

„Es ist entspannter und angenehmer. Man wusste irgendwann auch nicht mehr, wo man sie tragen soll oder nicht. Zudem denkt man nicht immer daran, eine zu tragen.“ Er selbst hofft, dass Corona so schnell wie möglich vorbei ist, glaubt aber, dass es noch eine Weile dauern wird.

„Masken in der Stadt sind Blödsinn“

Ein weiterer Herr und seine Frau haben zum Thema Maskenpflicht eine klare Meinung: „Masken in der Stadt sind Blödsinn! Geschäfte haben sowieso nicht offen, da ist auch nichts los in der Stadt.“ Besonders leid tun den beiden aber vor allem die Kinder. Diese leiden laut der Frau am meisten darunter.

Die Frau vermisst die Treffen in ihrer Sportgruppe, den Restaurant- und den Kinobesuch. Ihren Garten in Österreich konnte sie auch schon länger nicht besuchen. Wenn die Maskenpflicht in der Stadt wieder eingeführt werden sollte, werden die beiden wahrscheinlich keine Maske tragen und die Stadt meiden.

Ein Interviewpartner mit Kaffee und einem Snack in der Hand. Gerne äußerte er sich über die wegfallende Maskenpflicht.

Viele Zweiergruppen im Riedergarten

Im Riedergarten traf unsere Redaktion vermehrt auf Zweiergruppen. Eine zahnmedizinische Fachangestellte befürwortet ebenfalls die weggefallene Maskenpflicht, da sie aus ihrem Beruf weiß, dass diese auf Dauer für die Lunge durch die einhergehenden Beeinträchtigung beim Atmen (Kurzatmigkeit) gesundheitsschädlich sein können.

„Ich bin um jede maskenfreie Zone dankbar“, so die Bad Feilnbacherin. Sie wünscht sich für die Zukunft, dass die Regierung achtsamer mit den Maßnahmen umgeht und diese genauer durchdenkt. „Schließlich wird uns Corona noch eine Zeit lang begleiten und wir müssen lernen, damit zu leben.“

Auch zwei junge Mädels sind begeistert, in ihrer Mittagspause wieder unbeschwert ohne Maske raus zu können. Eine 25-Jährige zeigt sich sichtlich erleichtert, da sie ohnehin mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hat. Ihre 22-jährige Freundin fügte hinzu, wie gern sie dieses Jahr wieder reisen wollen würde, „weil es schlimm ist, wenn man nicht mehr rauskommt“. Beide haben gehofft, dass es dieses Jahr besser wird, dennoch kommen aufgrund der Impf-Schwierigkeiten und immer häufiger auftretenden Mutationen Zweifel auf. Sie sind trotz alledem zuversichtlich, im Sommer wieder mit Freunden Essen zu gehen und in kleineren Gruppen unterwegs zu sein.

Weggefallene Maskenpflicht sei „sensationell“

Eine Rentnerin aus Raubling war das erste Mal seit langem in der Stadt „auf einen Kaffee und einen Plausch mit einer Freundin“. Ihre Antwort auf die Frage, wie sie die weggefallene Maskenpflicht finde, war eindeutig: „Sensationell!“

„Sensationell“ fand die Rentnerin auf der Bank im Riedergarten die weggefallene Maskenpflicht. Sie traf sich zum ersten Mal seit langem mit einer Freundin in der Stadt.

Mit großer Freude erzählte sie, dass es Vorteile mit sich bringt, ohne Maske im Gesicht unterwegs zu sein. „Die Maske und Corona sind generell schon schlimm und so kommen wir ein Stückchen näher zurück zur Normalität“.

Des Weiteren betont sie, wie gerne sie wieder ihren 450-Euro-Job auf der Messe ausüben wollen würde, denn sie habe bereits zu Hause „alle Papiere sortiert“ und nichts mehr zu tun. „Mein größter Wunsch für 2021 ist es, wieder in den Urlaub fahren und mit Freunden den Biergarten genießen zu können“, so die Raublingerin.

an, ms und jk

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