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Von Achterbahnen bis Geisterbahnen

Mit 90 km/h kopfüber zu Boden: Wie gut sind die Fahrgeschäfte auf dem Herbstfest? Der OVB-Test

OVB-Praktikantin Leonie van der Vorst macht den Fahrgeschäfts-Test auf dem Herbstfest Rosenheim.
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OVB-Praktikantin Leonie van der Vorst macht den Fahrgeschäfts-Test auf dem Herbstfest Rosenheim.
  • Julian Baumeister
    VonJulian Baumeister
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Achterbahnen, Geisterbahnen und jede Menge Karusselle: Auf dem Rosenheimer Herbstfest ist für jeden etwas dabei. Doch halten die Attraktionen und Fahrgeschäfte auch das, was sie versprechen? Eine OVB-Praktikantin hat es getestet.

Rosenheim – Noch sitzt sie ganz entspannt da. Einen Arm hat sie lässig auf dem Sicherheitsbügel abgelegt. Doch in wenigen Sekunden wird sich das ändern. Dann wird OVB-Praktikantin Leonie van der Vorst über 20 mal in der Minute um die eigene Achse gewirbelt.

Die 18-Jährige hat fünf Fahrgeschäfte auf dem Rosenheimer Herbstfest getestet. Darunter auch die spektakuläre Neuheit in diesem Jahr: Der „Gladiator“.

Über fünf Minuten Fahrzeit

Die Fahrt mit dem „Gladiator“ ist nichts für schwache Nerven.

Der Test beginnt im „Circus Circus“ von Thomas Gründler. Der Schausteller aus Düsseldorf ist heuer zum ersten Mal in Rosenheim. Sein Karussell besteht aus drei „Armen“ an denen jeweils drei Gondeln hängen, die sich ebenfalls bei hoher Geschwindigkeit knapp über dem Boden im Kreis drehen. „Na dann mal los, ab geht die Maschine. Bringen wir Schwung in die Kiste“, tönt es aus den Lautsprechern. Passend dazu läuft im Hintergrund das Lied „Dopamine“ von „Disco Purple Machine“ und heizt die Stimmung der Fahrgäste weiter an.

Nach rund fünf Minuten ist das „Herumgewirbel“ vorbei. „Die Fahrzeit ist genial“, fällt Leonies erstes Fazit aus. „Die ganzen Drehungen und Richtungswechsel sorgen für coole Adrenalin-Kicks. Es ist turbulent.“ Man fühle sich wie in einer Art Rausch, da man durch die Geschwindigkeit die Außenwelt nur verschwommen sehe, sagt Leonie und lacht. Eine Fahrt mit dem „Circus Circus“ kostet 2,50 Euro.

Nichts für schwache Mägen

Der „XXL Höhenrausch“ .

Das nächste Fahrgeschäft auf dem Programm ist der „XXL Höhenrausch“ von Anja Goetzke. Die 40 Meter hohe pendelartige Schaukel katapultiert die 20 Fahrgäste von links nach rechts – teilweise sogar kopfüber. Bereits beim Anstehen fällt auf: Das Fahrgeschäft ist beliebt. Die Warteschlange ist deutlich länger als bei anderen Attraktionen auf dem Herbstfest. Für einmal „Schaukeln“ werden 3,50 Euro fällig.

Nach rund 15 Minuten in der Schlange geht es los. „Völlig losgelöst von der Erde“, hallt es aus den Boxen. Nach drei Minuten „landet“ die XXL-Schaukel wieder. „Das war heftig“, sagt Leonie beim Aussteigen, „der Schwung und der Fahrtwind sind richtig cool. Vor allem, weil sich auch die Gondel selbst dreht.“ Für Menschen, denen schnell schlecht wird, sei die Fahrt aber nichts. „Das Beste ist der Moment, wenn man so hoch oben kopfüber ist. Da hat man bisschen das Gefühl von Schwerelosigkeit.“

Weiter geht der Test in der „Wilden Maus“ von Renate und Peter Münch – dem „Klassiker“ unter den Achterbahnen. Eine Fahrt auf der rund 20 Meter hohen und 370 Meter langen Bahn kostet drei Euro und dauert knapp zwei Minuten. „Schon cool, aber bisschen kurz“, sagt die OVB-Praktikantin. Die Abfahrten – immerhin mit 50 km/h – und die Kurven seien aber schon „krass“. Man fahre auf den Abgrund zu und werde kurz vorher herumgerissen“, sagt sie. Aus diesem Grund sei es auch besser zu zweit zu fahren, da man so besser abgefedert werde. „Es ist eine typische Achterbahnfahrt“, sagt Leonie.

Der „Gladiator“ ragt über 60 Meter in die Höhe.

Als Nächstes steht der „Gladiator“ von Schausteller Remco Kriek an. Schon von Weitem ist das Fahrgeschäft, dessen Mast über 60 Meter in den Rosenheimer Himmel ragt, zu sehen. An beiden Enden des Mastes sind zwei Gondeln befestigt, die sich um die eigene Achse drehen. „Ich habe da jetzt richtig Bock darauf“, sagt OVB-Praktikantin Leonie. Eine Fahrt im größten Looping-Karussell der Welt kostet 3,50 Euro.

Kopfüber in 60 Meter Höhe

Nach kurzer Wartezeit, die von ständiger House- und Techno Musik begleitet wird, geht es für die OVB-Praktikantin langsam nach oben. Bereits jetzt sind die ersten Schreie aus der Gondel zu hören. Am höchsten Punkt angekommen dann erst mal eine Pause – in luftiger Höhe. Die Fahrgäste der unteren Gondel müssen aussteigen. „Allein für den Ausblick da oben, lohnt sich die Fahrt“, sagt Leonie später.

Danach geht es rund drei Minuten lang bei Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h rauf und runter und das immer wieder auch kopfüber. „Richtig, richtig cool. Was für ein Erlebnis, da würde ich sofort noch mal fahren“, zieht Leonie beim Aussteigen ihr Fazit.

Zum Abschluss geht es in die „Geister Villa“, einer Doppelstock-Geisterbahn, von Schausteller Molengraft-Sipkema. An der Fassade der Bahn hängen Spinnen und Eingeweide. Aus einem Lautsprecher kommt ein schrilles Gelächter. Es ist das erste Fahrgeschäft, bei dem Leonie skeptisch ist. „Das ist normal gar nicht meins“, sagt sie. Doch sie lässt sich überreden. Auch hier kostet eine Fahrt drei Euro und dauert knapp zwei Minuten. „Es war echt cool. Überall sind Leucht- und Windeffekte, und sogar Zombies sind zu sehen“, sagt die OVB-Praktikantin. Für den besonderen „Kick“ sorge die Geräuschkulisse in der Dunkelheit. „Trotzdem kann man das bedenkenlos auch mit Kindern fahren“, versichert Leonie.

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