Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Zusammen im kunterbunten Bürgerbus

Warum das „Bürgerhaus Miteinander“ endlich wieder mobil ist

Sponsoren vor dem neuen Bürgerbus: (von links) Sinan Tunc, Werner Pichlmeier, Maximilian Blätz, Swetlana Bohl, Thomas Vodermayer, Stephan Schmitt, Anton Heindl und Julia Dettke.
+
Sponsoren vor dem neuen Bürgerbus: (von links) Sinan Tunc, Inhaber von tunc Küche, Geschäftsführer der Sozialen Stadt Rosenheim Werner Pichlmeier, Maximilian Blätz, Inhaber Humanhome Civil Engineering, Swetlana Bohl, Inhaberin von Elegance Beauty, Thomas Vodermayer vom Autohaus Vodermayer, Stephan Schmitt, Steuer- und Rechtsanwaltskanzlei Schmitt & Suren, Anton Heindl, erster Vorsitzender vom Hauskrankenpflegeverein und Julia Dettke von Rotmilan Holzgestaltung.
  • Jennifer Beuerlein
    VonJennifer Beuerlein
    schließen

Bürgerbusse sorgen für Mobilität und werden ehrenamtlich geplant und betrieben. Das Angebot von Fahrmöglichkeiten kann zu bestimmten Zeiten fehlen, Gebiete werden nicht erreicht oder Zielgruppen nicht ausreichend berücksichtigt. Dank zahlreicher Sponsoren erhielt das Bürgerhaus Miteinander jetzt einen neuen Bürgerbus.

Rosenheim - Lange haben sie auf diesen Tag gewartet, jetzt ist er endlich eingetroffen: der neue Bürgerbus für das Bürgerhaus Miteinander. Die Organisation soziale Stadt Rosenheim betreibt drei Bürgerhäuser. Das Bürgerhaus Miteinander in der Lessingstraße 77, das Haus Happing in der Happinger Straße 83 und das Bürgerhaus E-Werk befindet sich in der Oberwöhrstraße 76.

Die Bürgerhäuser sorgen für wirtschaftliche und soziale Verbesserungen in den jeweiligen Stadtteilen. Somit fördern sie unterschiedliche Projekte und tragen unter anderem zur kulturellen Bildung von Schulen und Vereinen bei. Jedes dieser Häuser verfügt über einen eigenen Bürgerbus, doch für das Haus Miteinander musste ein Ersatz her. „Wir sind für unsere Projekte auf ein Auto angewiesen“, erklärt Werner Pichlmeier, Leiter der sozialen Stadt Rosenheim. „Doch wer sollte das finanzieren?“

Suche nach Sponsoren

Es gibt einiges zu beachten bei der Anschaffung eines Bürgerbusses, welcher ausschließlich von Werbung finanziert wird. Unter anderem die Suche nach Mitwirkenden, die das Projekt finanzieren. Laut Pichlmeier sei es vor einem Jahr nicht klar gewesen, ob das Bürgerhaus Miteinander in Rosenheim genug Sponsoren fand.

Dank 26 Werbepartner konnte jetzt ein neuer Bürgerbus angeschafft werden. Zu den Sponsoren zählen unter anderem die Zahnarztpraxis Beer, die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling und die Rosen Apotheke. „Wir sind sehr zufrieden, denn wir hätten uns selbst nicht mal ebenso ein neues Auto leisten können“, erklärt Pichlmeier.

„Der Bus ist einmalig und fällt auf“

Mit 26 Werbungen sei er der erste kunterbunte Bürgerbus in Rosenheim. „Der Bus ist einmalig und fällt auf“, so Pichlmeier. Von dieser Neuanschaffung haben alle Beteiligten einen Nutzen. „Das Bürgerhaus hat jetzt ein neues Transportmittel und gleichzeitig bekommen die Firmen eine tolle Werbung“, fährt Pichlmeier fort. Dies überzeugte auch Swetlana Bohl von Elegance Beauty bei dem Projekt mitzumachen. „Ich mache Werbung für mein Geschäft und parallel kann ich anderen Menschen helfen.“

Dies kann Anton Heindl, Vorsitzender vom Hauskrankenpflegeverein Rosenheim bestätigen: „Wir sammeln zweimal die Woche Menschen, die demenziell erkrankt sind, für die Nachmittagsbetreuung ein,“ sagt Heindl. Seit Jahren bekommen sie von der sozialen Stadt dafür einen Bus gestellt. Sie haben es daher als sinnvoll empfunden, mit ihrer Werbung weitere Bürgerbusse zu unterstützen. Auch Dominik Mendel von Rotmilan Holzgestaltung sieht im Bürgerbus eine gute Sache. „Wir sind eine regionale Inneneinrichtung und Schreinerei, es ist daher nicht schlecht, auch regionale Werbung zu machen.“

Begeisterung in Rosenheim

Am Donnerstag, dem 9. Dezember, wurde der neue Bürgerbus im Beisein der Sponsoren präsentiert. „Alle waren sehr zufrieden mit der Platzierung ihrer Werbung“, sagt Pichlmeier. Es sei eine gelungene Aktion für das Bürgerhaus Miteinander. Für die Sponsoren wünscht er sich, dass die Firmen durch die zusätzliche Werbung mehr Kunden gewinnen können. „Es wäre schön, wenn die Firmen spüren, dass ihre Werbung in vieler Hinsicht Wirkung zeigt.“ Der Bus kann durch die Sponsoren für mindestens fünf Jahre benutzt werden.

Ehrenamt ist wichtig

Auch Irmgard Oppenrieder, Vorsitzende des Seniorenbeirats, ist von dem neuen Bürgerbus begeistert. Senioren bräuchten solche ehrenamtlichen Fahrten, vor allem im Winter. Es seien nicht nur Einkaufsfahrten. Ältere Menschen müssen auch zu Behörden oder Ärzten. „Jetzt müssen wir beobachten, wie die Busse angenommen werden, um zu überlegen, ob es mehr davon in Rosenheim braucht“, sagt Oppenrieder.

Dass diese Art der Mobilität in Rosenheim gefragt ist, zeige der volle Terminkalender des Bürgerhauses E-Werk. „Die Nachfrage ist hoch, ob für ehrenamtlichen Tagesfahrten oder Ausflüge von Familien“, erklärt Andreja Gavrilovic aus der Verwaltung des Bürgerhauses. So fahre ein ehrenamtlicher Mitarbeiter einmal pro Woche mit 19 Senioren zum Einkaufen. Privatpersonen können die Bürgerbusse auch mit einem Anhänger ausleihen.

Bürgerbus geht auf Fahrt

Die Bürgerbusse werden für die Ehrenamtsprojekte der Sozialen Stadt Rosenheim verwendet. Darunter fallen zum Beispiel Kinderfreizeiten oder Einkaufsfahrten für Senioren. Sie stehen aber auch den jeweiligen Stadtteil-Bewohner gegen eine geringe Gebühr für die Nutzung zur Verfügung. Die Gebühren können bei den jeweiligen Bürgerhäusern nachgefragt werden. „Wichtig zu erwähnen ist, dass wir keine Art Taxi sind. Aber wenn Anwohner das Auto brauchen, dann steht es für sie zur Verfügung“, sagt Pichlmeier.

Der Bürgerbus fahre vor allem durch die Stadt Rosenheim. „In Rosenheim befinden sich unsere Projekte. Aber wenn wir im Landkreis Kinder oder Senioren abholen müssen, dann spielen Stadtgrenzen keine Rolle”, erklärt Pichlmeier. Die Neuanschaffung sei bedeutend für die Soziale Stadt. „Die Stadtteilbusse sind wichtige Bausteine der Ehrenamtsarbeit und der Förderung bürgerschaftlichen Engagements.“

Mehr zum Thema

Kommentare