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Corona-Lage in der Region Rosenheim

Eine Region im Corona-Blindflug? Test-Müdigkeit könnte das Bild verfälschen - Experte warnt

Die Corona-Lage in der Region Rosenheim.
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Die Corona-Lage in der Region Rosenheim.
  • Rosi Gantner
    VonRosi Gantner
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Die Corona-Zahlen für die Region Rosenheim befinden sich weiter im Sinkflug. Doch womöglich könnte die Freude darüber verfrüht gewesen sein. Der Schein könnte trügen. Denn auch die Zahl der PCR-Tests geht zurück, was wiederum das Bild verfälschen könnte. Ein Blindflug? Wie Experten die Lage bewerten.

Rosenheim – Die Corona-Lage in der Region Rosenheim entspannt sich weiter. Die Omikron-Welle klingt ab. Gleichzeitig kommen mahnende Worte aus dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim: Dort beobachtet man einen merklichen Rückgang bei den PCR-Tests. Weshalb Behördenleiter Dr. Wolfgang Hierl davor warnt, dass dies zu einer „Unterschätzung der tatsächlichen Infektionszahlen“ führen könne.

Über 2500 Neuinfektionen

Zuletzt hat das Gesundheitsamt 2513 Neuinfektionen binnen einer Woche vermerkt – deutlich weniger als noch zur Hochphase der fünften Welle im März. Noch in der Vorwoche waren 4198 neue Fälle registriert worden, womit sich die Zahlen beinahe halbiert haben.

7-Tage-Inzidenz rückläufig

Der Rückgang macht sich auch bei der 7-Tage-Inzidenz bemerkbar: Die Stadt Rosenheim ist erstmals seit Monaten wieder unter die Marke 1000 gerutscht mit aktuell 894,8 (Stand 14. April). Der Landkreis rangiert noch knapp über der Hotspot-Marke vom Herbst mit 1049,6, Tendenz jedoch ebenfalls fallend (Vorwoche: 1321,3).

Die Corona-Neuinfektionen in Stadt und Landkreis Rosenheim binnen einer Woche (seit 8. April 2022).

Behördenleiter Dr. Hierl sieht denn auch Licht am Ende des Tunnels. Seine Einschätzung der Lage: „Das Infektionsgeschehen ist im Vergleich zur Vorwoche noch einmal deutlich abgeschwächt, die aktuelle Welle klingt weiter ab.“

Die regionalen Hotspots

Zu den regionalen Hotspots zählen in dieser Woche neben der Stadt Rosenheim mit 862 Neuinfektionen die Marktgemeinde Bruckmühl mit 284 neuen Fällen binnen einer Woche, gefolgt von Bad Aibling mit 252 Neuinfektionen, Kolbermoor mit 271, Wasserburg mit 212 und Feldkirchen-Westerham mit 205. Weiter folgen: Raubling mit 191 neuen Fällen, Bad Feilnbach mit 171 und Stephanskirchen mit 160 Neuinfektionen innerhalb einer Woche.

Wieder neue Corona-Tote

Die Zahl der offiziell registrierten Corona-Toten in der Region Rosenheim ist seit Pandemiebeginn auf 833 angewachsen. Zuletzt kamen vier weitere in Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbene hinzu (Vorwoche: 5). Zwei dieser Personen waren über 80 Jahre alt, zwei zwischen 60 und 80. Drei der verstorbenen Personen waren laut Gesundheitsamt in einem Heim betreut worden.

Die Lage in den Altenheimen

In den Heimen in Stadt und Landkreis ereignete sich laut der Behörde bei Bewohnern und Mitarbeitern weiterhin eine hohe Zahl an Infektionen. „Insgesamt scheint die Infektionsaktivität in den Einrichtungen aber weiter abzunehmen“, so Behördenleiter Hierl. Der Anteil der positiv getesteten, vollständig geimpften und größtenteils geboosterten Bewohner und Mitarbeiter ist laut der Behörde weiterhin sehr hoch. „Die Verlaufsformen sind in der Regel jedoch milde und es besteht eine nur sehr geringe Rate an Hospitalisierungen der Bewohner. Dies ist als klarer Erfolg der Impfung zu werten“, betont Hierl einmal mehr.

27 Heime betroffen

So bestanden Covid-19-Infektionsgeschehen in der vergangenen Woche in 27 Alten- und Pflegeheimen (Vorwoche: 36), in sieben Einrichtungen ereigneten sich dabei Ausbrüche mit jeweils fünf und mehr Fällen bei Bewohnern (Vorwoche: neun). Betroffen waren insgesamt 91 Bewohner (Vorwoche: 134) und 78 Mitarbeiter (Vorwoche: 118). Sechs Heimbewohner (Vorwoche: 10, etwa 7 Prozent) mussten hospitalisiert werden.

Die Lage in den Kliniken

Weiter rückläufig sind die Belegungszahlen durch Covid-Patienten in den Kliniken der Region. Nach Angaben des Ärztlichen Leiters Krankenhauskoordinierung, Dr. Michael Städtler, ist jedoch die Belastung der Intensivstationen unverändert hoch. Wobei dies auch auf Patienten zurückzuführen sei, die wegen einer anderen Diagnose in Behandlung seien und gleichzeitig einen positiven SARS-CoV-2-Nachweis hätten. Hinzu kämen nach wie vor nicht unerhebliche Personalausfälle durch positive Testungen.

Die Impfquote der Region Rosenheim im bayern- und bundesweiten Vergleich.

Nach wie vor unterdurchschnittlich ist die Impfquote in der Region Rosenheim mit 64,5 Prozent bei den Erstimpfungen, 66,3 Prozent bei den Zweitimpfungen und 45,8 bei den Auffrischungsimpfungen. Bundesweit liegt die Quote bei den Erstimpfungen bei 76,6 Prozent, bei den Zweitimpfungen bei 76,1 und bei den Auffrischungsimpfungen bei 59,1 Prozent.

Der Weg zur Impfung

Aktuell können impfwillige Bürger ab fünf Jahren im Impfzentrum in Rosenheim geimpft werden. Eine Registrierung ist unter www.impfzentren.bayern sowie in Ausnahmen telefonisch unter 08031/ 365 8899 möglich. Auf diesen Wegen können Termine für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen vereinbart werden. Daneben können im Impfzentrum auch Impfungen ohne vorherige Terminvereinbarung durchgeführt werden.

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