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Marija Kovčo im OVB-Exklusivinterview

Nach Kritik: Wie die neue Kommissarin der Rosenheim-Cops mit der Wut der Fans umgeht

Marija Kovčo als Laura Schmidt mit ihren Kollegen Moritz von Zeddelmann als Thomas Schmidt und Alexander Duda als Polizeichef Gert Achtziger.
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Marija Kovčo als Laura Schmidt mit ihren Kollegen Moritz von Zeddelmann als Thomas Schmidt und Alexander Duda als Polizeichef Gert Achtziger.
  • Julian Baumeister
    VonJulian Baumeister
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Seit 18. Oktober ermittelt eine neue Kommissarin bei den Rosenheim-Cops: Laura Schmidt aus Frankfurt. Gespielt wird die Rolle von Marija Kovčo (34). Im OVB-Exklusivinterview spricht sie über die Kritik an ihrer Besetzung, was an den Rosenheimer „Tatorten“ besonders ist und wie die Stars der Serie ticken.

Rosenheim - In den sozialen Medien gab es zuletzt viel Kritik an der Besetzung der neuen Aushilfskommissare bei den Rosenheim-Cops. Eine davon ist Marija Kovčo (34) aus Starnberg, die nun für vier Wochen ermittelt. Im Gespräch mit dem OVB erklärt die Schauspielerin, warum sie die Kritik sogar verstehen kann und verrät zudem die ein oder andere Besonderheit der Serie.

Frau Kovčo, Sie kommen aus der Gegend bei München. Dann waren Sie auch schon ohne Mordfall in Rosenheim?

Marija Kovčo: Ja klar! Tatsächlich kam jemand aus meiner Schauspielklasse aus Rosenheim und da waren wir ein paarmal. Und ich komme auch gerne zum Wandern hierher.

Das heißt, Ihnen gefällt die Region?

Marija Kovčo: Ja, vor allem das Umland mit den ganzen kleinen Ortschaften, die ich beim Drehen kennenlernen durfte, ist wunderschön. Ich bin selber auf dem Land aufgewachsen und genieße deshalb die Ruhe. Das brauche ich als Ausgleich zum Leben in der Großstadt.

An welchen Ort hat Sie dann ihr erster „Tatort“ geführt?

Marija Kovčo: Wir waren zuerst in Bad Feilnbach. Das war richtig cool, da haben wir auf einem Hof zwischen Ponys, Pferden, Kühen und Kleintieren gedreht. In den Pausen wollten alle die Tiere natürlich streicheln (lacht). Das war eine Idylle wie aus dem Bilderbuch.

Laura Schmidt alias Marija Kovčo (in der Bildmitte) ermittelt für vier Wochen bei den Rosenheim-Cops. An ihrer Rolle gab es Kritik von den Fans der Serie.

Wie sind Sie überhaupt zu den Rosenheim-Cops gekommen?

Marija Kovčo: Ganz klassisch. Ich wurde angefragt, ob ich mir das vorstellen kann und wurde dann zum Casting eingeladen. Da habe ich mich sehr gefreut. Das war sowieso eine der besten Geschichten. Als die E-Mail kam, dass ich in der Endauswahl stehe, saß ich mit meiner Mama im Auto nach Kroatien. Wir haben zusammen die ganze Fahrt über meinen Text geübt und es war so lustig, da die Mama die typischen Sätze der Serie mit ihrem kroatischen Akzent nachgesprochen hat.

Wie kam es denn dazu, dass Sie Schauspielerin geworden sind?

Marija Kovčo: Das sagt jetzt vermutlich jeder: Es war schon mein Traum als kleines Mädchen (lacht). Nein, im Ernst, eher per Zufall. Ich habe zuerst Musik gemacht und da hatten ein paar Freunde aus der Film-und Videoszene bei mir etwas gut, da sie meiner Band mal aus der Patsche geholfen haben. Im Gegenzug habe ich in einem Kurzfilm von ihnen mitgespielt, der im Anschluss sogar auf der Berlinale gezeigt wurde. Und so bin ich da irgendwie reingerutscht.

Wie haben Sie sich auf Ihre Rolle als Kommissarin vorbereitet?

Marija Kovčo: Ich habe mir einiges von den Rosenheim-Cops angeschaut und mich mit befreundeten Polizisten über ihre Arbeit unterhalten. Aber auch viel zu meiner Rolle recherchiert, welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen mir und Laura Schmidt, an denen ich anknüpfen kann.

Und welche sind das?

Marija Kovčo: Die größte Parallele ist, dass wir beide dauernd zu spät kommen (lacht). Nach der ersten Ausstrahlung haben mich Freunde angerufen und gesagt, dass die Laura ja wirklich wie ich ist. Der Unterschied zwischen uns ist aber, dass sie entspannter und kontrollierter mit allem umgeht. Ich bin eher quirlig und impulsiv.

Konnten Sie bei den Vorbereitungen auch auf „eigene Erfahrungen“ zurückgreifen? Gab es schon mal Ärger mit der Polizei?

Marija Kovčo: (lacht) Da muss ich kurz überlegen, aber nein, eigentlich nicht. Ich wurde mal mit dem Auto aufgehalten und kontrolliert, aber sonst zumindest nichts, was mir für die Rolle geholfen hätte (lacht).

Schaut man sich privat trotzdem noch Krimis an?

Marija Kovčo: Ja schon. Vor allem, weil man sich auch immer wieder was von Kollegen abschauen kann, wie die gewisse Rollen interpretieren. Oder man kann sich selbst reflektieren und überlegen, was ich besser machen kann.

Im Vorfeld der Ausstrahlung gab es in den sozialen Medien viel Kritik an Ihrer Besetzung, da einigen Fans der dauernde Wechsel bei den Kommissaren zu viel ist und sie lieber die „bekannten Gesichter“ sehen wollen. Wie gehen Sie damit um?

Marija Kovčo: Ich gehe da ganz entspannt mit um, da man es sowieso nicht allen recht machen kann. Ich kann die Kritik auch zum Teil verstehen und will das auch jedem zugestehen. Die Serie gibt es schon so lange, da gewöhnen sich die Fans an ihre Lieblingscharaktere wie Hansen und Stadler. Und wenn da zwei neue Gesichter auftauchen, ist das wahrscheinlich erst mal ein „Schock“. Ich glaube auch, dass das nichts Persönliches gegen mich ist und es gab ja auch positive Kritik. Als Schauspieler muss man das aushalten können.

Wie war es, mit den bekannten Stars der Rosenheim-Cops vor der Kamera zu stehen?

Marija Kovčo: Total super! Das ganze Team ist so nett und hat mich mit offenen Armen empfangen. Einmal mussten wir sogar eine Drehpause einlegen, da wir bei einer Szene mit Max Müller (Michi Mohr) und Marisa Burger (Miriam Stockl) immer wieder lachen mussten. Das erleichtert die Arbeit.

Nach vier Wochen im Rosenheimer „Polizeidienst“, wie geht es für Sie weiter? Sehen wir Sie nochmal als Laura Schmidt?

Marija Kovčo: Das weiß ich leider noch nicht, aber ich würde mich über eine Rückkehr freuen. Ansonsten komme ich gerade aus dem Tonstudio, wo ich einer Figur in einem Kinderhörspiel meine Stimme leihen durfte. Anfang des neuen Jahres starte ich dann meine Stunt-Fighter-Ausbildung. Ich trainiere selbst seit Jahren Kung Fu und habe mich schon als Kind für Kampfkunst interessiert. Es wäre ein Traum, wenn ich eine Rolle in einem Actionfilm bekommen würde, wo ich meine Kampfkünste einsetzen könnte. 

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