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Bei nicht genehmigter Corona-Demo in Rosenheim

Video zeigt Angriff von „Spaziergängern“ auf Juso-Mitglied – Jusos: „Wir sind schockiert!“

Corona-Demonstration Querdenker Rosenheim
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In Rosenheim wurde bei einer Corona-Demonstration ein Juso-Mitglied tätlich angegriffen.
  • Martin Weidner
    VonMartin Weidner
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Gehörig Ärger gab es am Montagabend (24. Januar) bei einem (weiteren) nicht genehmigten „Corona-Spaziergang“ in Rosenheim. In der Innenstadt gingen mehrere Männer auf einen Gegendemonstranten der Jusos los - wie Videoaufnahmen eindeutig belegen.

Rosenheim – Das rosenheim24.de vorliegende Video zeigt den Aufzug, der in etwa gegen 20 Uhr die Ampel zwischen der „kleinen“ und der „großen“ Fußgängerzone überquerte. Am Max-Josefs-Platz wartete dabei ein 23-jähriger Mann aus Soyen, der eine Fahne der Jusos (Jugendorganisation der SPD) in der Hand hielt. Aus noch ungeklärter Ursache kam es dann zunächst zu einem lautstarken Wortgefecht zwischen dem „Fahnenträger“ und den „Spaziergängern“ – und in weiterer Folge dann auch zu einer körperlichen Auseinandersetzung.

„Gewalttätiger Angriff von Querdenkern“

Die Jusos sprachen in einer Stellungnahme von einem „gewalttätigen Angriff von Querdenkern“: „Er (Anm. der Red.: Der 23-Jährige) stand dort mit zwei weiteren Personen und hatte eine Juso-Flagge in der Hand. Der Mob hat sich im Vorbeigehen die Flagge geschnappt, ihn dabei in die Menge mitgerissen und in einer Gruppe von 15 Leuten eingekesselt, die ihn dann geschubst und geschlagen haben.“ Der junge Mann habe sich letztlich wieder befreien können, sei dabei aber leicht verletzt worden, hieß es weiter.

Die Polizei sprach auf Anfrage von rosenheim24.de von einem „nicht genehmigten Aufzug“ durch die Innenstadt, der teilweise auch von Mitgliedern der Jusos als Gegenprotest begleitet worden sei. Schließlich sei es vor einem Ladengeschäft für Dekorationsartikel am Eingang zum Max-Josefs-Platz erst zu einer verbalen Auseinandersetzung und dann zu einem körperlichen Angriff auf den 23-Jährigen gekommen. Auslöser war offenbar das Zeigen der Juso-Flagge, die die Situation vor Ort offenbar „zusätzlich angeheizt“ hatte.

Täter tauchen unerkannt in Menge unter

Robert Maurer, Dienststellenleiter der Rosenheimer Polizei, geht derzeit von zwei bis drei Tätern aus. Diese hätten jedoch nach der Attacke in der Menge der sogenannten „Spaziergänger“ untertauchen können – obwohl die Polizei „lageangepasst“ mit entsprechenden Kräften vor Ort gewesen sei. Ingesamt sollen an der laut Polizei nicht genehmigten Demonstration rund 600 Menschen teilgenommen haben. Der 23-Jährige sei durch einen Schlag auf die Wange leicht verletzt worden und habe eine entsprechende Rötung erlitten. Die Beamten ermitteln nun wegen Körperverletzung beziehungsweise gefährlicher Körperverletzung, sofern sich bei den weiteren Erhebungen der Verdacht bezüglich mehrerer Täter bestätigen sollte. 

Die Jusos verurteilten den Angriff aufs Schärfste: „Die Jusos Rosenheim Land bekunden vollste Solidarität mit dem Genossen und sind schockiert über die Ausschreitungen, die zunehmende Radikalisierung und die stetig wachsende Gewaltbereitschaft der Querdenken-Bewegung. (…) Teilnehmende von vermeintlich friedlichen Corona-Spaziergängen müssen sich nach diesen Vorfällen darüber bewusst sein, mit welchem Gewaltpotenzial und welcher Radikalität sie sich da gemein machen. Damit ist nun völlig klar, dass es dabei nicht um eine friedliche Meinungsäußerung, sondern um Spaltung, Gewalt und Angstmache geht.“

In Rosenheim hatte es zuletzt an Montagen wiederholt „Corona-Spaziergänge“ gegeben, die größtenteils zuvor nicht angemeldet worden waren. Die Proteste führen in aller Regel in verschiedenen Routen vom Startpunkt Rathaus über Münchener Straße, Busbahnhof, Max-Josefs-Platz und Bahnhofstraße. Durch die Erfahrungswerte aus den letzten Wochen sowie Recherchen in einschlägig bekannten sozialen Medien hatte sich auch die Polizei entsprechend darauf vorbereitet.

*In den OVB-Heimatzeitungen erscheint demnächst ein weiterer Artikel zu diesem Thema!*

mw/sl

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