LESERBRIEF

Rechenbeispiel für Biotonne

Zum Bericht: „Keine Biotonne - auch nicht als Versuch“ im Lokalteil

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Die Entscheidungen im Stadtrat zeigen, dass hier ausschließlich an die Kosteneinsparung für die Stadt gedacht wird. Auswirkungen auf die Umwelt und Kostenbelastungen für den einzelnen Bürger, welche durch das so gepriesene Bringsystem entstehen, werden offensichtlich überhaupt nicht andiskutiert. Ein Rechenbeispiel: Die Fahrtstrecke von meinem Haus zum nächstgelegenen Presscontainer beträgt 3,2 Kilometer einfach. Geht man davon aus, dass die Entsorgung von Biomüll im Winter einmal pro Woche, in den Übergangsmonaten zweimal pro Woche und im Sommer zur Vermeidung von Geruchsbelästigung dreimal pro Woche stattfindet, ergäbe sich daraus eine Jahresfahrtstrecke von etwa 700 Kilometern mit einem Spritverbrauch von mehr als 50 Litern. Was das bedeutet, wenn gleiches auf nur 1000 Haushalte in der Stadt zutrifft (und dies ist aus meiner Sicht sehr niedrig angesetzt), ist selbsterklärend. Diese Aspekte sollten die Gegner der Biotonne im Stadtrat mal kritisch überdenken.

Johann Pelzl Rosenheim

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