Rap-Song über den Klimawandel: Rosenheimer Schule holt sich dritten Platz bei Wettbewerb

So sehen Sieger aus: der zweite Klassensprecher Maxi Yildiz und die Schulleiterin Brigitte Würth.

Die Klasse 5g des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums hat im bundesweiten Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft den dritten Platz belegt. Ihr Wettbewerbsbeitrag unter dem Motto „Klima. Wandel. Landwirtschaft. – Du entscheidest!“ hat die Jury überzeugt.

RosenheimFür den Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ war das ein etwas anderes Wettbewerbsjahr: Kurz vor Einsendeschluss schlossen bundesweit alle Schulen aufgrund des Coronavirus. Um allen Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit zu geben, die Wettbewerbsbeiträge abzuschließen und einzuschicken, wurde der Einsendeschluss zweimal verlängert.

200 verschiedene Projekte eingereicht

Dennoch beteiligten sich rund 1 500 Schüler der Klassen 3 bis 10 am Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“. Knapp 200 Gestaltungs-, Medien- und Projektarbeiten wurden eingereicht. Die Jury war begeistert von den ideenreichen und inhaltsstarken Beiträgen und beeindruckt vom großen Engagement der Teilnehmenden.

Dreiminütiger Rap-Song

Als Wettbewerbsbeitrag reichte die fünfte Klasse den dreiminütigen Rap „Die Erde dreht sich … doch sie läuft nicht rund“ ein, der im Rahmen des Projektunterrichts der Gebundenen Ganztagsklasse entstand. Der Rap wurde selbst geschrieben, instrumentiert und aufgenommen und entstand unter dem Eindruck der allgegenwärtigen Begegnung mit Diskussionen zu Umweltthemen im täglichen Leben.

Zwei Lager stehen sich gegenüber

Das Konzept des Beitrags stellt zwei Lager gegenüber: Diejenigen, die sich der Tragweite der großen Umweltprobleme der Welt sehr bewusst sind, ihre individuelle Verantwortung wahrnehmen und auch global Handlungsbedarf erkennen und diejenigen, die einfach den Komfort ihrer Lebensweise schätzen und sich nur äußerst ungern verändern wollen, solange es ihnen gut geht.

Eingebettet in ein Singspiel

In „Die Erde dreht sich … doch sie läuft nicht rund“ beziehen die beiden Seiten im Stil eines Rap-Battles Stellung. Eingebettet ist das Lied in ein Singspiel, welches den „realen“ Sebastian Finsterwalder des Jahres 1921, Namensgeber des Gymnasiums, in die Jahre 2021 und 2121 reisen und den Zustand der Umwelt wahrnehmen lässt.

Die Gewinner freuen sich nun über den Preis: die Trophäe „die kuh-le Kuh“ in Bronze und ein Preisgeld in Höhe von 750 Euro. Das Geld wollen die Fünftklässler für einen Ausflug verwenden – aber erst nach der Corona-Krise.

Viele schöne Momente ermöglicht

Die Arbeit am Singspiel und der „Echt kuh-l!“-Wettbewerb hat bei den Schülern das Verständnis für die Zusammenhänge von Klimawandel und Landwirtschaft gestärkt und durch das gemeinsame Arbeiten schöne Momente ermöglicht.

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Viel Spaß hat auch die Projektarbeit mit Singen, instrumentaler Gestaltung sowie der Planung der Umsetzung auf einer Bühne mit Szenerie, Filmsequenzen und weiteren Elementen bereitet. Dass das Projekt der 5G jetzt bundesweit solche Anerkennung fand, gibt natürlich einen zusätzlichen Motivationsschub, um mit neuer Energie am Singspiel und weiteren Projekten weiterzuarbeiten.

Nachhaltige Landwirtschaft

Der Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“ beschäftigt sich mit nachhaltiger Landwirtschaft und Ernährung sowie dem Ökolandbau und setzt jährlich thematische Schwerpunkte. Er ist ein Wettbewerb des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft, initiiert und finanziert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

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