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Vorstandswahlen beim Rosenheimer City-Management

Rainer Pastätter will die Stadt nicht nur über die Rosenheim-Cops definieren

Der neugewählte Vorstand des Rosenheimer City-Managements: (von links) Helmut Greimel (Beisitzer), Christian Kolb (Kassierer), Thomas Treibenreif (stellvertretender Vorsitzender), Judith Gebhart (Schriftführerin), Sabrina Obermoser, (Geschäftsführerin), Rainer Pastätter (Vorsitzender), Stefan Grandauer (Beisitzer), Stefan Glocker (Beisitzer), Markus Ostermaier und Jens Köhler (Rechnungsprüfer). Kirschner
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Der neugewählte Vorstand des Rosenheimer City-Managements: (von links) Helmut Greimel (Beisitzer), Christian Kolb (Kassierer), Thomas Treibenreif (stellvertretender Vorsitzender), Judith Gebhart (Schriftführerin), Sabrina Obermoser, (Geschäftsführerin), Rainer Pastätter (Vorsitzender), Stefan Grandauer (Beisitzer), Stefan Glocker (Beisitzer), Markus Ostermaier und Jens Köhler (Rechnungsprüfer). Kirschner
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Abschied vom langjährigen Vorstandschef Paul Adlmaier – die Hauptversammlung des Rosenheimer City-Managements (CM) markierte einen Einschnitt in der rund 22-jährigen Geschichte des Wirtschaftsverbands. Sein Nachfolger hat schon eine Vision, wie er sich die Außendarstellung für Rosenheim vorstellt.

Rosenheim – Das Gründungsmitglied Paul Adlmaier kandidierte nicht erneut für den Posten des Vorstandschefs. Zum Nachfolger wählte die Mitgliederversammlung Rainer Pastätter. Der Unternehmensberater und Franchise-Gastronom wurde gemeinsam mit dem Rest der Vorstandschaft en bloc ins Amt gehoben.

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Pastätter versprach, sich für ein moderates Wachstum in Rosenheim einzusetzen und damit den Weg fortzusetzen, den sein Vorgänger gemeinsam mit der Geschäftsführerin des City-Managements, Sabrina Obermoser, eingeschlagen habe.

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„Ich möchte, dass sich Rosenheim nicht nur über Eishockey oder die Rosenheim-Cops definiert, sondern auch als liebenswerte Stadt.“ Von trüber Stimmung war trotz Corona-Pandemie während der Mitgliederversammlung nichts zu spüren. Dies, obgleich die Mitarbeiter des CM in den vergangenen Monaten das Gefühl hatten, vorwiegend Krisenmanagement für die Mitglieder leisten zu müssen.

Vom Kümmerer zum Blitzableiter

„Wir waren gefühlt die Corona-Auskunftsstelle für viele Mitglieder“, berichtete Obermoser. Positiver Nebeneffekt: Das City-Management konnte in dieser Zeit Neuzugänge verbuchen, neun Mitglieder an der Zahl gehören seit der jüngsten Jahreshauptversammlung im Frühjahr vergangenen Jahres zur Gemeinschaft.

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Auf der anderen Seite sei man spätestens mit dem zweiten harten Lockdown vom „Kümmerer zum Blitzableiter“ für die Mitglieder geworden, schilderte die Chefin des City-Managements, wenngleich sie im gleichen Atemzug Verständnis für den Unmut vieler Unternehmer zum Ausdruck brachte. Finanziell musste der Verband mangels Veranstaltungen zum zweiten Jahr in Folge einen Verlust hinnehmen. Unter dem Strich rund 13.000 Euro macht der Fehlbetrag in diesem Jahr aus, 8000 Euro mehr als im Jahr 2020.

Innenstädte nicht totreden

„Im Sommer vergangenen Jahres habe ich – positiv wie ich bin – den Satz geprägt: Und es wird eine Zeit nach Corona geben. Dass es aber so lange dauern wird, bis wir zu der Zeit nach Corona kommen, hätte ich mir nicht träumen lassen“, sagte der scheidende City-Management-Vorsitzende Paul Adlmaier.

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Dennoch mahnte er, die Innenstädte nicht vorzeitig für tot zu erklären. „In den letzten Jahren konnten wieder mehr Ärzte und Dienstleister in der City angesiedelt werden“, betonte er.

Einfach mal machen lassen

Zum anderen zeigten die Aktivitäten des City-Managements wie die jüngste Veranstaltung „Rosige Zeiten“, mit welcher Lebensfreude sich die Rosenheimer Innenstadt füllen lasse. „Die meisten Läden waren rappelvoll“, resümierte Adlmaier. Jedoch: Die Menschen müssten auch in die Geschäfte gehen und etwas kaufen. Nur eine schöne Stadt mit umher wandelnden Menschen reiche nicht aus.

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„In Schönheit gestorben ist auch tot“, mahnte der 58-Jährige. Adlmaier forderte Politik und Verwaltung auf, das City-Management wie auch andere wirtschaftliche Akteure „einfach mal machen zu lassen“. Auch bei der Stadtplanung wünscht er sich mehr Mut zur Veränderung und klagte über Bebauungspläne nebst Veränderungssperren, die schon Jahrzehnte alt und damit längst überholt seien.

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