Das Bündnis demonstrierte heute gegen die Maskenpflicht an Schulen

Rund 300 Teilnehmer bei Querdenker-Demo in Rosenheim

Querdenker-Demo in Rosenheim am 24. Oktober
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Am Samstagnachmittag demonstrierten rund 300 Personen bei der Querdenker-Demo in Rosenheim.
  • vonKilian Schroeder
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Rosenheim - Etwa 300 Menschen demonstrierten heute im Mangfallpark gegen die Corona-Auflagen. Der Rosenheimer Ableger des Bündnisses „Querdenken“ hatte dazu aufgerufen.

Die Demonstration, die selbst unter Auflagen wie Maskenpflicht und Sicherheitsabstand stattfand, richtete sich vor allem gegen die Maskenpflicht in den Schulen. Anders als verschiedene Medien zuvor berichtet hatten, trat der umstrittene Arzt Bodo Schiffmann nicht auf.

„Den Kindern geht es schlecht mit den Masken, denn man atmet damit seine eigene Luft zurück“, sagt Cornelia Strobl, die Veranstalterin der Demonstration. Viele Kinder wären im Unterricht deshalb zusammengebrochen. „Ich bin grundsätzlich dafür, dass alle Maßnahmen abgeschafft werden. Wir ruinieren unsere Wirtschaft und unsere Gesundheit. Das Virus kann Schaden anrichten, aber nicht wenn man ein gutes Immunsystem hat.“ Jedes Jahr würden mindestens genau so viel Menschen an Influenza sterben. Belege dafür hatte sie nicht.

Fotos von der Querdenker-Demo in Rosenheim am 24. Oktober

Querdenker-Demo in Rosenheim am 24. Oktober
Querdenker-Demo in Rosenheim am 24. Oktober
Querdenker-Demo in Rosenheim am 24. Oktober
Querdenker-Demo in Rosenheim am 24. Oktober
Fotos von der Querdenker-Demo in Rosenheim am 24. Oktober

Zu den Rednern gehörten Ärzte und Vertreter von verschiedenen Verbänden. Der Psychologe Dr. Tim Justus sprach davon, dass die derzeit gängigen Coronatests nicht zuverlässig seien. Er rief Lehrer und Schulleiter auf, „sich nicht zu Handlangern eines exekutiven Regierungsregimes machen zu lassen“. Eine Vertreterin des Vereins „SEIN e.V. - die unabhängige Patientenlobby“ warb dafür, mit dem Verein Wissenschaftler einzustellen und zu finanzieren. Sie wolle eine Gegenbewegung zur derzeitigen Gesundheitspolitik. Der Zahnarzt Dr. Hans-Peter Stein behauptete, es gebe derzeit keinen Diskurs und den Menschen würde mit den Corona-Auflagen Angst eingejagt. Immer wieder brandete Jubel auf, als sich die Redner gegen die Politik richteten. Am Rande der Demonstration warb ein Volksbegehren dafür, den bayerischen Landtag abzuberufen.

Angst, dass wie zuletzt auf einer Demonstration der „Querdenker-Bewegung“ in Berlin rechtsextreme Gruppen das Bild bestimmen würden, hatte Veranstalterin Cornelia Strobl nicht. „In Berlin waren ganz wenige Rechte, die Mainstream-Medien haben das aber so dargestellt. Jeder der friedlich kommt, darf bei uns teilnehmen.“ Rechtsextreme Fahnen oder Symbole waren in Rosenheim nicht zu sehen.

Den Teilnehmern ging es vor allem um die Maskenpflicht in den Schulen. „Ich habe ein 7-jähriges Kind, nach zwei Tagen Maskenpflicht in der Schule ging es ihm ganz schlecht“, sagt Eva Herbst. „Inzwischen habe ich mehr Angst vor den Maßnahmen als vor der Pandemie.“ Eine weitere Person, die anonym bleiben möchte, sagt: „Die Maske macht keinen Sinn. Ich habe mich bei Ärzten deswegen informiert, aber die trauen sich nicht, ihre Meinung zu sagen.“ Ein anderer Teilnehmer sagt: „Ich habe Angst um die Demokratie. Es regiert nur noch die Exekutive.“

Mehrmals wiesen die Veranstalter auf die Maskenpflicht und den Sicherheitsabstand hin. Einige Teilnehmer trugen Netze statt einer Mund-Nasen-Maske, manche hatten sich Buttons mit dem Wort „umarmbar“ angeheftet. Die Polizei war insgesamt zufrieden, die Teilnehmer hätten sich bis auf einige Einzelfälle an die Maßnahmen gehalten und seien friedlich geblieben.

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