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3G-Regel und ohne Maske

Probenraum statt Landwirtschaftshalle: Rosenheimer Musiker freuen sich über Corona-Lockerungen

Nach langem Stillstand und schwierigen Probenverhältnisse darf die Rosenheimer Blaskapelle wieder gemeinsam muszieren.
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Nach langem Stillstand und schwierigen Probenverhältnisse darf die Rosenheimer Blaskapelle wieder gemeinsam muszieren.

Blaskapellen, Chöre und Theatergruppen können ab sofort wieder aufatmen: Proben sind endlich wieder in Vollbesetzung und im Innenbereich möglich. Groß darüber ist die Freude auch bei den Rosenheimer Musikanten.

Rosenheim – Akustische Probleme, Online-Unterricht und Abstandsregeln: Lange Zeit waren die Musikproben der Chöre und Kapellen von Hürden geprägt. Jetzt können die Musiker wieder aufatmen. Durch das neue Hygienekonzept für Musiker im Laien- und Amateurbereich sind wieder Proben im Innenbereich möglich. Fortan gilt die 3G-Regel und auch auf die Maske kann weitestgehend verzichtet werden. Zudem sind Mindestabstände kein Muss mehr und werden nur noch empfohlen.

Klavier spielen und mit dem Chor proben: Dirigent Michael Gartner freut sich.

Üben in der Landwirtschaftshalle

Die Lockerungen sorgten bei der Rosenheimer Blaskapelle für große Begeisterung. Schließlich war es bei den Musikern lange Zeit still, denn gemeinsames Musizieren war nicht möglich. Der Probenraum war zu klein, um die Abstandsregeln einhalten zu können.

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Deshalb übte jeder bei sich zu Hause. Und auch die Aufträge fielen aus. Zwischenzeitlich konnte die Blaskapelle immerhin bei Kapellmeister Johannes Rutz daheim in der Landwirtschaftshalle proben. Bei Wind und Wetter sei das aber schon sehr grenzwertig gewesen. Laut Rutz war es auch oft sehr kalt.

Proben im Pfarrsaal

Seit einiger Zeit dürfen sie im Pfarrsaal üben. Dort stellte bislang die Einhaltung der Mindestabstände keine Probleme dar, da der Raum für alle groß genug ist.

Durch die neuen Beschlüsse sind die Abstandsregeln jetzt aber weitestgehend hinfällig. Endlich können die Musiker wieder zusammen sitzen und spielen.

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„Jeder freut sich wie ein kleines Kind, dass er wieder mit den anderen proben darf", sagt Rutz. Ein Musiker lebe schließlich von der Geselligkeit. Und auch die 3G-Regel kommt der Blaskapelle zu Gute. Immerhin sind circa 80 Prozent der Musiker bereits geimpft. Jetzt hofft die Blaskapelle nur noch auf eine baldige Rückkehr in ihren eigentlichen Musikraum. „Das ist für uns alle einfach das gewohnte Umfeld und wir können dort zu jeder Zeit üben“, sagt Rutz

Auftritte auf einer Hochzeit

Vor Kurzem hat die Blaskapelle auch schon wieder auf einer Hochzeit spielen dürfen. Für die Zukunft hoffen die Musikanten, dass alles bald wieder möglich ist. Schließlich sei ihre Musik eigentlich für die Bierzelte gedacht.

Auch Michael Gartner, Dirigent des St. Quirinus Chors, kann wieder aufatmen.

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Laut ihm braucht bestimmte Kunst einfach das Gegenüber. Genau das war aber eben lange Zeit nicht möglich. Zu Beginn der Pandemie griff der Chor noch auf Online-Formate zurück. Schnell breitete sich jedoch bei allen Ernüchterung aus. Laut Gartner entstehen bestimmte Klänge erst in einem vollen Raum mit musizierenden Menschen.

Kantor Johannes Eppelein ist erleichtert: Singen mit dem Chor ohne Mindestabstand.

„Ein kreativer Kahlschlag“

Der Dirigent bezeichnet die Anfangszeit von Corona daher als „kreativen Kahlschlag“. Vielen Künstler sei es zudem nicht gut gegangen. Gartner spricht sogar von depressiven Phasen. Jeder habe versucht, sich irgendwie über Wasser zu halten. Durch die neuen Bestimmungen kann der Chor nun aber wieder besser proben. Gärtner freut sich auch schon wieder auf Konzerte. Laut ihm ist es einfach schön, wenn viele Menschen in einem Raum demselben kulturellen Ereignis beiwohnen können.

Rückblick auf eine schwierige Zeit

Auf Konzerte freut sich auch Johannes Eppelein, Kantor der evangelisch-lutherischen Kirche. Auch er blickt auf eine schwierige Zeit zurück. Der eigentliche Probenraum war mit den Abstandsregeln zu klein für alle Sänger. Daher wurde im Freien geprobt. Seit die Inzidenzen im Sommer gesunken sind, konnten die Proben in der Kirche stattfinden. Aber auch das brachte viele Probleme mit sich. Denn durch die Abstandsregeln haben sich die Chorsänger zum Teil untereinander schlecht gehört.

Viele Kollateralschäden

Über das neue Hygienekonzept haben sich daher alle gefreut. Eine Probe fast wie vor Corona – das war für alle ein überwältigendes Gefühl. „Einfach zusammensitzen, hören und spüren, was der Nachbar macht, ist sehr wohltuend.“ Anfang November soll dann das geplante Probenwochenende stattfinden.

Und auch wenn die Freude über die Lockerungen überwiegt, Lücken zum Aufarbeiten gibt es einige. Laut Gartner hat Corona viele Kollateralschäden hinterlassen.

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Und auch Eppelein zeigt sich besorgt. Schließlich konnte der Chor nicht so intensiv wie normalerweise üben. Es brauche daher viel Zeit, um den entstandenen Schaden wieder zu reparieren. Jetzt freuen sie sich aber erst mal alle über die Lockerungen und proben fleißig für zukünftige Konzerte. (re)

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