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KIOSKBETREIBER FRUSTRIERT

Partystimmung mit Folgen: Am Happinger Ausee in Rosenheim stapelt sich der Müll

Vor allem der hinterlassene Unrat ist es, der auf der Liegewiese und dem Spielplatz am Happinger See nach langen Nächten verbleibt. privat
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Vor allem der hinterlassene Unrat ist es, der auf der Liegewiese und dem Spielplatz am Happinger See nach langen Nächten verbleibt. privat
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Dass junge Leute am Happinger Ausee feiern, ist nichts Neues. Wohl aber die Dimensionen der Party, wie zumindest die Betreiber des dortigen Kiosks „Koko-Beach“ finden. Sie klagen über viel Müll auf der Liegewiese und dem Spielplatz des Sees. Und für Abhilfe scheint nur schlechtes Wetter zu sorgen.

Rosenheim – Die Freibadsaison neigt sich allmählich dem Ende zu. Für die Betreiber des Kiosks „Koko-Beach“ am Happinger Ausee ist die Saison katastrophal ausgefallen. Christian und Claudia Kokoschka sind ob des bescheidenen Sommers und weniger Besucher einigermaßen frustriert.

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Eine andere Sache jedoch ärgert die beiden noch mehr: Während der Corona-Pandemie sei das Gelände und um den Happinger Ausee zu einer Partymeile für Jugendliche mutiert. Die Folgen: neben nächtlichem Lärm vor allem jede Menge Müll, den die Feiernden dort hinterlassen. Denn die beiden Reden nicht von ein paar Leuten, die sich zum Feiern treffen. Mitunter gehe die Zahl der Partygäste in die Hunderte.

Nicht einige, sondern mitunter hunderte Partyfreunde feiern heuer ausgelassen am Happinger Ausee.

Zerstörerische Wut der Feiernden

Wohlgemerkt: Gefeiert sei am Happinger Ausee immer geworden, sagen beide. „Wir haben auch nichts dagegen, wenn die jungen Leute feiern wollen“, sagt Christa Kokoschka. Partys am Happinger See seien natürlich in Ordnung, aber, was in dieser Badesaison ablaufe, sprenge den Rahmen erheblich. Hinzu komme eine „zerstörerische Wut“, welche die feiernden Jugendlichen an den Tag legten, wie Christian Kokoschka einwirft.

Polizei rückt 18 Mal aus

Auch der Stadt seien solche ausufernden Treffen rund um das Gewässer bekannt, antwortet die Verwaltung auf Anfrage. Aus diesem Grund hat sie einen Sicherheitsdienst beauftragt, der täglich – bei schönem Wetter – vor Ort sei und für Ruhe und Ordnung sorgen soll. Ein Schritt, den die beiden Kioskbetreiber ausdrücklich loben.

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Anders ist es mit der Polizei, welche die Stadt inzwischen auch bereits darum gebeten haben will, entlang des Geländes vermehrt Streife zu fahren. 18-mal seien die Beamten in den vergangenen drei Monaten ausgerückt, antwortet die Rosenheimer Polizeiinspektion Rosenheim auf Anfrage – überwiegend wegen Ruhestörungen. Zwar hätten die Ordnungskräfte bei einigen dieser Einsätze die Partys auflösen können, jedoch nicht immer, berichtet Christian Kokoschka.

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Schlimmer: Bei einigen seiner Anrufe, seien die Beamten erst gar nicht ausgerückt. Eine Behauptung, welcher die Polizeiinspektion Rosenheim ausdrücklich widerspricht: Grundsätzlich werde jeder Einsatz abgearbeitet.

500 Pfandflaschen gefunden

Die Ruhestörungen sind für die Kioskbetreiber, wie gesagt, das kleinste Problem. Sie klagen vor allem über den Müll, der sich rund um ihren Betrieb nach den Feiern am See findet: zerbrochene Glasflaschen, Zigarettenkippen, leere Tabakbeutel. Außerhalb ihres Kiosks ist die Stadt Rosenheim für die Sauberkeit zuständig, die hierfür bei schönem Wetter jeden Morgen Mitarbeiter des Bauhofs losschickt. An einem Tag, berichtet Christian Kokoschka, sollen die städtischen Kräfte rund 500 Pfandflaschen eingesammelt haben. „Davon haben sie sich dann für alle eine Brotzeit gekauft“, lacht er.

Müll und Unrat in der Kiosktoilette

Auch zu Vandalismus neigen augenscheinlich einige der Jugendlichen während ihrer Feiern rund um den Happinger See.

Doch einige Feiernde nutzten auch die Toiletten des Kiosks und verschmutzen diese mit ihrem Müll. Im besten Fall. Christian Kokoschka will auch schon Erbrochenes und andere Hinterlassenschaften entfernt haben.

Besserung ist wohl schon aufgrund der inzwischen schlechten Wetterlage in Sicht. Bleibt die Frage, ob sich das Phänomen zur kommenden Badesaison fortsetzt oder nicht.

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Zumindest dann, wenn nach einem möglichen Ende des Corona-Geschehens auch die Kontaktbeschränkung allesamt fallen und auch die Clubs und Discos wieder öffnen dürfen. Dann zumindest bliebe mehr Platz für alle, um unbeschwert feiern zu können.

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