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IN ALTEN ZEITUNGSBÄNDEN GEBLÄTTERT

Parkscheinautomaten für Loretowiese

Schon vor 25 Jahren wurde über das Aufstellen von Parkscheinautomaten auf der Loretowiese diskutiert. Der damalige CSU-Fraktionsvorsitzende Adolf Dinglreiter meinte, im Sommer 1993 sei es wohl so weit. Darüber diskutiert wird bis heute, aber das Parken ist immer noch kostenfrei.  bi
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Schon vor 25 Jahren wurde über das Aufstellen von Parkscheinautomaten auf der Loretowiese diskutiert. Der damalige CSU-Fraktionsvorsitzende Adolf Dinglreiter meinte, im Sommer 1993 sei es wohl so weit. Darüber diskutiert wird bis heute, aber das Parken ist immer noch kostenfrei. bi

Ein Blick zurück in die Vergangenheit sagt viel über die Entwicklung einer Stadt und die Sichtweise früherer Generationen. Vieles wiederholt sich auch in verblüffender Weise. Wir haben deshalb in alten Zeitungsbänden geblättert und präsentieren in unregelmäßigen Abständen die interessantesten Dinge aus bestimmten Jahren. Heute geht es um die Zeit vom 15. bis 28. Januar.

Rosenheim – „Lebensmittelversorgung. Ab morgen, Dienstag, kann gegen Bezugsmarke 1 Marmelade bezogen werden. Bis einschl. Donnerstag ist Bestellmarke 2 auf Malzkaffee und Kaffee-Ersatz abzugeben. Ab Dienstag findet der Kartoffelverkauf im Mösbräukeller und Zollamtskeller statt. Die Abgabe von Sauerkraut ist Dienstag und Mittwoch auf dem Pernlohnerkeller.“

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„Das Tischzeugverbot hat noch immer nicht die Beachtung gefunden, die es im dringendsten volks- und kriegswirtschaftlichen Interesse erheischt. Die entbehrliche Gasthauswäsche wird zur Deckung des Bedarfs der ärmeren Bevölkerung an Kinder- und Säuglingswäsche u. dgl. benötigt, die Wäsche wird aber durch den täglichen Gebrauch in den Betrieben und die dadurch gebotene Reinigung mittels ätzender Stoffe abgenutzt und entwertet. Die Reichsbekleidungsstelle hat die Kommunalverbände aufgefordert, ihr bis 1. Februar d. J. alle Gasthausbetriebe zu benennen, die das Tischzeugverbot nicht beachten. Die Wäschebestände dieser Betriebe werden sofort enteignet werden.“

„Von den einen bewirtet, von den anderen angepöbelt. ,Einige Frauen brachten uns im härtesten Einsatz heißen Tee in beachtlichen Mengen, andere Frauen versorgten uns mit Bohnenkaffee, ein Wirt im Stadtbereich brachte uns mit dem Auto Würste und Brot in erstaunlichen Mengen auf eigene Rechnung.‘ Diese Beispiele stellte der Erste Kommandant der Rosenheimer Freiwilligen Feuerwehr in seinem Einsatzbericht über den Großbrand bei der Firma Werndl als die erfreulichsten Tatsachen heraus. Dort heißt es aber auch: ,Zuschauer pöbelten uns an und wurden gegen einzelne Feuerwehrleute sogar handgreiflich.‘“

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„In Rosenheim wird kein eigener Untersuchungsausschuß gebildet, um festzustellen, wie es zu der Kostenüberschreitung beim Krankenhausbau gekommen ist. Alle Fraktionen des Stadtrats haben sich geeinigt, die Prüfung dem Prüfungsamt der Stadtverwaltung zu übertragen. Bekanntlich hatte die SPD die Bildung eines Untersuchungsausschusses beantragt, als die unerwartete Kostenüberschreitung von 3,5 Millionen Mark bekannt geworden war.“

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„Todkranke Patienten mußten ins Bad oder in die Untersuchungsräume geschoben werden, weil kein Sterbezimmer vorhanden war. Dieses Beispiel zeigt am eindringlichsten, welche Mißstände es im Loretokrankenhaus Rosenheim gegeben hat. Es gab einen Saal, in dem bis zu 24 Kranke lagen und zwei Säle mit je 20 Krankenbetten. Auf den Internen Frauenstationen standen für rund 60 Patientinnen nur drei Toiletten zur Verfügung. Wechselvoll ist die Geschichte dieses Gebäudes. Vor dem Krieg war es Lyzeum, während des Krieges Lazarett, dann Versehrten- und Flüchtlingskrankenhaus und schließlich – in den letzten 20 Jahren – eines der beiden Krankenhäuser der Stadt.“

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„In der öffentlichen Versammlung der CSU im Rosenheimer ,Kolpinghaus‘ wurde bei einer Diskussion auch auf die vielbeachtete Stellungnahme der Rosenheimer Ärzteschaft zur neuen Trasse der B 15 hingewiesen. Hierzu sagte Oberbürgermeister Dr. Steinbeißer: ,Diese Dinge dürfen nicht allzu tragisch genommen werden.‘ Zu einer Westumgehung der Stadt, wie sie vorgeschlagen worden sei, werde es wohl niemals kommen.“

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„Was geschieht mit dem freiwerdenden Loretohaus und mit dem alten Holztechnikum? (Heute Prinzregentenschule. Anmerkung der Redaktion)? Soll im Holzhof (heute unter anderem Hallenbad und Luitpoldhalle. Anmerkung der Redaktion) ein Sportzentrum entstehen oder sollen Turnhallen bei den einzelnen Schulen gebaut werden? Sehr unterschiedliche Auffassungen gab es bei den bisherigen Besprechungen. Die SPD vertrat die Auffassung, daß Turnhallen in unmittelbarer Nähe der Schulen errichtet werden müßten. Oberbürgermeister Dr. Steinbeißer und die Fraktionsgemeinschaft verwiesen auf die vom Stadtrat bereits beschlossene zentrale Sportanlage am Holzhof, die für alle diese Schulen ausreichen würde.

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„Ehemänner, macht eure Geldbörsen weit auf! Ab kommenden Montag bis Ladenschluß am 10. Februar werden eure Frauen viel Geld brauchen. Für den radikalsten Winterschlußverkauf, den es je gab.“

„Die CSU-Fraktion hat die Stadtverwaltung aufgefordert, im Rahmen eines Gesamtverkehrskonzepts auch ein Konzept zur Parkraumgestaltung und -bewirtschaftung vorzulegen. Insbesondere sollen dabei auch die geplante Verkehrsraumbewirtschaftung der Loretowiese … und die Beseitigung von Straßenraumparkplätzen zugunsten des Öffentlichen Personennahverkehrs untersucht werden. Im Umkreis um die Loretowiese, die voraussichtlich ab Sommer mit Parkscheinautomaten ausgerüstet werden soll, sei an die Einrichtung von Parklizenz-Bereichen gedacht, sagte CSU-Fraktionsvorsitzender Adolf Dingleiter bei einem Pressegespräch.“

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„Inntal als Zulauftrasse zum Brenner abgelehnt. Auf eine knallharte Linie schwenkten gestern Landrat Dr. Max Gimple und Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Transitverkehr bei der Sitzung im Landratsamt. Ohne Gegenstimme wurde alle Pläne abgelehnt, nach denen das Inntal zur Zulauftrasse für den Brennerbasistunnel werden soll.“ re

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