Klinikum baut Dienstleistungs- und Schulungszentrum (DSZ) an der Schönfeldstraße

Im Parallelschwung zum Parkhaus

OVB
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Das geplante Dienstleistungs- und Schulungszentrum des Klinikums zeigt diese Visualisierung mit Blick von der Schönfeldstraße in Richtung Ellmaierstraße.

Rosenheim - In einer Art Parallelschwung wird die Bebauung gegenüber dem Parkhaus am Romed-Klinikum beim Ichikawa-Platz an der Schönfeld-/Ellmaierstraße gestaltet.

Das Klinikum will hier ein Dienstleistungs- und Schulungszentrum (DSZ) errichten. Der Änderungsbeschluss zum dortigen Bebaungsplan im beschleunigten Verfahren wurde jetzt im Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss gebilligt. Gegen die Planung stimmte Hans Raß von den Republikanern: "Das schaut verboten aus. Fünf Stockwerke - das ist zu hoch."

Die beiden Gebäude des Rothenfußer-Demenzzentrums stehen in der Mitte des Modells.

Für die Flächen zwischen Schönfeldstraße, Ellmaierstraße und Hammerbach setzt der seit August 2008 rechtsverbindliche Bebauungsplan ein Mischgebiet fest. Dem Bebauungsplan lag ein Konzept der Rothenfußer-Stiftung zugrunde, die an diesem Standort ein "Kompetenzzentrum Demenz" realisieren möchte. Die bisherige Planung, die neben dem Demenzzentrum auch weitere gewerbliche Nutzungen vorzugsweise im Bereich der medizinischen Dienstleistung umfassen sollte, konnte bisher nicht realisiert werden, weil für den als Schallschutz erforderlichen straßenbegleitenden Gebäuderiegel keine adäquaten Nutzer gefunden werden konnten.

Der fand sich nun durch das Vorhaben des Klinikums. Da die vorliegende Planung teilweise vom rechtsverbindlichen Bebauungsplan abweicht, beantragte das Klinikum gemeinsam mit der Jacob-und-Marie-Rothenfußer-Gedächtnisstiftung die Änderung des Bebauungsplans auf Grundlage der vorgelegten Planunterlagen. Das Projekt wurde dem Ausschuss im September vorgestellt. Dabei wurde Einverständnis mit der geplanten Entwicklung geäußert. Die Änderungen wurden mittlerweile detailliert vorbereitet.

Zwei Wohngebäude für Demenzzentrum

Die Planung für das Demenzzentrum der Rothenfußer-Stiftung änderte sich nur in wenigen Details, so dass eine Einbeziehung dieser Fläche in den Änderungsbereich nicht erforderlich ist. Die Wohngebäude des Demenzzentrums zwischen dem DSZ und dem Hammerbach errichtet die Rothenfußer-Stifung. Es sind zwei quadratische Gebäude, eines mit 320 Quadratmeter Grundfläche, das andere mit 350 Quadratmeter Grundfläche mit je drei Stockwerken (Erdgeschoss plus zwei).

Geändert wurde im Bebauungsplan die Zahl der bisher zulässigen Vollgeschosse von vier auf teilweise fünf Vollgeschosse entlang der Schönfeldstraße. Die Fassade entlang der Schönfeldstraße wird 65 Meter lang; das zum Teil fünfstöckige Gebäude (Erdgeschoss plus vier) wird eine Grundfläche von 1200 Quadratmeter aufweisen. Die Höhe ist beim vierstöckigen Teil auf 12,50 Meter, beim fünfstöckigen auf 15,40 Meter beschränkt. Der Gehweg wird in Teilbereichen auf zwei Meter verschmälert und an der Schönfeldstraße teilweise ab dem ersten Stockwerk überbaut.

Gegenüber der ursprünglichen Planung entfällt die Tiefgaragenzufahrt von der Schönfeldstraße. Da das Klinikum Plätze im gegenüberliegenden Parkhaus nachweisen kann, braucht das DSZ keine Tiefgarage, und das Demenzzentrum kann genügend Stellplätze an der Ellmaierstraße nachweisen.

Der Bebauungsplanentwurf wurde für die eingeschränkte Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie für die öffentliche Auslegung freigegeben.

re/hh/Oberbayerisches Volksblatt

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