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Club-Wirt: Franz Fischer vom Rosenheimer „Nerdz“ ist seit elf Monaten im Lockdown

Franz Fischer betreibt in Rosenheim den Club „Nerdz“.
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Franz Fischer betreibt in Rosenheim den Club „Nerdz“.

Ein Auf und Ab, und doch ein Hoffnungsschimmer: So sieht Franz Fischer (35), zusammen mit Alexander Stöhr Inhaber und Wirt beim Club „Nerdz“ in Rosenheim, die mittlerweile elf Monate der Schließung. „Der Tiefpunkt war am Ende des vergangenen Jahres.“ Wie es jetzt weitergeht? Im Herbst werde man wohl wieder aufmachen können, hofft er. 

„Seit elf Monaten haben wir geschlossen. Anfangs waren wir noch guter Dinge. Sechs bis acht Wochen, sagten wir uns, dann wird‘s schon wieder passen. Es hat dann aber doch nicht so ganz geklappt. Am Anfang macht man zu, baut ein bisserl um, streicht die Wände, Macht das, was was man ohnehin schon lange mal machen wollte. Die ersten drei, vier Wochen ist das gut gegangen.

Uns ist bewusst, dass wir vor Herbst nicht mehr aufmachen. Aber die Stimmung ist wieder besser. Den Tiefpunkt, den hatten wir Ende letzten Jahres.

Franz Fischer, Betreiber des „Nerdz“ in Rosenheim

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Dann aber merkt man, wie einem die Perspektive flöten geht. Weil wir nicht wussten, ob wir überhaupt wieder aufsperren kann, wie es mit den Hilfen aussieht, ob der Vermieter mit sich reden lässt – das wussten wird nicht. Und auf einmal ging die Motivation weg. Hatte man erstmal jeden zweiten Tag reingeschaut, zum umbauen oder malen, war man von da an auch mal 14 Tage weg. Was uns was gebracht hat: Wir haben uns mit den Kollegen gut zusammengeschlossen. Wir sind zusammengerückt.

Seit Juli kein einziger Tag mehr offen

Und dann ist der erste große Lockdown vorbei gewesen, wir haben dann aufgemacht, mit schärferen Vorgaben, als vorgeschrieben. Doch dann kam vom Ordnungsamt der Bescheid, dass nur die Speise-Gastro aufmachen darf. Die Privatveranstaltungen, die wir noch gebucht hatten, durften wir noch durchziehen, da hatten wie einen Deal mit dem Ordnungsamt, seitdem, also seit Juli, ist geschlossen.

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Mittlerweile haben wir uns mit dem Vermieter kurzgeschlossen und sind froh, dass der uns sehr entgegengekommen ist. Mit Überbrückungshilfe II und III haben wir die Motivation, dass wir umbauen. Uns ist bewusst, dass wir vor Herbst nicht mehr aufmachen. Aber die Stimmung ist wieder besser. Den Tiefpunkt, den hatten wir Ende letzten Jahres.“

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