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Weihnachtsaktion „OVB-Leser zeigen Herz“

Sophias Welt: Vom Mädchen aus Peking, das in Aschau mit den Augen spricht

Einmal um die halbe Welt: Sophia (11), geboren in Peking, hat im Chiemgau ein neues Zuhause gefunden.
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Einmal um die halbe Welt: Sophia (11), geboren in Peking, hat im Chiemgau ein neues Zuhause gefunden.
  • Ludwig Simeth
    VonLudwig Simeth
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Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln, lehrt eine chinesische Weisheit. Ein Blick sagt mehr als tausend Worte, heißt es im Deutschen. Dahoam is dahoam, sagt der Bayer. Drei Redensarten – sie könnten alle von Sophia (11) sein. Das Mädchen aus Peking fand in Aschau eine neue Heimat.

Rosenheim/Mühldorf – Sophie ist eine ausdrucksstarke und faszinierende Persönlichkeit – so wie alle anderen Kinder im Heilpädagogischen Zentrum in Aschau.

Doch Sophias Welt ist keine Welt der großen Worte, sondern der leisen Töne und der kleinen Gesten. Das Mädchen sitzt im Rollstuhl, kann weder sprechen noch gehen oder greifen und wird mit einer Sonde ernährt – wegen des Rett-Syndroms, eine seltene und genetisch bedingte neurologische Störung des Zentralnervensystems. In der klassischen Form sind fast nur Mädchen betroffen.

Was in ihrem Kopf vorgeht, kann man oft nur erahnen. Doch wenn Sophias Augen leuchten und sie vor Freude übers ganze Gesicht strahlt, und das kommt bei Sophia recht häufig vor, dann wickelt sie alle mit einem Wimpernschlag um den Finger – nicht nur Mama, Papa oder den kleinen Bruder, auch Lehrerinnen, Betreuerinnen oder Therapeutinnen. Das mit dem Lächeln und dem kürzesten Weg stimmt also. Sophia ist der beste Beweis.

Kein direkter und kurzer Weg hat Sophia indessen in den Chiemgau geführt, sondern ein langer – sicher weiter als bei jedem anderen Kind in ihrer Wohngruppe. – war hingegen Sophias Weltreise in den Chiemgau. Ihre Geschichte beginnt bereits 2001 – acht Jahre vor der Geburt. Da lernte ihr Papa, heute Geschäftsführer eines bayerischen Fahrzeugbau-Unternehmens, während eines China-Studienpraktikums Sophias künftige Mama kennen und lieben. 2009 kam Sophia in Peking zur Welt. 2012 ging es nach Deutschland, über die Stationen Aschaffenburg, Düsseldorf und Bonn schließlich in den Süden.

Die Sonnenstrahlen spüren: Sophia beim Familienausflug mit der Mama und dem kleinen Bruder.

Seit Oktober 2019 wohnt Sophia zusammen mit fünf weiteren Kindern in einer besonderen WG in Aschau: in der Josefgruppe im Würzburger Haus, zweiter Stock. Dort ist Sophia im HPZ in besten Händen – was auch ihre Eltern zu schätzen wissen. So viel Zeit, Aufmerksamkeit, Förderung und Fürsorge sei ihrer Tochter zuvor in anderen Einrichtungen nicht geschenkt geworden, freuen sie sich.

Sophia ist das Herzensmädl

„Sophia ist unser Herzensmädl in der M1“, sagt Simone Auer (30). M1 steht für Mittelschulstufe 1. Im Unterricht liest Simone, heilpädagogische Hilfskraft an der Förderschule, dem Mädchen jeden Wunsch und jeden Beitrag von den Lippen ab. Dass sich Sophia täglich im Schulalltag beweisen darf, ist für Wohlbefinden und Entwicklung sehr wichtig.

Und nach dem Ernst des Lebens? Da liegt Sophia, zurück im Würzburger Haus, für ihr Leben gern im Wasserklangbett oder auf einer Massage-Matte, spürt die Schwingungen und Vibrationen, genießt die harmonischen Lichterspiele im Halbdunkel, untermalt von meditativ-melodischen Klangwelten. „In diesen Momenten wirkt Sophia wie das glücklichste Mädchen der Welt“, sagt Steffi Miller, ihre Betreuerin in der Josefgruppe. Ihr Blick sagt dann mehr als tausend Worte.

Darum geht es bei der Weihnachtsaktion: OVB-Leser zeigen Herz: Mehr Lebensqualität für Kinder mit Handicaps

Große Augen wird Sophia auch machen, wenn neue Zeiten anbrechen im HPZ. Bald geht es los mit der Modernisierung und dem Umbau des HPZ samt Würzburger Haus. Die Weihnachtsaktion „OVB-Leser zeigen Herz“ soll dafür sorgen, dass dabei das Geld auch für eine Ausstattung reicht, die speziell auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten ist.

Spa-Erlebnis in der Badewanne daheim

So könnte in Sophies Welt ein digitales Update zu einem erheblichen Sinnlichkeits-, Spannungs- und Kommunikationsschub führen. Gerne würde sie auch andere Sachen nur mit den Augen steuern wie ihre geliebte Toniebox. Das ist eine würfelförmige Mini-Musikanlage mit allen Lieblingsstücken drauf, auf der Oberseite ist eine Cinderellafigur befestigt. Sophia hat die Musikbox immer dabei. Wenn die Technik streikt, kullern auch mal Tränen.

Jeden zweiten Freitag tendiert die Tränenwahrscheinlichkeit aber gegen Null. Dann darf Sophia übers Wochenende heim zu den Eltern und zu Adrian (9), ihrem kleinen Bruder, der einmal „Wissenschaftler“ werden will, wenn er groß ist, „am liebsten Professor“.

Keine Professorin, aber eine wahre Meisterin der Verwöhnkunst ist Sophias Mama. Zu Hause – die Familie wohnt im Raum München – bereitet sie dem Mädchen ein duftend-aromatisches Spa-Erlebnis nach allen Regeln der Wellness-Kunst. Das Badezimmer ist dann voller Wasserdampf und Sophia ist nachher ganz müde und glücklich.

„Liebe ist nicht das, was man sagt, sondern das, was man tut“, sagt Sophias Mutter Xiaojuan gern. Sie liebt beide Kinder von ganzem Herzen. Und sie tut auch so manches – nicht nur heißes Badewasser einlassen. Xiaojuan hat schon als Immobilienmaklerin gearbeitet, als Reiseleiterin oder eine eigene Boutique betrieben.

Dahoam is dahoam – das gilt auch zweimal

Natürlich beherrscht die Mama auch die chinesische Küche. Sophia gluckst fröhlich und gedankenversunken, wenn sie sich zusammen mit dem kleinen Bruder einen Kinderfilm anschaut und dabei der köstliche Duft der Peking-Ente aus der Küche herüberzieht.

Aber wie die Zeit vergeht. Es ist schon Sonntag. In Kürze geht es zurück nach Aschau. Glucks- und Glücksmomente gibt es auch dort zur Genüge. Dahoam is hoid dahoam – für Sophia sogar in doppelter Hinsicht.

Die OVB-Weihnachtsaktion 2021.

Das sind die Nummern der Spendenkonten

Das sind die Nummern der Spendenkonten
Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling
IBAN DE75 7115 0000 0000 0787 82
BIC BYLADEM1ROS

meine Volksbank Raiffeisenbank eG
IBAN DE78 7116 0000 0008 8499 00
BIC GENODEF1VRR

Spenden und einen Mazda gewinnen

Unter allen Spendern und Teilnehmern wird ein Mazda 2 verlost. Den Wagen im Wert von 17.500 Euro hat City-Autopartner Kolbermoor, ein Unternehmen der Auto-Eder-Gruppe, gestiftet. Die Namen der Spender werden in der Printausgabe der OVB-Heimatzeitungen veröffentlicht. Wer nicht mit seinem Namen erscheinen will, vermerkt dies bei der Überweisung mit dem Zusatz „Anonym“ oder „Keine Namensnennung“. Jede Spende ab zehn Euro, die bis 6. Januar 2022 auf einem der beiden Spendenkonten eingeht, nimmt automatisch an der Verlosung des Wagens teil.

Bei Beträgen bis zu 300 Euro gilt der Kontoauszug oder Überweisungsbeleg als Spendenquittung für das Finanzamt. Bei höheren Beträgen stellt die OVB-Stiftung Spendenquittungen aus. Hierzu muss allerdings eine vollständige Postadresse vorhanden sein.

Mitarbeiter des OVB-Medienhauses und der Auto-Eder-Gruppe sowie deren Angehörige können nicht an der Verlosung teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Aus rechtlichen Gründen sind die OVB-Heimatzeitungen verpflichtet, auch Nicht-Spender am Gewinnspiel teilnehmen zu lassen. Diese schicken eine Postkarte mit dem Kennwort „Weihnachtsaktion: Ich will ohne zu spenden gewinnen“ ans OVB. Ihre Betroffenenrechte und Datenschutzinfos finden Sie unter https://www.ovbabo.de/datenschutz.

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