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Ochsenrennen in Wildenwart: „Lois“ läuft allen davon

So sehen Sieger aus: „Lois“ mit Jockey Hans Wallner (Mitte) und den Trainern Hannes Wallner (links) und Paul Stettner aus dem Rennstall Moar z‘ Bruck.

Der schnellste Ochs von Wildenwart ist Lois. Er flirtet nicht, er schaut nicht in die Berge. Er rennt einfach – und lässt die anderen Teilnehmer hinter sich. Von Heinrich Rehberg

Wildenwart – „Lois“ mit Jockey Hans Wallner aus dem Rennstall vom Moar z‘ Bruck ist der schnellste Ochs von Wildenwart. Souverän gewann er den Siegerkranz beim dritten internationalen Wildenwarter Ochsenrennen. Auf Platz zwei folgte „Wiggerl“ vom Glaser in Frasdorf vor „Lodus“ und dem Loderer Schorsch aus Prien.

Konkurrenz zur Formel Eins

Diese Ochsenrennen könnten – zumindest im Chiemgau – eine ernsthafte Konkurrenz zur Formel Eins werden. Gut 2500 Zuschauer – laut Stadionsprecher Martin Baumgartner – säumten bei vorfrühlingshaften Temperaturen die Rennbahn an der Wildenwarter Kirche. Sie bekamen sehr unterschiedliche sportliche Leistungen geboten.

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Während der spätere Sieger Lois seinen Vorlauf souverän gewann und von vorne herein allen Ehrgeiz zeigte, nahmen es einige andere, zur großen Belustigung der Zuschauer, mit dem Rennen und der sportlichen Pflicht nicht so genau.

Die Letztplatzierten schauen lieber in die Berge

Gustl, Alfons und Xaver, die drei Letztplatzierten betrachteten intensiv die Berge und das erste Gras der Saison. Sie nahmen lieber Kontakt zu den vielen maskierten Zuschauerinnen auf, als sich beim Rennen allzu sehr zu strapazieren. Dabei wussten sie nicht, dass sie sich mit dieser Einstellung selbst um die Siegerehrung und die Teilnahme am abendlichen Ochsenball im Feuerwehrhaus brachten.

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Alles Zureden und Anstacheln der Zugtiere vor den abenteuerlichen Gefährten half nichts: Wenn Kai, Oskar und Greta nicht wollten, dann ging für ein paar Minuten gar nichts. Gustl verzichtete auf seinen Vorlauf und brachte es auch im Finale gerade einmal auf eine Wegstrecke von gut zehn Metern, das reichte bei einer Rundenlänge von 203,57 Metern natürlich nicht aus und brachte ihm den letzten Platz ein.

„Greta“ chanchenlos an einem Sonntag

Besonderes Interesse fand „Greta“ mit dem Braun Sepp am Zügel: Da es Sonntag war, konnte es nicht gut gehen mit den beiden, am Friday wäre es vielleicht anders gelaufen und sie hätten eine „future“ miteinander gehabt. Oskar durfte zum Abschluss als besonders süße Last einmal eine Runde mit dem Aschauer Prinzenpaar Philip I. und Franziska II. fahren. Die beiden Stadionsprecher Martin Baumgartner und Andreas Freund bekamen die Pointen von den verhinderten Rennläufern stets prompt geliefert. „Nächstes Jahr sollte der Fasching in den Sommer fallen“, meinte eine Zuschauerin, „dann macht es noch viel mehr Spaß.“

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Fahrer und Zuschauer bunt kostümiert

Neun Ochsen und ihre Besitzer nahmen am Ochsenrennen teil. Mit fantasievollen Kostümen glänzten die Fahrer. Auch bei den Zuschauern war zumeist eine dem Anlass angemessene Maskierung als Ochs und Kuh angesagt, Hauptsache alle waren warm angezogen, mit dem reichlich vorhandenem Glühwein konnten die vielen verfrorenen Nasen aufgetaut werden.

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