Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Ausstellung des Trachten-Gauverbandes im Bildungszentrum St. Nikolaus

Nikolaus kontra Kommerzkasperl

Werbung, Mythos und Wahrheit zum Thema Nikolaus zeigt derzeit eine Ausstellung im Bildungszentrum.  Foto  Janka
+
Werbung, Mythos und Wahrheit zum Thema Nikolaus zeigt derzeit eine Ausstellung im Bildungszentrum. Foto Janka

Rosenheim - Unter dem Titel "Jessas, is heit scho Nikolaus?" hat die Initiative "Kultur unterwegs" des Gauverbandes I der oberbayerischen Gebirgstrachtenerhaltungsvereine im Bildungszentrum St. Nikolaus an der Pettenkoferstraße eine Ausstellung gestaltet, welche die christlichen Wurzeln der Nikolausgestalt zeigt. Auf Schautafeln wird die Entstehung der Verehrung für den Bischof von Myra dargestellt, aber auch die Wandlung der Nikolausfeiern hin zum modernen kauffördernden Event, auch in Gestalt des rotmanteligen Weihnachtsmannes mit Zipfelmütze.

Am Eröffnungsabend sang der Kinderchor der Pfarrei Rohrdorf unter der Leitung von Gracia Sinnesbichler bairische Nikolo-Lieder, bevor Brauchtumskenner Siegi Götze ein leidenschaftliches Plädoyer für den wahren Nikolaus hielt. Diesen Namen trugen in Ehren oströmische Kaiser und russische Zaren. Götze erinnerte an die Legenden, die den Heiligen als Menschen- und Kinderfreund und Gabenbringer charakterisieren.

Nikolaus ist auch der Patron der Seeleute. Ab dem 18. Jahrhundert machte er Hausbesuche, zusammen mit einem finsteren Gesellen, dem Krampus, ein Zeichen für die damals praktizierte "schwarze Pädagogik" der Bestrafung. Dazu regte Götze an, den Nikolaus nicht mehr als Kinder-, sondern zum heutigen Erwachsenenschreck werden zu lassen, der den Großen die Leviten liest.

Götze bat darum, sich gegen die heutigen "Hoho-ho"-rufenden "Kommerzkasperl" zu wehren, die als bloße Konsumförderer das Bild des wahren Bischofs mit Mitra, Messgewand und Stab verfälschen. Ebenso hätten Perchten mit grausamen Masken nichts am Nikolaustag zu suchen; sie gehörten in die Raunächte.

Die Ausstellung ist bis Mittwoch, 16. Dezember, jeweils von 8 bis 20 Uhr zu sehen. Zusätzlich gibt es CDs und Broschüren, die das echte Nikolausbild fördern sollen. rwj

Mehr zum Thema

Kommentare