Ein neuer Fall für Amnesty International

Mit dem Fall von Alexandra Hidalgo beschäftigt sich seit neuestem die Rosenheimer Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI). Die Venezolanerin wurde in Caracas, der Hauptstadt ihres Landes, entführt und vergewaltigt. Als einen der Vergewaltiger erkannte sie ihren Ex-Ehemann. Die AI-Mitglieder und andere fordern in Briefen an die Regierungsbehörden, die Zusicherung, dass die mutmaßlichen Täter vor Gericht gestellt werden.

Alexandra Hidalgo wurde im Mai 2004 mit Waffengewalt entführt. Siebeneinhalb Stunden lang wurde sie von einer Gruppe von Männern vergewaltigt und gefoltert, unter ihnen ihr Ex-Ehemann. Dieser, ein Oberstleutnant der venezolanischen Armee, leugnete jede Beteiligung an der Entführung. Seiner Ex-Frau soll er gedroht haben, sie und ihre Kinder zu töten, sollte sie über die Tat sprechen. Zwar benutzte Alexandra Hidalgo belastende Beweise vom Mobiltelefon ihres Ex-Mannes, um seine Festnahme zu erwirken. Er wurde der auch der Entführung, Vergewaltigung und der Beihilfe bei Fahrzeugdiebstahl angeklagt und für vier Monate in Haft genommen. Man stellte ihn jedoch nie vor Gericht. Im April 2005 kam er unter Auflagen frei und tauchte unter. Seither konnte er nicht wieder gefasst werden.

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