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Ehrenamtliche gesucht

Neuer Besuchsdienst in Rosenheim soll für Senioren ein Ausweg aus der Einsamkeit sein

Wollen den Senioren in Stadt und Landkreis ihre Zeit schenken: (von links) Pastoralreferentin Adelheid Lappy, Leiterin der katholischen Seniorenpastoral in Stadt- und Landkreis, Sozialpädagogin Hedwig Petzet von der Caritas, Pastoralreferentin Petra Fußberger-Diehl, Leiterin der katholischen Seniorenpastoral in Stadt- und Landkreis und Diplom-Pädagogin Stephanie Staiger von der Diakonie.
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Wollen den Senioren in Stadt und Landkreis ihre Zeit schenken: (von links) Pastoralreferentin Adelheid Lappy, Leiterin der katholischen Seniorenpastoral in Stadt- und Landkreis, Sozialpädagogin Hedwig Petzet von der Caritas, Pastoralreferentin Petra Fußberger-Diehl, Leiterin der katholischen Seniorenpastoral in Stadt- und Landkreis und Diplom-Pädagogin Stephanie Staiger von der Diakonie.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Unter dem Motto „Reden ist Gold“ haben der katholische Seniorenpastoral Rosenheim, die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde sowie Diakonie und Caritas einen ehrenamtlichen Besuchsdienst für ältere Menschen konzipiert. Der Bedarf ist da – nur die Ehrenamtlichen fehlen noch.

Rosenheim – Die Arbeit mit Senioren hat Adelheid Lappy schon länger begeistert. Seit 2017 setzt sie sich für die älteren Menschen in der Region ein, hat zugestimmt, als man ihr die neue Position als Leiterin der katholischen Seniorenpastoral für Stadt und Landkreis angeboten hat. Diese Stelle teilt sie sich jetzt mit Pastoralreferentin Petra Fußberger-Diehl. Gemeinsam haben die beiden Frauen in den vergangenen Monaten überlegt, wie sie den Senioren in Stadt und Landkreis unter die Arme greifen können.

Wenn die Mobilität nachlässt

„Immer mehr Menschen werden älter und viele von ihnen leben alleine zu Hause“, sagt Fußberger-Diehl. Sie erinnert daran, dass mit zunehmend Alter auch die Mobilität nachlässt und sich viele ältere Menschen deshalb schwertun, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ein konfessionsoffener Besuchsdienst soll jetzt dabei helfen, denjenigen, die alleine zu Hause leben, Kontaktmöglichkeiten anzubieten.

Wertschätzende Gespräche

Wie wertvoll das sein kann, weiß Adelheid Lappy. Die 61-Jährige besucht bereits seit einiger Zeit eine Seniorin zu Hause. „Die Gespräche sind sehr wertschätzend und bereichernd“, sagt sie.

Manchmal würden sie spazieren gehen, manchmal einfach nur daheim sitzen und Karten spielen. „Es geht darum, einander Zeit zu schenken“, sagt die Pastoralreferentin. Und davon hätte jeder zumindest ein paar Stunden übrig. Sei es für gemeinsame Spaziergänge, einen kurzen Ausflug oder ein gutes Gespräch bei Kaffee und Kuchen.

Konfession spielt keine wesentliche Rolle

Während die Konfession bei den Besuchen keine wesentliche Rolle spielt, sei das Zuhören dafür umso wichtiger. Eine Fähigkeit, die nicht jeder beherrscht. Das wissen auch Adelheid Lappy und Petra Fußberger-Diehl. Aus diesem Grund bieten sie vier Schulungstermine an, in denen Interessierte unter anderem etwas zum Thema Kommunikation lernen, aber auch Informationen rund ums Älterwerden erhalten.

Sicherheit im Umgang mit älteren Menschen

Zudem gebe es Anregungen zur Gestaltung eines Besuchs und Hinweise zu den notwendigen organisatorischen Aspekten rund um den Besuchsdienst. „Es ist uns wichtig, dass wir die Ehrenamtlichen gut vorbereiten und ihnen Sicherheit im Umgang mit älteren Menschen geben“, sagt Fußberger-Diehl.

Sowohl sie, als auch Adelheid Lappy werden die Besuchenden anschließend bei dem ersten Treffen mit den Senioren begleiten. Das sei wichtig, um zu erkennen, ob die Chemie stimmt und ein gegenseitiges Vertrauen aufgebaut werden kann. Nur dann könne das Angebot funktionieren.

Bisher noch kein festes Konzept

Ziel sei es, dass die Ehrenamtlichen ein Mal in der Woche einen älteren Menschen besuchen. Ein festes Konzept gebe es nicht. „Der Besuchende und der Senior sollen gemeinsam überlegen, was sie gerne miteinander tun wollen“, sagt Adelheid Lappy. Vorstellbar seien beispielsweise Spaziergänge oder gemeinsam Karten zu spielen.

„Der kostenlose Besuchsdienst ist allerdings kein Ersatz für einen Pflegedienst oder eine Haushaltshilfe“, sagt Petra Fußberger-Diehl. Es gehe ausschließlich darum, einander Zeit zu schenken und ein offenes Ohr für den anderen zu haben.

Kontaktfreudig und gut im Zuhören

Ob und wenn ja wie das Angebot angenommen wird, muss sich in den kommenden Monaten zeigen. Jetzt sind die beiden Pastoralreferentinnen vor allem auf der Suche nach Ehrenamtlichen – die kontaktfreudig sind, in der Lage sind, zuhören zu können, und „eine Liebe zu älteren Menschen haben“. „Man bekommt unheimlich viel von den Senioren zurück“, sagt Adelheid Lappy. Auch deshalb würde sie ihre Arbeit so sehr begeistern.

Die Schulungstermine finden am 25. April, 2. Mai, 13. Mai und 23. Mai, jeweils von 18 bis 20.30 Uhr statt. Am 13. Mai beginnt die Schulung bereits um 16 Uhr. Treffpunkt ist im Pfarrsaal Christkönig am Kardinal-Faulhaber-Platz 7. Anmeldung unter seniorenpastoral-ro@eomuc.de beziehungsweise telefonisch unter 08031/187516 oder 0151/46363201

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