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Seit Mai allein im Dienst

Neuer Aicherpark-Sprecher will bessere Anbindung an ÖPNV

Der neue Sprecher der Interessengemeinschaft Aicherpark, Harald Bühler.
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Der neue Sprecher der Interessengemeinschaft Aicherpark, Harald Bühler.
  • Jens Kirschner
    vonJens Kirschner
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Bereits im März ist der Rosenheimer Harald Bühler als Sprecher der Interessensgemeinschaft Aicherpark tätig. Doch erst im Mai übernahm er die Aufgabe von seinem Vorgänger Hans Schussmann vollends. Den Zusammenhalt im Gewerbegebiet will er weiterpflegen, aber auch die ÖPNV-Anbindung an das Gelände verbessern.

Rosenheim – Angefahren kommt Harald Bühler auf dem Mountainbike. Auf dem Rad unterwegs zu sein, gehört zu einer seiner Leidenschaften. Am Wochenende mit dem Velo raus ins Rosenheimer Umland – das braucht er am Wochenende und gerne auch mal unter der Woche. Jung wirkt er, der hochgewachsene Mann mit leicht verwuschelter Frisur.

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Schon seit März ist Bühler der neue Sprecher der Interessensgemeinschaft Aicherpark. Doch erst seit Mai führt er die Geschäfte seines Vorgängers Hans Schussmann allein. Seit 1998 lebt der gebürtige Südbadener in Rosenheim. Die Technische Hochschule lockte seiner Zeit mit ihrem Studienangebot. Heute ist der Ingenieur für Holztechnik längst in Oberbayern angekommen.

Leidenschaft für Kultur

Wohl auch seiner Frau geschuldet, die der 45-Jährige dort kennenlernte, mit der er inzwischen zwei Buben hat. Und eine gemeinsame Leidenschaft: die Kultur. Beide sitzen im Vorstand des Rosenheimer „KulturKlubs“. Bühler sieht seine Frau – eine Texterin – dabei eher als Kulturproduzentin, sich als Kulturkonsumenten.

Zeitlich gesehen ein „Nebenjob“

Vor einem der Neuzugänge des Aicherparks – dem Stuntwerk – lässt sich Bühler mit seinem Radl ablichten, während im Hintergrund Mitarbeiter des Kletterparks Pflanzen dort hineintragen. Man kennt sich, man grüßt sich. Und beim Stuntwerk freut man sich offensichtlich über die Entscheidung der Interessensgemeinschaft, den 45-Jährigen zum Sprecher gekürt zu haben. Zeitlich gesehen, ist seine neue Aufgabe nur ein „Nebenjob“. Rund 15 Prozent seiner Arbeitszeit gehe an den Aicherpark. Bühlers Schwerpunkt: Er betreut das Projektmanagement bei einer Rosenheimer Designfirma für Innenreinrichtung.

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Wenn es darum geht, Zeitpläne abzustecken und Handwerker zu koordinieren, ist er ihr Ansprechpartner. Ähnlich sieht es bei seinem Job im Aicherpark aus. „Wir sind kein Center-Management, das alles vorgibt und nach dem sich die Händler zu richten haben“, sagt Bühler. Er sieht sich eher als Mittler, als jemand, der gemeinsame Aktionen der Aicherpark-Mitglieder koordiniert.

Neuer Dreh für die Karriere

Zuvor hatte er bei einem Unternehmen für Möbeldesign angeheuert, sich dort vom Einkauf bis hin zum Prokuristen emporgearbeitet. Denn folgte der Entschluss, in die Selbstständigkeit zu gehen. Ende vergangenen Jahres gründete er sein eigenes Ingenieurbüro. Eine „Lebensentscheidung“, wie Bühler sagt, um seiner Karriere einen neuen Dreh zu geben. Und er wirkt alles andere als unglücklich darüber, dass er inzwischen selbst dafür sorgen muss, dass Kunden beikommen, damit Geld in die Kasse fließt.

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Zumindest die Aufgabe als Sprecher wurde ihm vom Aicherpark-Chef Franz Aicher junior angetragen, mit dem er zuvor schon Kontakt hatte. Vor allem seine Kommunikationsfähigkeit habe den Ausschlag dafür gegeben, dass er den Zuschlag erhielt, sagt Bühler. „Das große Bindeglied zu sein, zwischen der IG Aicherpark und der Kommune“, wie er einen Teil seiner Aufgabe definiert.

Fragen über die Zukunft

Zwei Monate hatte er Zeit, um sich gemeinsamen mit seinem Vorgänger einzuarbeiten. Hans Schussmann tat, was er immer gerne tut. Erzählen, welche Geschichten sich hinter den Gebäuden und Geschäften verbergen: Welcher Betrieb gehört welchem Eigentümer? Wo gibt es Eigenheiten? Wo liegen Potenziale für die Zukunft? Fragen, mit denen sich beide vor allem während ihrer Streifzügen über das Gelände beschäftigt haben.

Bessere ÖPNV-Anbindung

Was besagte Potenziale angeht, schwebt dem passionierten Radfahrer unter anderem eine bessere Anbindung des Gewerbeparks über den ÖPNV vor. Auch für jene, die den Aicherpark vor allem als ihren Arbeitsplatz kennen. Der frisch hergerichtete Bahnsteig liegt noch arg versteckt hinter Gebäuden und Gebüsch.

Doch den neuen Weg dorthin kann Bühler bereits aufzeigen, die Strecke ist mit Flatterband markiert. Das ohnehin schon „gute Gemeinschaftsgefühl“, wie der Ingenieur findet, will er weiter pflegen, um nicht zu sagen ausbauen. „An einem Strang ziehen und die Interessen der Mieter und Grundstückseigentümer bündeln. Das ist natürlich die Aufgabe eines Sprechers.“

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