Neue Pläne für ehemalige K&L-Filiale

Rosenheim – Die Neuge staltung der ehemaligen K & L-Filiale in Rosenheim geht in die nächste Runde.

Die Stadträte haben zwar den Stand der Dinge zur Kenntnis genommen. Doch noch sind viele Hürden zu nehmen. Nicht zuletzt aufgrund der Corona-Krise.

Zunächst einmal sehen die Pläne der Eigentümergemeinschaft vor, die Struktur des Gebäudes an der Kreuzung Münchener Straße/ Prinzregentenstraße aufzulösen: Statt verbundener Etagen wird jedes Stockwerk in sich geschlossen angelegt. Hintergrund dafür ist, dass K & L die Räume im Untergeschoss, im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss über Rolltreppen miteinander verbunden hatte. Die nun vorliegende Planung sieht vor, dass im Untergeschoss eine Tiefgarage mit 18 Stellplätzen entsteht. Die Zufahrt führt von der Karstadt-Tiefgarage an der Gillitzerstraße ab. Im Erdgeschoss des Anwesens wird, wie berichtet, auf rund 350 Quadratmetern die Buchhandlung „Rupprecht“ einziehen. Als Einzugstermin war der Herbst geplant. Ob das allerdings zu halten ist, sei fraglich, teilt ein Sprecher der Eigentümergemeinschaft mit.

Zusätzlich zu „Rupprecht“ ist im Erdgeschoss eine weitere Einzelhandelsfläche vorgesehen, auf rund 230 Quadratmetern. Dafür befinde man sich „in finalen Gesprächen“, sagt der Sprecher.

Die Corona-Krise hat vieles durcheinandergebracht, verlässliche Größen gibt es derzeit kaum. Und so warnt der Sprecher auch im Fall des Geschäftshauses in bester Rosenheimer Lage vor allzu großer Hoffnung, dass alle jetzt getroffenen Aussagen auch wirklich eintreffen werden. Dies gilt insbesondere für die vierte Etage des Hauses. Dort, so sehen es die Pläne vor, sollen drei Wohnungen entstehen mit zurückversetzten Dachterrassen. Ein offener Laubengang sei anzubauen, eine Spindeltreppe auf der Hofseite des Hauses und außerdem einige Gauben. Doch fix ist nichts in diesen Corona-Zeiten und so ist fraglich, ob die Wohnungen tatsächlich gebaut werden, oder vielleicht doch eher Büroräumen weichen müssen. Letztlich wird das eine Frage des Aufwands, etwa in Sachen Brandschutz, und damit des Geldes sein. Unbenommen ist derzeit, dass im ersten, zweiten und dritten Obergeschoss verschiedene Büros Platz finden sollen. Insgesamt beträgt die Fläche dieser Etagen etwa 2000 Quadratmeter.

Die Schaffung neuer Büroflächen warf im Pandemie-Rat die Frage auf, ob es dafür Bedarf in der Stadt gebe. Oder ob nicht eher ein Überangebot drohe. Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl verneinte dies. bw

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