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IM ALTER VON 68 JAHREN GESTORBEN

Hermine Deindl, ehemalige Rektorin in Rosenheim: Trauer um eine große Pädagogin

Hermine Deindl aus Rosenheim ist im Alter von 68 Jahren gestorben.
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Hermine Deindl aus Rosenheim ist im Alter von 68 Jahren gestorben.

Die Fürstätter Schulfamilie trauert um eine große Pädagogin: Die langjährige Leiterin der Grund- und Mittelschule Fürstätt, Hermine Deindl, ist jetzt im Alter von 68 Jahren gestorben. Erst vor vier Jahren war die gebürtige Rosenheimerin in den Ruhestand verabschiedet worden.

Rosenheim – 2017 wurde Hermine Deindl nach 40 Dienstjahren als Lehrerin, Konrektorin und zwölf Jahren als Rektorin der Fürstätter Schule feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Ein Lebensabschnitt voller Pläne lag vor ihr. Auch im Ruhestand wollte sie noch mit Schülern ihren geliebten Schulgarten weiter betreuen. Reisen wollte sie, Deutschland und Europa kennenlernen, nachdem sie mit ihrem Mann bereits fast alle Erdteile besucht hatte. Aber es kam leider anders. Nur vier Jahre nach ihrem Ruhestand, der erheblich durch Krankheit geprägt war, verstarb sie nun.

Hermine Deindl wurde 1953 in Rosenheim geboren, besuchte das Ignaz-Günther-Gymnasium in Rosenheim und machte dort 1972 das Abitur. Nach einigen Semestern Zahnmedizin sattelte sie um und begann das Studium zur Volksschullehrerin.

Bereits als Referendarin in Fürstätt

1977 kam sie als Referendarin nach Fürstätt, führte dort eine siebte Hauptschulklasse, mit der sie auch das zweite Staatsexamen äußerst erfolgreich ablegte. In den Folgejahren war sie durchgehend in den Jahrgängen Sieben bis Neun Klassenlehrerin. Sie verstand es, durch viel Lob, aber auch durch eiserne Konsequenz ihre Schüler zu Disziplin und fleißiger Arbeit zu motivieren.

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Neben der alltäglichen Schularbeit fand sie noch Zeit und Freude für die Arbeit an einigen großen Projekten. 20 Jahre betreute sie mit einem Kollegenteam das Fürstätter Schultheater. Sie gründete mit ihrer Klasse die erste Fürstätter Schülerfirma, die sehr erfolgreich Brillenständer aus Holz und Acryl herstellte und verkaufte. Sechs Jahre lang nahm sie mit ihren Klassen am von Brüssel geförderten Comeniusprojekt teil, bei dem sie mit Schulen aus Polen, Ungarn, Frankreich, Spanien, Finnland und Sizilien an gemeinsamen Projekten arbeitete. Die Kommunikationssprache war Englisch, für Hauptschüler eine riesige Herausforderung. Mit polnischen Schulen organisierte sie sogar einen Schüleraustausch.

Kollegium zur Teamarbeit motiviert

Als Rektorin motivierte sie ihr Kollegium zu Teamarbeit, arbeitete vertrauensvoll mit dem Elternbeirat zusammen und beriet auf Augenhöhe Architekten und Stadtbauamt beim Erweiterungsbau der Fürstätter Schule. Wie sehr sie sich der Fürstätter Schule verbunden fühlte, zeigte sich, als sie eine Berufung ins Staatliche Schulamt ablehnte.

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Hermine Deindl war mit dem Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Dr. Josef Deindl verheiratet, der bereits 2011 im Alter von knapp 60 Jahren verstorben war. Nachdem sie keine eigenen Kinder hatte, übernahm sie „Patenschaften“ für die Kinder von Kolleginnen und Freundinnen.

In ihrer Freizeit strickte sie für diese Kinder zahlreiche Trachtenjanker. Ein weiteres Hobby war Kochen und Backen. Doch ihr liebstes Hobby blieb ihr Garten, in dem es zu allen Jahreszeiten blühte. Sie vervollständigte ihre Gartenkenntnisse und suchte neue Impulse auf einigen Gartenreisen nach England und Wien. Ein Jahr vor ihrem Tod sagte sie: „Jetzt ist der Garten so, wie ich ihn mir vorstelle. Ich möchte ihn nächstes Jahr noch einmal so sehen.“

Die Trauerfeier für Hermine Deindl mit anschließender Urnenbeisetzung findet am heutigen Freitag, 9. Juli, um 13.45 Uhr auf dem Städtischen Friedhof in Rosenheim statt.re

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