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Nach massiven Beschwerden über Lärm

Rosenheim will Autoposer stoppen: Kommt ein nächtliches Durchfahrtsverbot für Teile der Innenstadt?

Ärgert sich über die Autoposer und die damit verbundenen Lärmbelästigungen: Andreas Crombach, Manager des Parkhotels Crombach an der Kufsteiner Straße 2.
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Ärgert sich über die Autoposer und die damit verbundenen Lärmbelästigungen: Andreas Crombach, Manager des Parkhotels Crombach an der Kufsteiner Straße 2.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Aufheulende Motoren, quietschende Reifen und röhrende Auspuffe: Autoposer machen Anwohnern und Hotelbetreibern in der Rosenheimer Innenstadt das Leben schwer. Jetzt scheint eine Lösung gefunden. Doch eine gewisse Skepsis bleibt.

Rosenheim –Andreas Crombach hat die Nase voll. Kaum ein Monat vergeht, in dem sich die Gäste des Parkhotels Crombach nicht über den Lärm beschweren. Der Hotelmanager erzählt von schlechten Bewertungen und Gästen, die zum Teil nächtelang keine Ruhe finden, weil sie die vorbeirasenden Autoposer vom Schlaf abhalten. „Das hört man sogar durch die geschlossenen Fenster“, sagt er.

Treffen im Rathaus mit OB Andreas März

Hinzukomme, dass das Hotel im Moment noch über keine Klimaanlage verfügt und die Gäste – gerade in den Sommermonaten – zum Teil gezwungen sind, ihre Fenster zu öffnen. Doch die zu erwartende Stille, die ein verkehrsberuhigter Bereich zu später Stunde mit sich bringen sollte, bleibt an der Kufsteiner- und Münchener Straße oft aus. Der Autoposer wegen.

„Das wollte ich nicht länger auf mir sitzen lassen“, sagt Crombach – und bat kurzerhand um ein Treffen im Rathaus. Dort suchte er gemeinsam mit Joachim Ess, der als Hoteldirektor im Tryp bei Wyndham Rosenheim arbeitet, das Gespräch mit Oberbürgermeister Andreas März. „Auch bei uns beschweren sich die Gäste massiv über den Lärm“, sagt Ess.

Durchfahrtsverbot von 22 bis 6 Uhr?

Um die Lage in den Griff zu bekommen, schlugen die beiden Männer vor, ein nächtliches Durchfahrtsverbot, von 22 bis 6 Uhr, in einem Teil der Innenstadt einzurichten.

Eine Idee, die auch andere Städte aufgegriffen haben, um gegen die Autoposer-Szene und Raser vorzugehen. So ist beispielsweise seit Mai ein Teil der Deggendorfer Innenstadt am Abend für Autofahrer gesperrt. Die Auswirkungen sollen bis Oktober beobachtet und anschließend erneut im Verkehrsausschuss beraten werden.

Derzeit in Abstimmung mit den Behörden

Und auch in Rosenheim scheint alles auf diese Lösung hinauszulaufen. „Die Maßnahme befindet sich derzeit in Abstimmung mit den betroffenen Behörden“, teilt die Stadt auf Anfrage mit. Wo genau die Schilder angebracht werden sollen, werde im Moment besprochen.

„Generell kann gesagt werden, dass die Beschilderung dort positioniert wird, wo der Verkehr zu den Uhrzeiten, in denen die Sperrung gelten soll, sinnvoll abgeleitet werden kann“, heißt es aus dem Rathaus. Sobald die Entscheidung gefallen ist, ein Durchfahrtsverbot zu errichten, will die Stadt die zuständige Dienststelle der Polizei bitten, dessen Einhaltung zu kontrollieren.

Lob für schnelle und gute Umsetzung

Lob für Oberbürgermeister Andreas März und Ordnungsamtsleiter Oliver Horner für die „schnelle und gute Umsetzung“ gibt es von Andreas Crombach. „In der Vergangenheit war das nicht selbstverständlich“, sagt der Hotelmanager. Schon jetzt bezeichnet er ein mögliches Durchfahrtsverbot als „Gewinn“ und hofft, dass der Lärmpegel und die damit verbundenen Beschwerden dadurch abnehmen.

Appell an die Vernunft der Bürger

Etwas zurückhaltender auf das „Rennfahrverbot“, wie er es nennt, reagiert Joachim Ess. „Ich weiß, wie die Leute sind. Manche werden sich daran halten und andere nicht“, sagt er. Auch weil er weiß, dass die Polizei nicht rund um die Uhr vor Ort sein kann, um zu kontrollieren, ob das nächtliche Durchfahrtverbot eingehalten wird. „Wenn das Durchfahrtsverbot nichts bringt, werde ich wieder im Rathaus stehen“, sagt Andreas Crombach.

Ob das tatsächlich notwendig ist, wird sich demnächst herausstellen – dann nämlich, wenn das Verbot in Kraft tritt.

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