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Freienbetreuung

Nach Corona-Zwangspause hat der Aktivspielplatz Hüttenstadt in Rosenheim wieder geöffnet

Die Hüttenstadt des Aktivspielplatzes aus selbst errichteten Holzbauten.
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Die Hüttenstadt des Aktivspielplatzes aus selbst errichteten Holzbauten.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Er hat wieder geöffnet: der Aktivspielplatz Hüttenstadt an der Westerndorfer Straße. Nach coronabedingter Pause hat die Einrichtung auf dem Gelände der Pfarrei St. Michael wieder offen. Doch im Blick auf die Corona-Lage ist noch längst nicht klar, ob das auch so bleibt.

Rosenheim – Etwa 50 Buben und Mädchen betreuen der Sozialpädagoge Klaas Prößdorf, sein Kollege Bela Hemala sowie ehrenamtliche Helfer. Hemala führt durch die Angebote der Ferienbetreuung an diesem Nachmittag.

Selbstgebaute Wasserrutsche

Drinnen basteln die Jungen und Mädchen an Skulpturen. Zwei Kinder rennen vorbei, in ihrem Gesicht trocknen gerade Gipsbinden, die sie sich gegenseitig auflegten, um anschließend Masken daraus zu basteln. Draußen im Schatten großer Bäume batiken die Kinder T-Shirts.

Gerade im Sommer beliebt: die Wasserrutsche in der Hüttenstadt.

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Gegenüber stößt man auf die zehnjährige Hannah Baumgärtner mit ihrer achtjährigen Schwester Lara und Mutter Natascha, welche die beiden gerade abholt. Hannah hat besonders das Filzen Spaß gemacht, aber auch, Traumfänger zu basteln. Viel Spaß hatte sie aber auch während ihrer Zeit in der Hüttenstadt. Dort stehen selbst errichtete Holzbauten, die auch die Außenküche nebst selbst gebautem Lehmofen beherbergen. Und nicht zuletzt gibt es dort auch eine selbst gebaute Wasserrutsche, an der Hannah viel Freude hatte.

Besuchen regelmäßig den Aktivspielplatz: Lara und Natascha Baumgärtner (von links).

Konzept an Pandemiegeschehen angepasst

Sein Konzept hat der Stadtjugendring als Träger der Einrichtung angepasst, um dem noch immer herrschen Pandemiegeschehen gerecht zu werden. Es brauchte ein Hygienekonzept mit festgeschriebenen Gruppengrößen. Zehn Kinder dürfen maximal zusammen sein. Das bedeutet, dass man sich von dem bisher geltenden „offenen und fluiden“ Konzept verabschieden musste, wie Klaas Prößdorf schildert. Auch wenn man während der coronabedinten Schließung nicht untätig war und Angebote ohne direkte Begegnungen gestaltet hatte: Gemeinsam zu spielen und zu basteln konnten diese Bemühungen nicht wirklich ersetzen.

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Sprich: Es gibt feste Gruppen mit festen Betreuern statt fliegendem Wechsel zwischen den Angeboten. Damit will man die Kontakte unter den Kindern überschaubar halten, wenngleich die spielenden Buben und Mädchen auf dem Gelände des Pfarramts St. Michael aus diesem Schema auch mal ausbrechen. Es gibt Workshops zu unterschiedlichen Themen. „Insgesamt haben wir etwa 25 verschiedene Möglichkeiten für die Kinder“, berichtet Prößdorf.

Welt jenseits des Digitalen

„Es ist uns wichtig, dass wir mit den Kindern viel handwerklich arbeiten“, sagt der Sozialpädagoge. Schreinern, Zimmern, aber auch Kunsthandwerk gehören zu den Angeboten der Ferienbetreuung des Spielplatzes. Es geht darum, den Kindern eine Welt jenseits des Digitalen aufzuzeigen.

Vor allem Handwerk gehört zu den Angeboten der Ferienbetreuung am Aktivspielplatz des Stadtrjugendrings.

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Dass zum Beispiel aus einem Samenkorn eine ansehnliche Gurkenpflanze entsteht, dass sich aus einfachen Materialien wunderschöne Kunstwerke schaffen lassen. „Wir wollen die Kinder individuell fördern, in jenen Bereichen, in denen sie ihre Stärken haben“, sagt Prößdorf. Und letztlich sollen die Angebote auch Grundlage für ein möglichst großes Allgemeinwissen legen.

Angst vor erneuter Schließung

Der Einzugsbereich des Spielplatzes gehe weit über die Umgebung von St. Michael hinaus. Kinder aus den Stadtteilen wie auch aus dem Landkreis Rosenheim besuchten das offene Angebot des Stadtjugendrings. „Für viele Kinder sind wir eine feste Sozialisationsgröße“, findet Prößdorf. Einige besuchten den Spielplatz schon über Jahre regelmäßig, andere schauten nur sporadisch vorbei.

Mit selbst gebautem Tonofen: die Außenküche des Aktivspielplatzes.

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Normalerweise gehören auch Ausflüge zum Repertoire des Aktivspielplatzes, heuer jedoch nicht. „Nach den Ferien, so Gott will, können wir auch das wieder anbieten“, hofft Prößdorf. Das hänge davon ab, wie sich die Pandemie mit Blick auf den Herbst weiter entwickle. Es klingt durch, dass nicht ausgeschlossen ist, dass der Spielplatz bei entsprechender Inzidenz erneut schließen muss.

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