Rosenheimer Martin Klauka fahrt mit Katze um die Welt – bei uns können Sie sein Buch gewinnen! 

Immer mit dabei hat Martin Klauka seine Katze Mogli. Seit drei Jahren sind die beiden unzertrennlich. Auf dem Motorrad ist sie mit einer Leine „angeschnallt“.
  • vonTina Blum
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Seit 3 Jahren reist er nun schon um die halbe Welt – mit dem Motorrad und seiner Katze Mogli hinten drauf. Corona zwingt den 34-Jährigen gerade, länger in Indien zu bleiben. Uns sendet er von dort besondere Grüße. 

29. Juli: 

Gewinnen Sie "Einmal mit der Katze um die halbe Welt"

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1. Juli: 

Rosenheim/Kozhikode– Wenn er auftaucht, dann zieht er alle Blicke auf sich. Besser gesagt die Katze, die Martin Klauka (34) immer dabei hat. Seine treue Wegbegleiterin ist Katze Mogli – oder wie er sie nennt: „seine Prinzessin“.

Von Rosenheim aus ging es mit seiner Honda Africa Twin über den Balkan, die Türkei, den Iran bis nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Dort sollte die Reise 2018 eigentlich enden. Doch nach sieben Monaten zog Klauka weiter. Über Pakistan und Indien fuhr er bis nach Nepal und verwirklichte sich damit einen Lebenstraum.

Seit drei Jahren sind sie unzertrennlich

Die gemeinsame Geschichte des Gespanns begann 2017: „Ich fand Mogli auf dem Rückweg von einer Motorrad-Tour in Marokko“, berichtet Klauka. Es stand nicht gut um das Kätzchen, das am Straßenrand kauerte. Liebe auf den ersten Blick sei es gewesen. „Mogli ist auf meinen Arm gekrabbelt, sie war unterkühlt und ausgehungert.“ Die Mutter wurde wohl von einem Auto überfahren. Die tragischen Hintergründe waren jedoch der Beginn einer wundervollen Freundschaft.

Martin Klaukas Reisebericht erschien im Apri dieses Jahres.

Die ersten Meter auf dem Motorrad waren holprig, „aber sie hat sich nach gut 20 Minuten Fahrt daran gewöhnt“, erläutert der 34-Jährige. Seitdem ist Mogli überall dabei. So stand es für Klauka außer Frage, Mogli auf seine Motorradreise mitzunehmen. „Wenn man ein Kätzchen hat, dann verliebt man sich auch schnell“, sagt er und lacht.

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Ausgebremst durch Corona

Derzeit stecken Martin Klauka und seine Mogli in Indien fest. Nach 31 Monaten, 15 Ländern und 50 000 zurückgelegten Kilometern war das Gespann im März unterwegs zum südlichsten Punkt des indischen Subkontinents, dem Kap Komorin. Eine Tagesfahrt hätte gefehlt. Doch die Pandemie zwang Klauka zum Umdrehen. „Normalerweise sind die Menschen hier sehr gastfreundlich. Aber man hat gemerkt, dass sie Ausländern gegenüber misstrauisch wurden“, berichtet er.

Um Geld zu sparen, kommen Martin Klauka und Mogli unterwegs oft bei Einheimischen unter. Doch plötzlich war da Corona. Ein Virus, den viele Menschen in Indien für eine Krankheit hielten, die von Weißen eingeschleppt wurde, sagt Klauka. Glücklicherweise habe er bereits Freundschaften geschlossen und kam bei einem Freund in Kozhikode, früher Calicut, an der Westküste Indiens unter. „Als Weißer sticht man heraus. Anwohner haben dann die Polizei gerufen.“ Diese habe eine 14-tägige Quarantäne angeordnet.

In den Hügeln des Himalaya entstand sein Buch

Seine Weiterreise verschiebt sich dadurch. „Eigentlich wollte ich jetzt schon in Russland sein und weiter nach Hause fahren“, sagt Klauka. Würde er sich jetzt auf den Weg machen, käme er auf seiner Strecke über Pakistan, den Iran und Kasachstan in den Winter rein. Nicht die besten Voraussetzungen für eine Reise mit dem Motorrad. Deswegen müsse er seine Heimreise wohl noch um ein Jahr hinauszögern, befürchtet Klauka. Während seiner Reise war der Rosenheimer nicht untätig. Im Mai 2018 kam ein Verlag mit einem Angebot auf ihn zu. „Sie schlugen mir vor, meine Reise in einem Buch niederzuschreiben“, sagt er. Ein Jahr habe er für das Schreiben gebraucht. Nach einem Unfall im Norden Indiens in den Hügeln des Himalaya fanden Klauka und seine Mogli Zuflucht in einer Hütte im Bergkamm, wo er mit dem Schreiben begann.

Ein Hingucker: Martin Klauka aus Rosenheim reiste mit seiner Katze Mogli auf dem Motorrad bis nach Indien. privat

Die Herausforderungen, mit einer Katze zu reisen

In „Einmal mit der Katze um die halbe Welt“ erzählt er seine und Moglis Geschichte, berichtet über das Reisen mit Motorrad und Katze. Denn vor allem in den großen Städten Indiens kann Mogli nicht ohne Aufsicht raus. Zu viel Verkehr und Trubel. „Einmal habe ich befürchtet, sie für immer verloren zu haben“, erzählt er. Sie sei durch einen Spalt entkommen. Doch Mogli kam wieder. Maunzend saß sie vor dem Fenster. Erschienen ist der Reisebericht im April dieses Jahres (GU Verlag).

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Vorschuss und Webshop-Einnahmen

Und wie finanziert man eine solche Weltreise? „Ich lebe derzeit noch vom Vorschuss und dem, was ich aus meinem Webshop einnehme“, sagt der 34-Jährige. Außerdem habe er über Spendenaufrufe Unterstützung bekommen. Gewidmet hat Martin Klauka das Buch allen, die mit dem Gedanken spielen, auf Reisen zu gehen. Und seiner „Mum“, seiner Mutter Anka Lorenz-Klauka aus Großkarolinenfeld. Sie besuchte ihren Sohn unterwegs. „Wir haben gemeinsame Motorrad-Touren unternommen. Es sind ja auch sehr schöne Urlaubsziele, wo er unterwegs ist“, berichtet sie auf Anfrage unserer Zeitung. Wegen der Corona-Pandemie habe sich zwar Sorgen gemacht, „aber dank Whatsapp kann man sehr gut Kontakt halten“.

Mitte Juni haben Martin Klauka und Mogli einen weiteren Versuch gewagt, um zum südlichsten Punkt Indiens zu gelangen. „Es hat aber neue Corona-Fälle gegeben und wir mussten umkehren“, berichtet Klauka. Erst einmal werde er wohl nicht weiterziehen können.

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