Mehr Überschuldete durch Corona

Rosenheim –.

Die Schuldner- und Insolvenzberatung für die Stadt Rosenheim rechnet bis Jahresende mit einem erheblichen Anstieg der Anfragen von überschuldeten Bürgern. Durch die Corona-Krise werden etliche Selbstständige ihr Geschäft aufgeben müssen. Viele Arbeitnehmer sind in Kurzarbeit und müssen mit reduziertem Einkommen zurechtkommen.

Die Schuldnerberatung kann helfen, einen Überblick über die finanzielle Situation zu bekommen und Prioritäten bei den Zahlungen zu setzen. Sie verhandelt mit Gläubigern, kann Ratenzahlungen vereinbaren, Zahlungspläne erstellen und bei Vollstreckungsschutzanträgen helfen.

Für ein erstes Klärungsgespräch dienen die Außensprechstunden in den Bürgerhäusern der Stadt. Die Sprechzeiten in den Bürgerhäusern sind: Bürgerverein Erlenau jeden ersten Montag im Monat von 9 bis 11 Uhr, Bürgerverein Happing jeden ersten Montag im Monat von 12 bis 14 Uhr, Bürgerverein E-Werk jeden ersten Donnerstag im Monat von 15.30 bis 18.30 Uhr und Bürgerverein „Miteinander“ jeden zweiten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr. Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig.

Die offene Sprechstunde in den Räumlichkeiten der Schuldnerberatungsstelle kann derzeit noch nicht stattfinden. Aktuell können nur persönliche Gespräche in der Beratungsstelle mit vorheriger Terminvereinbarung stattfinden.

Es wird erwartet, dass im laufenden Jahr die Anträge für Insolvenzverfahren erheblich ansteigen. Die Bundesregierung plant ab Oktober die Laufzeit des Insolvenzverfahrens von derzeit sechs auf drei Jahre zu verkürzen. Die Insolvenzberatung der Diakonie richtet ab sofort eine zusätzliche Sprechstunde ein. Diese Telefonsprechstunde findet donnerstags zwischen 13 und 14 Uhr statt unter Telefon 0 80 31/2 35 34 62.

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