Stadtjugendring hat Angst um seine Räumlichkeiten im Lokschuppen

Mehr Platz für Ausstellung

SJR-Bühne im Lokschuppen: Hier finden auch die jährlichen Rosenheimer. Kleinkunsttage statt. Langfristig plant die VKR, diese Restfläche der ehemaligen Lokrotunde ihren Ausstellungsräumen zuzuschlagen.
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SJR-Bühne im Lokschuppen: Hier finden auch die jährlichen Rosenheimer. Kleinkunsttage statt. Langfristig plant die VKR, diese Restfläche der ehemaligen Lokrotunde ihren Ausstellungsräumen zuzuschlagen.

Rosenheim - Nach den Dinos die Indianer: Rekord-Besucherzahlen sind beim Ausstellungszentrum Lokschuppen schon fast Normalität. Doch um den ständig steigenden Besucherzahlen gerecht werden zu können, benötigt man viel Platz und der wird langsam knapp. Peter Lutz, Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kongress Gesellschaft (VKR), denkt bereits über Lösungen nach, um in Zukunft mehr Fläche zu gewinnen - zum Leidwesen des Stadtjugendrings, denn der könnte damit seine "Heimat" im Lokschuppen verlieren.

Für die Dinosaurier-Ausstellung wurde extra ein Anbau geschaffen. Genutzt wurde dieser auch noch für die "Gewürze". Bei den Indianern diente das große Tipi als Zusatzfläche. "Das zeigt, der Platz wird tatsächlich eng", meint dazu Lutz. Fakt sei, um den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden und wettbewerbsfähig zu bleiben, benötige das Ausstellungszentrum Lokschuppen mittelfristig betrachtet, dringend mehr Platz. Zum einen, um mehr Exponate zeigen zu können. Wichtig sei es aber noch, einen geräumigen und attraktiven Aufenthaltsraum für Besucher zu haben: "Es ist nicht schön, wenn man bei Regen lange im Freien warten muss."

Die VKR ist nicht der einzige Pächter des Lokschuppens. Die Stadt Rosenheim gibt dort auch dem Stadtjugendring Raum.

Stadtjugendring-Vorsitzender Stefan Hofer weiß von den VKR-Plänen. "Zu Beginn des Jahres sah es schon einmal so aus, als müssten wir uns bald nach neuen Räumlichkeiten umsehen", sagte er bei der Herbst-Vollversammlung. Allerdings bewege sich der Verein nun wieder "in ruhigeren Fahrwasser". Die Umsiedlung des Stadtjugendrings (SJR) stehe derzeit nicht mehr zu Debatte: "Anscheinend wurden diese Pläne wieder zurückgestellt."

Lutz sieht das nicht so: "An unseren Überlegungen hat sich nichts geändert. Das ist ein Abwägungsprozess. Man muss unbedingt die Zukunft im Auge behalten. Die Entscheidung liegt letztendlich eh bei der Stadt."

Nach Auskunft von Wirtschaftsdezernenten Thomas Bugl wird der SJR kurz- und mittelfristig seinen derzeitigen Platz behalten. Langfristig, und das wisse der Stadtjugendring auch, werde man allerdings nach einem besseren und nachhaltigeren Standort suchen müssen.

wu/Oberbayerisches Volkslatt

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