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Mehr als nur eine „Kleiderkammer“. Rosenheimer BRK-Kleiderladen jetzt an der Samerstraße 27a

Das Altersspektrum der Mitarbeiter ist groß: Ob die 78-jährige Ute Happel oder die 27-jährige Julia Mooser: Wer Beratung sucht, findet unter den insgesamt zwanzig ehrenamtlichen Kräften garantiert jemand, der den Geschmack der jeweiligen Altersgruppe aus eigenem Erleben kennt.
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Das Altersspektrum der Mitarbeiter ist groß: Ob die 78-jährige Ute Happel oder die 27-jährige Julia Mooser: Wer Beratung sucht, findet unter den insgesamt zwanzig ehrenamtlichen Kräften garantiert jemand, der den Geschmack der jeweiligen Altersgruppe aus eigenem Erleben kennt.
  • VonJohannes Thomae
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Nachdem das bisherige Domizil abgerissen wird, musste sich der BRK-Kleiderladen ein neues Domizil suchen. Das hat er – nur unweit der bisherigen Adresse – an der Samerstraße 27a gefunden.

Rosenheim – Ihr neues Domizil sehen die Beschäftigten des Rosenheimer BRK-Kleiderladens mit einem großen lachendem und einem kleinen weinendem Auge und das liegt an der Lage. Zwar ist das Haus in der Samerstraße 27a von seiner Größe ideal geeignet, wirkt auch schon von außen einladend, buchstäblich wie ein kleines Paradies: Mitten in der Stadt, aber durch seine Lage hinter einer Häuserzeile doch weg vom Lärm. Genau die Lage ist aber auch der kleine Wermutstropfen: „Wir sind jetzt schwerer zu finden als in unserem vorherigen Laden“, sagt Claudia Rieger die stellvertretende Leiterin der Kleiderläden des Roten Kreuzes. „Der lag genau am anderen Ende, direkt an der Samerstraße in dem ehemaligen Kino, das jetzt abgerissen wird. Dort hatten wir auch viele Kunden, die uns zufällig entdeckten und dann einfach einmal hereinschauten. Jetzt, da wir nicht mehr unmittelbar an der Straße sind, kommt niemand mehr einfach so zufällig vorbei – man muss bewusst kommen wollen“.

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Diejenigen, die kommen wollen, sind übrigens schon längst nicht mehr nur die, die auf günstige Kleidung angewiesen sind. „Den Beigeschmack der „Kleiderkammer“ haben wir glücklicherweise schon seit Langem überwunden“, erzählt Claudia Rieger. „Wer zu uns kommt, sucht Mode, die anspricht, möchte dafür aber keine Unsummen bezahlen. Und für immer mehr Menschen wird auch der Aspekt wichtig, dass es hier um ein bewusstes Verständnis unserer Umwelt gegenüber geht: Es ist schlicht unsinnig, Dinge, die noch perfekt zu verwenden sind, einfach wegzuwerfen“.

Ermäßigungskarten für günstigen Kauf

Dennoch ist das ursprüngliche Ziel, ein wirklich günstiges Einkaufsangebot zu bieten, nicht verloren gegangen: Für alle, deren Budget beschränkt ist, gibt es Ermäßigungskarten. Dann zahlt man auf alles nur noch die Hälfte des angegebenen und sowieso schon äußerst günstigen Preises. Die staatlich vorgegebenen Einkommensgrenzen für diese Ermäßigungskarte sind so bemessen, dass wirklich viele darunterfallen: Eine Einzelperson darf 2160 Euro brutto verdienen, eine Familie mit zwei kleinen Kindern unter 14 Jahren 4500 Euro brutto. „Das sind Einkommen, die von ganz vielen nicht erreicht werden, deutlich mehr jedenfalls, als bei uns um Ermäßigungskarten nachfragen“ meint Claudia Rieger. Sie plädiert deshalb an alle ihre Kunden: Haben Sie keine Scheu, fragen Sie bei uns nach, wir helfen gern.

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Gern geholfen wird wie in jedem guten Modegeschäft auch bei der Auswahl der Kleidungsstücke. Nicht unerheblich ist dafür das breite Altersspektrum der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Ob junge Leute oder Menschen gesetzteren Alters – sie finden im Laden ein Gegenüber, das die Modewünsche der Kundschaft aus eigenem Erleben kennt und deshalb kompetente Beratung bieten kann. Die 27-jährige Julia Mooser weiß zum Beispiel sehr gut, wer das T-shirt mit Einhorn-Aufdruck gern tragen wollen würde, für wen es ein witzig-ironischer Kontrapunkt wäre und wer es einfach nur peinlich fände. „Man braucht neben einem sicheren Gespür für Farben und Schnitte eben auch ein Gespür für die Menschen“, sagt ihre Kollegin, die 78-jährige Ute Happel.

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Ein „Menschengespür“ haben alle der zwanzig Frauen und Männer, die dort ehrenamtlich arbeiten, denn genau deshalb tun sie es ja: „Man kommt mit Leuten zusammen, hat Kontakt und Austausch“, sagt Ute Happel „Und macht dabei ganz prinzipiell etwas wirklich Sinnvolles“ ergänzt Julia Mooser.

Ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht

Kurz: Sich bewusst auf den Weg in die Samerstraße 27a zu machen lohnt sich. „Und eigentlich sind wir ja einfach zu finden“, sagt Claudia Rieger. „Von der Prinzregentenstraße aus geht man gut 100 Meter in die Samerstraße rein, bis zum ersten Baum auf der rechten Seite: Da findet sich die Einfahrt zu unserem Innenhof, in dem wir auch Kundenparkplätze haben“. Und vielleicht kommt ja auch die eine oder der andere, um sich dem Team hier oder in einem der sechs anderen BRK-Kleiderläden im Landkreis anzuschließen: Ehrenamtliche Mitarbeiter, die kontaktoffen sind und Interesse an einer wirklich sinnvollen Tätigkeit haben, suchen die Kleiderläden immer.

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