PILZ ALS AUSLÖSER

„Massive Abholzungen“ am Hammerbach in Rosenheim verärgern Bürger

Ist eigentlich nicht nach Lachen zu Mute: Eberhard Haefele aus Rosenheim ärgert sich über die Fällungen am Hammerbach.
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Ist eigentlich nicht nach Lachen zu Mute: Eberhard Haefele aus Rosenheim ärgert sich über die Fällungen am Hammerbach.

Das Eschentriebsterben und die damit verbundenen Maßnahmen beschäftigen die Rosenheimer bereits seit einigen Wochen. Jetzt sorgt eine neue Fällung für Unmut. Zumindest bei einem Bürger.

Rosenheim – Eberhard Haefele aus Rosenheim ist verärgert. Als er vor einigen Tagen im Bereich der Kläranlage unterwegs war, traute er seinen Augen nicht. Am Telefon spricht er von „massiven Abholzungen“, davon, dass sogar „gesunde Bäume gefällt wurden“. Jetzt will er wissen, was Sache ist. Die Antworten dazu liefert Andreas Holderer vom Wasserwirtschaftsamt. Bereits im Sommer seien er und seine Kollegen von der Stadt Rosenheim auf die kranken Eschen am Hammerbach hingewiesen wurden. „In Abstimmung mit dem Umweltamt wurden die vom Eschentriebsterben befallenen Bäume nun gefällt“, erklärt Andreas Holderer.

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Absterben der Triebe und Fäulnis der Wurzeln

Beim Eschentriebsterben handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die zum Absterben der Triebe und zu Fäulnis der Wurzeln führt. Das Problem: „Für Laien ist oft nicht ersichtlich, ob die Bäume krank sind“, so Holderer. Auch wenn das Holz der gefällten Bäume – wie von Eberhard Haefele kritisiert – „augenscheinlich gesund ist“, verlören die befallenen Eschen kurzfristig ihre Standfestigkeit, sodass gehandelt werden müsse, um die Benutzer der Wege nicht zu gefährden.

„Alternativen zur Fällung gibt es durch das Verfaulen der Wurzeln nicht“, sagt Holderer und weist daraufhin, dass aus diesem Grund weitere Arbeiten am Hammerbach durchgeführt werden müssen. So werden im Bereich der Ellmaierstraße am Dienstag, 9. Februar, 25 kranke Bäume gefällt, die ebenfalls vom Eschentriebsterben befallen sind. Auch diese Maßnahme ist – laut dem Wasserwirtschaftsamt – mit der Stadt Rosenheim abgestimmt. Für Eberhard Haefele nur ein kleiner Trost.

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