Maskenpflicht bei Kulturveranstaltungen soll fallen: Kuko-Chef hält Maßnahme für „überfällig“

EIne der letzten großen Veranstaltungen im Rosenheimer Kuko vor dem Lockdown: die „Nacht der Musicals“.
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EIne der letzten großen Veranstaltungen im Rosenheimer Kuko vor dem Lockdown: die „Nacht der Musicals“.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
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Rosenheim – Die Maskenpflicht für Kulturveranstaltungen soll fallen – das will das bayerische Kabinett am Mittwoch beschließen. Eine Maßnahme, die Peter Lutz, Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kongress GmbH in Rosenheim, für „überfällig“ hält, wie er im Interview mit den OVB-Heimatzeitungen verrät.

Was versprechen Sie sich als Veranstalter vom Wegfall der Maskenpflicht bei kulturellen Veranstaltungen?

Peter Lutz: „Für den Besucher ist es eine Erleichterung. Für den Veranstalter ändert sich nichts. Denn bei Kulturveranstaltungen in geschlossenen Räumen wird über die zu erstellenden Schutz- und Hygienekonzepte generell ein Mindestabstand von 1,5 m vorgeschrieben. Einzig hiervon ausgenommen sind Angehörige des eigenen Hausstands. Der Wegfall der Maskenpflicht an den Plätzen ist überfällig und letztendlich nur eine Anpassung beispielsweise an die bereits in der Gastronomie geltenden Vorgaben.“

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Peter Lutz

Glauben Sie, dass jetzt vielleicht wieder mehr Menschen Kulturveranstaltungen aufsuchen? Oder könnten Menschen dadurch sogar noch mehr Angst haben, Veranstaltungen zu besuchen?

Lutz: „Menschen, die Angst haben, werden auch weiterhin nicht am öffentlichen Leben teilnehmen, unabhängig von der Maskenbefreiung am Sitzplatz bei Kulturveranstaltungen.“

Wie ist die derzeitige Situation für Sie als Veranstalter? Ist schon etwas Entspannung eingetreten?

Lutz: Ob eine Maskenpflicht bei Kulturveranstaltungen besteht oder nicht hat meiner Meinung nach keinerlei Auswirkungen auf die Veranstaltungsbranche. Entscheidend für Veranstalter ist die zulässige Anzahl an Besuchern. Hier müssen vertretbare Lockerungen, wie das beispielsweise bereits in Österreich der Fall ist, schnellstmöglich kommen, ansonsten werden der Veranstaltungsbranche irreparable Schäden zugefügt. Wesentlich sinnvoller wäre deshalb die Beibehaltung der Maskenpflicht bei Aufhebung des Mindestabstandes, wie eben in Österreich.

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Haben die jetzt durch die Staatsregierung getroffenen Entscheidungen Einfluss auf das Veranstaltungsprogramm?

Lutz:“Das Entfallen der Maskenpflicht beim Besuch von Kulturveranstaltungen hat keinerlei Auswirkungen auf das Veranstaltungsprogramm.“

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