Mangfall im entwickelt sich stetig: Das sagt das Rosenheimer Wasserwirtschaftsamt

Durch um gestürzte Bäume und Treibgut verändern sich die Strukturen der Mangfall an der Auerbachmündung immer wieder.
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Durch um gestürzte Bäume und Treibgut verändern sich die Strukturen der Mangfall an der Auerbachmündung immer wieder.

Mit wachsamem Auge verfolgt das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim die Entwicklung der Mangfall im Bereich der Auerbachmündung im Stadtgebiet Rosenheim. Ein Steilufer und umgestürzte Bäume bilden hier neue Gewässerstrukturen und schützende Unterstände für Fische.

Rosenheim – Eine Kiesbank ist entstanden und das Steilufer wird neuer Lebensraum für den Eisvogel. Durch die dichte Bebauung und die engen Verhältnisse an der Mangfall im weiteren Verlauf sowie die flussabwärts liegenden Brücken ist aber auch die Gefahr der Verklausung entstanden, wenn ganze Bäume beim Hochwasser fortgespült werden und die Brückenöffnungen blockieren. Bäume, die auf die Kiesbank stürzen können, sind eine weitere Gefahrenquelle für die Menschen, die am Gewässer Erholung suchen.

Bereiche von Bevölkerung stark frequentiert

„Durch die Kombination von Hochwasserschutz und ökologischen Maßnahmen haben wir der Mangfall ein Stück Dynamik zurückgegeben, wie sie für diesen alpinen Wildfluss charakteristisch ist“, teilte Paul Geisenhofer, der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim, mit.

Speziell im Sommer werden diese Bereiche von der Bevölkerung stark frequentiert. „Jeder der sich hier am Fluss erholen will, solle sich der Gefahren bewusst sein, die ein Aufenthalt in der freien Natur, im Wald und an einem naturbelassenen, alpinen Gewässer mit sich bringt“, so Geisenhofer weiter. Speziell an den Uferanbrüchen und Steilufern können jederzeit große Bäume ins Flussbett stürzen.

Vor zwei Jahren Informationstafeln aufgestellt

Bereits vor zwei Jahren hatte das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim an den Wegen Informationstafeln aufgestellt, die vor diesen Gefahren und einem Betreten der Kiesbänke warnen. Um das Hochwasserrisiko an den Brücken, das von abgetriebenen Bäumen ausgeht und das akute Risiko für den Kiesbankbereich zu reduzieren, wird das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim noch vor den Sommerferien einzelne besonders gefährliche und unterspülte Bäume am Steilufer zurückschneiden oder ganz entfernen. Die Arbeiten sind mit den für den Waldbestand zuständigen Bayerischen Staatsforsten und der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Rosenheim abgestimmt. Die Verklausungsgefahr an den Brücken kann damit wesentlich reduziert werden, zugleich verbleibt aber ökologisch wertvolles Totholz im Auwald.

Gefahr herunterfallender Äste

Leider ist der Auwaldbestand zwischen Triftkanal und Mangfall massiv vom Eschentriebsterben betroffen. Diese Baumerkrankung führt zu Absterbeprozessen in den Baumkronen, die mit der Gefahr herunterfallender Äste sowie einer erheblichen Verminderung der Standsicherheit einhergehen. Im kommenden Winter wird der Forstbetrieb Schliersee deshalb eine Hiebsmaßnahme zur Verkehrssicherung durchführen, bei der die gefährlichsten Bäume entnommen werden.

Auch nach den Sicherungsmaßnahmen sollten sich Waldbesucher, Badegäste und Fischer aber darüber im Klaren sein, dass sie beim Aufenthalt in der freien Natur für sich selbst verantwortlich sind. Auch das Ordnungsamt der Stadt Rosenheim ruft die Bevölkerung dazu auf, die Gefahrenhinweise ernst zu nehmen und speziell die Kiesbänke im Bereich des Steilufers konsequent zu meiden. Zudem wird an die Erholungssuchenden appelliert, keinen Müll in der freien Landschaft zu hinterlassen.

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