Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Interview

Magier berichtet von seinen Ideen für die Rosenheimer Siegfried-und-Roy-Ausstellung

Waren zu Lebzeiten befreundet: Magier Florian Zimmer (rechts) möchte in Gedenken an Siegfried Fischbacher (links) dabei helfen, im Rosenheimer Ballhaus eine Ausstellung zu kreieren.
+
Waren zu Lebzeiten befreundet: Magier Florian Zimmer (rechts) möchte in Gedenken an Siegfried Fischbacher (links) dabei helfen, im Rosenheimer Ballhaus eine Ausstellung zu kreieren.
  • Korbinian Sautter
    vonKorbinian Sautter
    schließen

Rosenheim – Um an die Rosenheimer Zauberlegende Siegfried Fischbacher zu gedenken, soll im Ballhaus eine Ausstellung zu Siegfried und Roy entstehen. Trickerfinder Florian Zimmer war mit den beiden Weltstars befreundet und erzählt, wie er das Projekt mit seiner Magie verzaubern will.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich an der geplanten Ausstellung für Siegfried und Roy zu beteiligen?

Florian Zimmer: Es geht um das Vermächtnis von Siegfried und Roy. Ich kannte die beiden schon seit 2007. Als ich gehört habe, dass an einer Ausstellung im Rosenheimer Ballhaus gearbeitet wird, wollte ich als Trickkünstler gerne helfen.

Sie haben Siegfried und Roy persönlich gekannt. Wie ist es dazu gekommen?

Zimmer: Das erste Mal habe ich sie in Las Vegas getroffen, als ich von den beiden den Golden Lion Award erhalten habe, einer der höchsten Auszeichnungen, die man als Magier bekommen kann. Ich war damals zum ersten Mal in den USA und war total aufgeregt. Nachdem ich den Wettbewerb gewonnen habe, kam Siegfried zu mir und sagte: „Endlich holt sich mal ein Landsmann diesen Award.“ Seit dem sind wir in Kontakt geblieben und haben uns gegenseitig besucht. Man kann sagen, wir sind Freunde geworden.

Absolute Idole für viele Magier

Was verbinden Sie mit den beiden?

Zimmer: Sie waren absolute Idole für mich, wie aber auch für sehr viele Magier. Sie waren Weltstars, die die Zauberkünste auf ein neues Level gehoben haben. Siegfried und Roy sind Menschen aus der Region, die eine Entertainment Branche revolutioniert haben. Zaubern war damals nicht im Trend, bis sie eine ganze Show daraus machten. Die Idee mit den weißen Tigern war dann natürlich nochmal etwas besonderes. Sie haben die Menschen berührt und haben eine positive Message unter die Leute gebracht.

Das erste Treffen mit den Zauberstars: Florian Zimmer kannte Siegfried (links) und Roy (rechts) seit dem Gewinn des Golden Lion Award im Jahr 2007.

Siegfried Fischbacher ist am 13. Januar an Krebs verstorben. Wie haben Sie das aufgenommen?

Zimmer: Es hat mich super stark getroffen. Die Magier sind alle eine Clique, die nicht sonderlich groß ist. Da kommt man schnell zusammen. Ich war noch im engen Kontakt mit Siegfried, da ich ihn für einen Film beraten habe, der von den beiden Magiern handelt. Der Film ist trotz des Todes noch in Planung und wird auch noch erscheinen. Das wird eine schöne Erinnerung, so wie hoffentlich auch die Veranstaltung im Ballhaus.

Die Stadt will damit an das verstorbene Duo erinnern. Was ist Ihre Rolle dabei?

Zimmer: Ich bin als Berater im Rosenheimer Ballhaus gewesen und habe erzählt, was ich mir bei so einer Ausstellung vorstellen könnte. Als Magier bin ich vor allem dafür da, Tricks zu ermöglichen. Ich will, dass man nicht einfach nur Bilder anschaut, sondern, dass man etwas erleben kann und etwas Magisches passiert.

Illusion im Rosenheimer Ballhaus

Wie darf man sich das vorstellen?

Zimmer: Ich will, dass die Besucher eine Illusion erleben. Eigentlich verrät man als Magier ja keinen seiner Tricks. Aber es gibt eine Abfolge, für die Siegfried und Roy berühmt sind: Die schwebende Jungfrau. Da geht es darum, dass eine Person durch einen Reifen in der Luft in eine Kiste schwebt, wo sie dann zersägt wird. Daraufhin wird sie wieder zusammengesetzt und es kommt ein Tuch über die Kiste. Dann schwebt auch dieses Tuch wieder in die Luft und die Person darunter verschwindet.

Ich möchte diese Illusion so umsetzen, dass die Besucher im Ballhaus die Rolle der schwebenden Person einnehmen. Man könnte es dann in einem kurzen Video so aussehen lassen, als würden Siegfried und Roy dich schweben lassen. So wird man Teil der ganzen Show, ohne Magier sein zu müssen. Das wäre ein Knaller.

Das klingt aufwändig...

Zimmer: Definitiv. Ich habe auch gemerkt, dass meine Ideen die Latte ein bisschen höher legen, als das, was man sich bisher vorgestellt hat. Da ich aber für mein eigenes Theater so etwas Ähnliches darstellen möchte, würde ich die notwendige Technik der Rosenheimer Ausstellung zur Verfügung stellen. Von daher wäre es möglich.

Lesen Sie auch: Ganz viel Hokuspokus: Neun Rosenheimer auf den Spuren von Siegfried & Roy

Schöne Erinnerung an Weltstars schaffen

Wann soll die Ausstellung fertig sein?

Zimmer: Das wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Wir sind noch in einem frühen Stadium. Das Projekt bedarf einer großen Vorlaufzeit. Du musst solche Tricks auch erst einmal testen. Die Ausstellung ist, meine ich, ursprünglich für August angedacht gewesen. Je nach Größe und technischen Aufwand kann das aber auch noch ein paar Monate länger dauern. Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn wir am Ende eine schöne Erinnerung an die beiden Weltstars erschaffen können.

Kommentare