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ÜBERRASCHENDER TOD

Letzter Applaus für die „Rampensau“: Rosenheimer Kabarettist Rolf Zollner mit 50 gestorben

Musiker, Bassist, Moderator, Kabarettist und „Rampensau“: Rolf Zollner ist im Alter von 50 Jahren an den Folgen eines Tumors gestorben.
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Musiker, Bassist, Moderator, Kabarettist und „Rampensau“: Rolf Zollner ist im Alter von 50 Jahren an den Folgen eines Tumors gestorben.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
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Traurige Nachrichten für die Rosenheimer Kulturszene: Der Kabarettist Rolf Zollner ist im Alter von 50 Jahren überraschend gestorben. Ein Nachruf auf einen Mann, der das Herz am richtigen Fleck hatte.

Rosenheim – Musiker, Bassist, Moderator, Kabarettist und „Rampensau“: Rolf Zollner hatte viele Berufungen. „Er war auf der Bühne zuhause“, sagt Kathrin Feller. Sie selbst kannte den 50-Jährigen seit sieben Jahren, war ein großer Fan seiner Band „Old Jumpers“. Seit 2014 stand Rolf Zollner bei den „alten Hüpfern“ auf der Bühne. Er spielte Bass, sang und kümmerte sich um die musikalische und technische Leitung.

Auf der Bühne und in den Bergen unterwegs

„Wir waren wie Brüder“, sagt Bandmitglied Thomas Erbe. Die Männer hätten nicht nur zusammen Musik gemacht, sondern seien auch immer wieder gemeinsam in den Bergen gewesen. „Er war ein Pfundskerl in mehrerlei Hinsicht, ein Multitalent und ein Rosenheimer Original“, schreibt Bandmitglied Manni in den sozialen Medien. Umso erschüttert seien sie gewesen, als sie von seinem überraschenden Tod erfahren hatten. „Er fehlt uns sehr“, sagt Kathrin Feller am Telefon. Aber das Erinnern helfe.

Bühnenerfahrung im Schultheater

Geboren in Rosenheim machte Zollner bereits im Schultheater Bühnenerfahrung. Es folgte eine musikalische Ausbildung am Ignaz-Günther-Gymnasium mit Gitarre, Kontrabass und klassischem Gesang. Im Alter von 14 Jahren sei er mit seiner ersten Band auf Tour gewesen, war seitdem als Bassist, Sänger und „Rampensau“ auf den Bühnen in Deutschland und im benachbarten Ausland unterwegs.

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Erste selbst geschriebene Kabarett-Nummern und Weiterbildungen im Bereich Theaterpädagogik machte er in der verbandlichen Jugendarbeit.

Seminarleiter und Moderator

Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann und studierte Betriebswirtschaftslehre und Marketing. Nach einer Ausbildung zum psychologischen Berater und Coach arbeitete er als Seminarleiter und Moderator vor Schülern und Erwachsenen. „Er war immer für andere Menschen da“, sagt seine Mutter Elisabeth. Neben seinen beiden Soloprogrammen „psychosomatisches Alter“ und „Weißwurst is“ engagierte er sich auch in der Pfarrei Christkönig.

Veranstalter von „Rolfs Kleinkunstbrettl“

Seit 2016 veranstaltete er zudem „Rolfs Kleinkunstbrettl“ im Happinger Hof in Rosenheim. „Das waren tolle Veranstaltungen“, erinnert sich Geschäftsführer Martin Kupferschmied. Seit vier Jahren hätten die Auftritte in seinem Gasthaus stattgefunden. „Er war ein sehr bodenständiger Typ“, erinnert sich Kupferschmied.

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In den sozialen Medien schreibt sein Bandmitglied Manni, dass die Rosenheimer Kleinkunstbrettl die „Kulturlandschaft der Stadt enorm bereichert hat“. Wegen der Corona-Pandemie habe er seine Talente in der letzten Zeit jedoch nicht mehr auf der Bühne zeigen können.

Bewerbungstrainer im Arbeitsamt

Genug zu tun hatte Rolf Zollner trotzdem. Neben seiner Tätigkeit in der Pfarrei Christkönig arbeitete er als Bewerbungstrainer im Rosenheimer Arbeitsamt und kam seiner Tätigkeit in der Bank nach. „Er hat so viel gemacht, das kann man gar nicht alles aufschreiben“, sagt seine Mutter Elisabeth.

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Sie leidet sehr unter dem Tod ihres Sohnes, findet auch Tage später noch nicht die richtigen Worte, um das Geschehene in Worte zu fassen. Doch eines weiß sie ganz sicher: Sie ist „sehr stolz“, auf den Mann, den sie großgezogen hat. In den vergangenen Tagen habe sie zahlreiche Anrufe und Briefe bekommen von Menschen, die ihren Sohn geschätzt und geliebt hätten. Und in der Erinnerung all jener wird Rolf Zollner weiterleben – als Musiker, Bassist, Moderator, Kabarettist und „Rampensau“

Beerdigung im engsten Familienkreis

Die Beerdigung findet am Freitag, 12. März, um 13 Uhr im engsten Familien- und Freundeskreis statt.

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