Die Ladeflächen sind leer, die Herzen sind erfüllt: Die Weihnachtstrucker sind glücklich wieder daheim

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Sieben Tage und mehr als 10 000 gefahrene Kilometer liegen hinter den haupt- und ehrenamtlichen Helfern des Technischen Hilfswerkes (THW) Rosenheim und der Johanniter-Weihnachtstrucker.

Während viele die letzten Tage im Dezember mit ihren Familien ausklingen ließen, stand für die Freiwilligen der beiden Hilfsorganisationen etwas anderes im Vordergrund: Reisen für die Nächstenliebe. Die Helfer machten sich am zweiten Weihnachtsfeiertag, vollgepackt mit Geschenken, Lebensmitteln und Hygieneartikeln für die notleidenden Kinder und Familien, auf den Weg in den immer noch vom Krieg gezeichneten Südosten Europas. Hier wurden – nach zum Teil beschwerlichen Fahrten über unwegsame Straßen – die Pakete an die Familien verteilt. Viele waren mit Pferdefuhrwerken und Schlitten zu den Verteilstellen gekommen (Bild links). Christian Scherer, seit zehn Jahren Teil des Teams der Weihnachtstrucker, und die Rosenheimer THW‘ler verteilten die Päckchen heuer an Schulen und wohltätige Einrichtungen im ländlichen Raum der Region Banja Luka in Bosnien. Die strahlenden Gesichter der Kinder und der dankbaren Familien ließen die Strapazen der langen Fahrt schnell vergessen. Auch die Johanniter-Weihnachtstrucker übergaben alle Pakete persönlich an die vorab sorgfältig ausgewählten Empfänger oder an die Partner vor Ort. Einige Eindrücke schilderte Lorand Szüszner, der Leiter des Konvois im Norden Rumäniens: „Manche der Kinder kommen in Badeschlappen und für die kalte Jahreszeit viel zu dünner Kleidung, andere sind mit ihren besten Anziehsachen herausgeputzt (Bild rechts). Die Menschen fühlen sich in ihrer schwierigen Lebenssituation gesehen und merken, dass wir daran Anteil nehmen und sie nicht im Stich lassen.“ Jetzt sind Helfer und Fahrzeuge wieder in der Heimat angekommen. Alle Pakete sind übergeben. Die Herzen und Köpfe der Teilnehmer sind erfüllt von berührenden Begegnungen und unvergesslichen Erfahrungen. re

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